(461) Saskia
Asteroid des Hauptgürtels
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(461) Saskia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 22. Oktober 1900 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,2 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (461) Saskia | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,118 AE |
| Exzentrizität | 0,146 |
| Perihel – Aphel | 2,664 AE – 3,573 AE |
| Neigung der Bahnebene | 1,472° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 156,5° |
| Argument der Periapsis | 308,8° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 10. September 2022 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 185 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,78 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 43,6 km ± 0,3 km |
| Albedo | 0,06 |
| Rotationsperiode | 7 h 21 min |
| Absolute Helligkeit | 10,5 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
FCX |
| Geschichte | |
| Entdecker | Max Wolf |
| Datum der Entdeckung | 22. Oktober 1900 |
| Andere Bezeichnung | 1900 UG, 1917 XE, 1924 DB, 1935 CT |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist vermutlich benannt zu Ehren von Saskia van Uylenburgh (1612–1642), der Frau des berühmten niederländischen Malers Rembrandt van Rijn (1606–1669).
Aufgrund der Bahneigenschaften wird (461) Saskia zur Themis-Familie gezählt.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 48,7 km bzw. 0,05.[1] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 44,7 km bzw. 0,06 geändert worden waren,[2] wurden sie 2014 auf 43,6 km bzw. 0,11 korrigiert.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 39,8 km bzw. 0,06, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[4]
Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (461) Saskia eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.[5]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 8. Januar 2006 am Altimira Observatory in Kalifornien. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve nur einer Nacht wurde eine Rotationsperiode von 7,34 h abgeleitet.[6]
Um Daten zur Berechnung von Gestaltmodellen des Asteroiden zu liefern, gab es mehrere Beobachtungskampagnen am Etscorn Campus Observatory (ECO) in New Mexico: Aus Messungen während neun Nächten vom 24. April bis 30. Mai 2013 wurde eine Rotationsperiode von 7,349 h bestimmt.[7] Weitere Beobachtungen erfolgten dann noch vom 9. bis 20. Dezember 2016 während fünf Nächten (abgeleitete Periode 7,348 h)[8] sowie vom 10. April bis 17. Mai 2018 während neun Nächten (abgeleitete Periode 7,348 h).[9]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 7,34691 h berechnet.[10] Mit den gleichen Daten bestätigte eine Untersuchung von 2020 erneut die Rotationsperiode mit 7,346 h, darüber hinaus konnte eine taxonomische Zuordnung mit einer Wahrscheinlichkeit von 74 % für einen C-Typ und von 26 % für einen S-Typ angegeben werden.[11]
Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (461) Saskia, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 7,3470 h berechnet wurde.[12]
Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 7,347 h bestimmt werden.[13] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 7,3470 h berechnet.[14]
Siehe auch
Weblinks
- (461) Saskia beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (461) Saskia in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (461) Saskia in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (461) Saskia in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).