(608) Adolfine
Asteroid des Hauptgürtels
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(608) Adolfine ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 18. September 1906 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,2 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (608) Adolfine | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,023 AE |
| Exzentrizität | 0,123 |
| Perihel – Aphel | 2,650 AE – 3,396 AE |
| Neigung der Bahnebene | 9,368° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 293,7° |
| Argument der Periapsis | 69,8° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 27. August 2027 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 93 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,07 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 20,4 km ± 0,1 km |
| Albedo | 0,25 |
| Rotationsperiode | 8 h 21 min |
| Absolute Helligkeit | 10,8 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | August Kopff |
| Datum der Entdeckung | 18. September 1906 |
| Andere Bezeichnung | 1906 SJ, 1911 QD, 1916 OH, 1927 QE, 1948 RR1, 1953 VR |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Zur Benennung des Asteroiden siehe die Anmerkung bei (607) Jenny.
Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (608) Adolfine zur Eos-Familie gezählt.
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (608) Adolfine, für die damals Werte von 25,2 km bzw. 0,16 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 20,4 km bzw. 0,25.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2012 auf 20,3 km bzw. 0,22 geändert.[3]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 30. Oktober bis 10. November 2006 am Menke Observatory in Maryland. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 8,37 h bestimmt.[4]
Aus archivierten Lichtkurven aus dem Zeitraum 2006 bis 2013 und weiteren Messungen am 31. August und 2. September 2016 am BlueEye600-Observatorium in Tschechien wurde in einer Untersuchung von 2018 für den Asteroiden erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 8,34489 h berechnet.[5]
Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (608) Adolfine wurde aus Messungen etwa vom 2. bis 26. Februar 2019 eine Rotationsperiode von 8,34281 h erhalten.[6]
Im Jahr 2021 wurde aus archivierten Daten und photometrischen Messungen von Gaia DR2 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 8,34486 h berechnet.[7] Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 8,3448 h bestimmt werden.[8]
Siehe auch
Weblinks
- (608) Adolfine beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (608) Adolfine in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (608) Adolfine in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (608) Adolfine in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).