24H Series
Langstrecken-Meisterschaft im Motorsport
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Die 24H Series ist eine Langstreckenmeisterschaft im Motorsport. Das Highlight der Saison ist der Auftakt die 24 Stunden von Dubai. In der Meisterschaft treten GT-Fahrzeuge, Tourenwagen und seit 2017 auch Prototypen an. Organisiert wird die Serie von Creventic, die aus den Niederlanden stammen. An den meisten Rennen dürfen alle Fahrzeugklassen teilnehmen, an einigen aber nur bestimmte wie bei den 24 Stunden von Barcelona, bei dem nur Tourenwagen und Gran Turismos teilnehmen dürfen. Alle Klassen werden mit einer Team- und einer Fahrerwertung ausgezeichnet. Seit 2025 ist Michelin offizieller Reifenpartner der Serie. 2024 wurde mit der 24h Series Middle East eine regionale Meisterschaft gegründet, die ihre Rennen im Nahen Osten, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten, austrägt.
| 24H Series | |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | GT-Fahrzeuge Tourenwagen |
| Land oder Region | Europa |
| Aktueller Name | 24h Series |
| Bisherige Namen | 24H GT Series powered by Hankook Michelin 24H Series Europe |
| Erste Saison | 2010 |
| Reifen | |
| Offizielle Website | 24hseries.com |
Creventic
Die niederländische Agentur Creventic ist der Veranstalter und Promoter der Serie. Ihr Ziel ist es, Rennen mit „geringen Kosten, einer geselligen Atmosphäre mit Teams und Fahrern aus aller Welt und fairen Wettbewerben auf der Strecke“ zu organisieren. In Zusammenarbeit mit dem Dutch National Racing Team (DNRT) – einer der größten Motorsportorganisationen der Benelux – organisierten sie 2006 die Premiere der 24-Stunden Dubai.[1]
2008 war das erste Jahr, in dem Creventic neben den 24H Dubai ein weiteres Rennen organisierte: die 12H Hungary. Damit war es die erste Saison mit mehr als einem Rennen und die offizielle erste Saison der 24H Series. 2015 war die erste Saison mit dem offiziellen FIA International Series-Status, was bedeutete, dass Fahrer und Teams für Meisterschaftstitel und Punkte antreten konnten. Creventic ist außerdem der Veranstalter der 24H TCE Series.
Klassen
GT3
Die GT3-Klasse ist für alle nach FIA-Gruppe GT3 homologierten Fahrzeuge zugelassen. Innerhalb der Klasse wird zwischen GT3-PRO, GT3-PRO/AM und GT3-AM unterschieden. GT3-Fahrzeuge stellen die leistungsstärkste Kategorie innerhalb der 24H Series dar und kommen weltweit in zahlreichen internationalen und nationalen GT-Meisterschaften zum Einsatz.[2]
Zum Einsatz kommen Rennfahrzeuge renommierter Hersteller wie Aston Martin, Audi, Bentley, BMW, Chevrolet, Ferrari, Ford, Honda, Lamborghini, Lexus, McLaren, Mercedes-AMG, Nissan und Porsche, die auf straßenzugelassenen Supersportwagen basieren. Zur Gewährleistung vergleichbarer Wettbewerbsbedingungen werden die Fahrzeuge über ein Balance-of-Performance-System (BoP) leistungsmäßig angeglichen, sodass fahrerisches Können und Teamstrategie entscheidend sind.
992 Cup
Die 992-Klasse ist für den Porsche 911 GT3 Cup der aktuellen Generation (Typ 992) vorgesehen. Innerhalb der Klasse wird zwischen 992-PRO und 992-AM unterschieden. Die Fahrzeuge basieren auf dem neuesten Cup-Modell, das seit Jahrzehnten weltweit in markeninternen Porsche-Rennserien eingesetzt wird und sich auch im Langstreckensport etabliert hat.
Die Balance zwischen den PRO- und AM-Teams erfolgt über angepasste Kraftstoffdurchflussmengen. Technisch müssen alle Fahrzeuge den Regularien des Porsche Carrera Cup Deutschland entsprechen, wobei zusätzliche Anpassungen für den Einsatz in Langstreckenrennen zulässig sind.
GTX
Die GTX-Klasse richtet sich an unterschiedliche GT-Fahrzeuge mit einem Leistungsniveau im Bereich der GT2-Klasse. Sie dient als offene Klasse für verschiedene Fahrzeugkonzepte, die nicht in andere GT-Klassen eingestuft sind.
Zugelassen sind unter anderem:
- GT2-homologierte Fahrzeuge
- Ferrari-Challenge-Modelle (458, 488, 296)
- KTM X-BOW GTX
- Lamborghini Huracán Super Trofeo (alle Generationen)
- Ligier JS P4
- MARC I, II und GT
- McLaren Artura Trophy
- McLaren 570S Trophy
- Nova NP02
- Porsche 911 GT3 Cup (Generationen vor 992)
- Vortex 1.0 und 2.0
GT4
Die GT4-Klasse ist für alle nach der SRO-Gruppe GT4 homologierten Fahrzeuge offen. Diese Kategorie gilt als kostengünstiger und zugänglicher Einstieg in den GT-Rennsport und richtet sich vor allem an Amateurfahrer.
Zum Einsatz kommen Rennfahrzeuge verschiedener Hersteller, darunter Alpine, Aston Martin, Audi, BMW, Ford, Ginetta, KTM, Lotus, McLaren, Mercedes-AMG, Nissan, Porsche und Toyota. Auch hier sorgt ein Balance-of-Performance-System für ausgeglichene Leistungswerte zwischen den unterschiedlichen Fahrzeugtypen.
TCE
Die TCE-Klasse umfasst Tourenwagen- und GT-Fahrzeuge mit einem maximalen Leistungsniveau auf GT4-Niveau. Innerhalb der TCE-Kategorie erfolgt eine weitere Unterteilung in TC, TCR und TCX.
Zugelassen sind unter anderem:
- TCR-zertifizierte Fahrzeuge
- Alpine A110 Cup
- BMW M2 CS Racing
- Ginetta G50, Ginetta G55 und Ginetta G56
- Lamera Cup
- Ligier JS2 R
- Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport (Baureihen 981 und 982)
Rennkalender
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ereignis |
|---|
| Abgesagt wegen der COVID-19-Pandemie |
| Nicht-Meisterschaftsrennen |
Meister
| Jahr | A6 | 997 | SP2 | SP3 | A5 | D2 | A3T | CUP1 | A2 | D1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | ||||||||||
| Jahr | A6 | 991 | SPX | SP2 | SP3-GT4 | TCR | CUP1 | A2 | A3 | |
| 2016[4] | ||||||||||
| Jahr | A6 | 991 | SPX | SP2 | SP3-GT4 | TCR | CUP1 | A2 | ||
| 2017[5] | ||||||||||
| Jahr | A6 | 991 | SPX | SP2 | GT4 | |||||
| 2018[6] | ||||||||||
| Jahr | A6 | A6 Pro | A6 Am | 991 | SPX | SP2 | GT4 | |||
| 2019[7] | ||||||||||
| Jahr | GT3 Pro | GT3 Am | 991 | GTX | GT4 | Cayman | ||||
| 2020[8] | ||||||||||
| Jahr | Overall | GT3 Pro | GT3 Am | 991 | GTX | GT4 | ||||
| 2021[9] | ||||||||||
| Jahr | GT3 | GT3 Pro-Am | GT3 Am | 992 | 991 | GTX | GT4 | |||
| 2022[10] | ||||||||||
| Jahr | GT3 | GT3 Pro-Am | GT3 Am | 992 | 992 Am | GTX | GT4 | |||
| 2023 | ||||||||||
| Jahr | GT3 | GT3 Pro-Am | GT3 Am | 992 | 992 Am | GTX | GT4 | TCE | TCX | |
| 2024 | ||||||||||
| 2025 | Nicht vergeben | |||||||||