(644) Cosima

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(644) Cosima ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 7. September 1907 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,2 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(644) Cosima
Berechnetes 3D-Modell von (644) Cosima
Berechnetes 3D-Modell von (644) Cosima
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,601 AE
Exzentrizität 0,154
Perihel – Aphel 2,199 AE  3,003 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 1,041°
Länge des aufsteigenden Knotens 110,0°
Argument der Periapsis 269,3°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 31. Dezember 2024
Siderische Umlaufperiode 4 a 71 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,36 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 17,0 km ± 0,2 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,27
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 7 h 33 min
Absolute Helligkeit 10,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker August Kopff
Datum der Entdeckung 7. September 1907
Andere Bezeichnung 1907 RG
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Cosima Wagner (1837–1930). Sie war die Tochter des ungarischen Komponisten Franz Liszt und der Gräfin Marie d’Agoult sowie die zweite Ehefrau des deutschen Komponisten Richard Wagner.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (644) Cosima, für die damals Werte von 19,9 km bzw. 0,16 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 17,5 km bzw. 0,26.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 17,0 km bzw. 0,27 korrigiert.[3]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 6. und 7. Februar 1984 am McDonald-Observatorium in Texas. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde neben einem möglichen Wert von 7,56 h eine wahrscheinlicher erscheinende Rotationsperiode von 15,13 h abgeleitet.[4] Neue Beobachtungen vom 11. Dezember 2012 bis 8. Februar 2013 während sechs Nächten am Observatorium Bassano Bresciano in Italien bestätigten scheinbar den längeren Wert mit einer abgeleiteten Rotationsperiode von 15,113 h.[5] Dagegen führten Messungen während acht Nächten vom 1. bis 13. Februar 2013 am Elephant Head Observatory in Arizona zum Ergebnis, dass eine Rotationsperiode von 7,556 h anzunehmen ist.[6]

Im Jahr 2016 führte die Auswertung von archivierten Lichtkurven der Lowell Photometric Database und der Beobachtungen aus 2013 erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 7,55709 h.[7] Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 7,55708 h bestimmt werden.[8]

Siehe auch

Commons: (644) Cosima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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