(711) Marmulla

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(711) Marmulla ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 1. März 1911 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 13,3 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(711) Marmulla
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,237 AE
Exzentrizität 0,196
Perihel – Aphel 1,798 AE  2,676 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 6,087°
Länge des aufsteigenden Knotens 357,0°
Argument der Periapsis 300,2°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 5. Januar 2026
Siderische Umlaufperiode 3 a 126 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 19,72 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 9,0 km ± 0,6 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,45
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 2 h 43 min
Absolute Helligkeit 11,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung 1. März 1911
Andere Bezeichnung 1911 EA, 1927 AB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist möglicherweise benannt nach dem Wort „Marmel“ oder „Murmel“ (althochdeutsch marmul für Marmel, Marmor)[1] als Anspielung auf einen Kleinplaneten. Die ursprüngliche Schreibweise war „Marmula“.[2]

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 für (711) Marmulla zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 9,0 km bzw. 0,45.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 12,8 km bzw. 0,22, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[4]

Spektroskopische Untersuchungen im sichtbaren Bereich vom 1. September 2002 am La-Silla-Observatorium in Chile ergaben für (711) Marmulla eine taxonomische Klassifizierung als A-Typ.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 1. Januar 1990 am Steward-Observatorium auf dem Kitt Peak in Arizona. Aus der über etwa vier Stunden aufgezeichneten Lichtkurve konnte aber keine Periodizität abgeleitet werden.[6] Weitere Beobachtungen erfolgten am 18. und 25. September 2009 am Observatorium Borówiec in Polen und am 22. November 2009 am Observatorium auf dem Pic du Midi in Frankreich. Die kombinierten Lichtkurve mit geringer Amplitude wurde zu einer Rotationsperiode von 2,88 h ausgewertet.[7]

Neue Messungen vom 15. bis 17. Januar 2011 im Rahmen der Near-Earth Asteroid Photometric Survey (NEAPS) des Lowell-Observatoriums in Arizona ermöglichten die Bestimmung eines verbesserten Wertes für die Rotationsperiode von 2,7216 h,[8] der auch durch Beobachtungen vom 12. bis 15. November 2019 am Center for Solar System Studies (CS3) in Kalifornien und Colorado mit einem abgeleiteten Wert von 2,721 h bestätigt wurde.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

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