(4158) Santini

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(4158) Santini ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 28. Januar 1989 am Observatorium San Vittore in Bologna bei einer Helligkeit von 17,0 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 24. und 25. März 1933 an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf, 1954 und 1971 am Palomar-Observatorium in Kalifornien, 1974 an der Sternwarte am purpurnen Berg in China sowie 1980 und 1986 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(4158) Santini
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,407 AE
Exzentrizität 0,017
Perihel – Aphel 3,349 AE  3,466 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 6,161°
Länge des aufsteigenden Knotens 3,9°
Argument der Periapsis 283,0°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 3. Februar 2023
Siderische Umlaufperiode 6 a 106 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,14 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 16,8 km ± 0,2 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,17
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 5 d 23 h
Absolute Helligkeit 11,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Observatorium San Vittore
Datum der Entdeckung 28. Januar 1989
Andere Bezeichnung 1933 FJ, 1974 WK1, 1980 TF8, 1989 BE
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an Giovanni Santini (1786–1877), Direktor der Sternwarte Padua von 1817 bis 1867, einem bedeutenden Beobachter von Kleinplaneten und Kometen und einem unermüdlichen Rechner ihrer Umlaufbahnen und Bahnstörungen. Sein zweibändiges Lehrbuch Elementi di Astronomia wurde von nahezu allen italienischen Astronomen des 19. Jahrhunderts verwendet.

(4158) Santini wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (4158) Santini zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 16,8 km bzw. 0,17.[1]

Eine spektroskopische Untersuchung von Asteroiden der Cybele-Gruppe am 22. und 23. März 1996 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (4158) Santini eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.[2]

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (4158) Santini einen Wert von 144 ± 4 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 16,8 ± 0,2 km abgeleitet.[3]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 142,61 h bestimmt werden.[4]

Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 142,74 h berechnet.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

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