(956) Elisa
Asteroid des Hauptgürtels
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(956) Elisa ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 8. August 1921 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 13,2 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (956) Elisa | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Innerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,298 AE |
| Exzentrizität | 0,205 |
| Perihel – Aphel | 1,827 AE – 2,769 AE |
| Neigung der Bahnebene | 5,964° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 192,6° |
| Argument der Periapsis | 125,2° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 22. Januar 2026 |
| Siderische Umlaufperiode | 3 a 177 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 19,44 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 10,5 km ± 0,2 km |
| Albedo | 0,15 |
| Rotationsperiode | 16 h 30 min |
| Absolute Helligkeit | 12,1 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Karl Wilhelm Reinmuth |
| Datum der Entdeckung | 8. August 1921 |
| Andere Bezeichnung | 1921 PE, 1959 NB |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Elisabeth (Elise) Reinmuth, geb. Backfisch (1868–1960), der Mutter des Entdeckers.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (956) Elisa zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 10,5 km bzw. 0,15.[1] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2012 auf 8,4 km bzw. 0,36 geändert.[2] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 8,0 oder 8,1 km bzw. 0,41 oder 0,31, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[3]
Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (956) Elisa eine taxonomische Klassifizierung als V-Typ.[4] Spektroskopische Beobachtungen im mittleren Infrarot mit dem Spitzer-Weltraumteleskop am 2. August 2008 lieferten ein Spektrum, das durch Emissionen von Pyroxen mit diogenitischer Zusammensetzung dominiert wird, was bei Asteroiden bisher sehr selten beobachtet wurde. Eine radiometrische Analyse ergab für (956) Elisa in einer Untersuchung von 2011 außerdem einen projizierten Durchmesser von 10,6 km und eine visuelle Albedo von 0,14. Eine thermische Modellierung wies zum Zeitpunkt der Beobachtung auf eine subsolare Temperatur von 292 K hin.[5]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 28. Juni bis 12. Juli 2008 während neun Nächten am Observatoire de la Côte d’Azur in Frankreich, die durch weitere Messungen vom 26. bis 29. Juli 2008 mit dem UH-2,2-m-Teleskop am Mauna-Kea-Observatorium auf Hawaiʻi ergänzt wurden. Die aus den aufgezeichneten Daten erstellte Lichtkurve wurde zu einer Rotationsperiode von 16,494 h ausgewertet.[5] Weitere Beobachtungen erfolgten im gleichen Zeitraum vom 11. Juli bis 11. August 2008 an der Sternwarte Belgrad in Serbien. Aus der während 13 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde hier eine Rotationsperiode von 16,5075 h abgeleitet.[6]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,4984 h berechnet.[7]
Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (956) Elisa, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,4987 h berechnet wurde.[8] Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 16,4986 h bestimmt werden.[9]
Siehe auch
Weblinks
- (956) Elisa beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (956) Elisa in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (956) Elisa in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (956) Elisa in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).