1-Indanon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

1-Indanon (IUPAC) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aromatischen cyclischen Ketone.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 1-Indanon
Allgemeines
Name 1-Indanon
Andere Namen
  • Indan-1-on
  • 2,3-Dihydro-1H-inden-1-on
  • α-Hydrindon
Summenformel C9H8O
Kurzbeschreibung

hellgelber geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 83-33-0
EG-Nummer 201-470-1
ECHA-InfoCard 100.001.337
PubChem 6735
ChemSpider 6479
Wikidata Q15906439
Eigenschaften
Molare Masse 132,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,103 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

38–42 °C[1]

Siedepunkt

243–245 °C[1]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,561 (25 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264301+330+331312[1]
Toxikologische Daten

1300 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

1-Indanon ist ein Oxidationsprodukt von Indan, einem Bestandteil von Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Lacken. Es ist auch ein Metabolit von Thalidomid.[1] Die Verbindung wurde auch in Zigarettenrauch nachgewiesen.[3]

Gewinnung und Darstellung

1-Indanon kann durch Oxidation von Indan oder Inden gewonnen werden.[4] Die Verbindung kann auch durch intramolekulare Friedel-Crafts-Acylierung aus 3-Phenylpropionsäurechlorid gewonnen werden.[5][6]

Synthese von 1-Indanon

Eigenschaften

1-Indanon ist ein hellgelber geruchloser Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist.[1] Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14.[7][8]

Verwendung

1-Indanon kann als Zwischenprodukt zur Herstellung von Arzneistoffen und anderen Chemikalien verwendet werden.[9][10] Das Bromderivat kann für die Synthese von Pestiziden und Antihelminthika und aromatischen Retinoiden verwendet werden. Das Chlorderivat kann zur Herstellung von Antikonvulsiva, Fungiziden und Dozapin-Analoga eingesetzt werden.[8]

Einzelnachweise

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