5000 Mark Belohnung
Spielfilm
From Wikipedia, the free encyclopedia
5000 Mark Belohnung ist ein deutscher Kriminalfilm aus dem Jahr 1942, der unter der Regie von Philipp Lothar Mayring entstand. Die Hauptrollen verkörperten Martin Urtel, Olly Holzmann, Wilhelm H. König und Friedrich Domin.
| Film | |
| Titel | 5000 Mark Belohnung |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1942 |
| Länge | 73 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Bavaria Filmkunst GmbH im Vertrieb der Deutschen Filmvertriebs GmbH, Filmverleih der UFA |
| Stab | |
| Regie | Philipp Lothar Mayring |
| Drehbuch | Walter Forster
|
| Produktion | Gerhard Heydenreich |
| Musik | Werner Bochmann |
| Kamera | Heinz Schnackertz |
| Schnitt | Hans Domnick |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Als der Nachtwächter Kossitzky einen Kontrollgang durch die Zellstofffabrik von Direktor Wengraf macht, nimmt er ein verdächtiges Geräusch wahr. Nachdem er der Sache nachgehen will, ereignet sich eine große Explosion. Da ein Unbekannter eine wichtige Stahltüre in dem Werk verriegelt hat, ist Kossitzky jetzt der Fluchtweg versperrt. Der Nachtwächter kommt bei dem anschließenden Brand ums Leben.
Die Kriminalpolizei schaltet sich ein und ermittelt zur Brandursache. Sie lobt eine Belohnung für sachdienliche Hinweise, insbesondere zur Ergreifung der Täter in Höhe von 5000 Reichsmark aus.
Rolf Kettner, ein Mitarbeiter der Nordlicht Versicherungen, möchte sich die ausgesetzte Belohnung durch die Aufklärung des Falles, nicht zuletzt angetrieben von seiner jungen und ehrgeizigen Ehefrau Ursula, verdienen. Üblicherweise bearbeitet er Schadenfälle im Bereich der Kraftfahrzeugversicherung. Da er aber nicht mehr mit seiner aktuellen Tätigkeit zufrieden ist, hat er sich mit Hilfe seines Freundes Hans Niemann, der dort bereits Anwärter ist, bei der Kriminalpolizei beworben. Hans Niemann erfährt im Rahmen der theoretischen Ausbildung, in der auch Fälle aus der Praxis besprochen werden, von Kriminalrat Walter, dass zurzeit keine Verdachtsmomente gegen Direktor Wengraf bestehen würden.
Kettner nimmt nun auf eigene Faust private Ermittlungen auf, um die 5000 Mark Belohnung zu erhalten. Dafür hat er sich bei seinem aktuellen Arbeitgeber mit Grippe krankgemeldet. Sein Freund Hans Niemann macht ihn darauf aufmerksam, dass ein angehender Kriminalanwärter grundsätzlich keinen Anspruch auf eine ausgesetzte Belohnung hat. Zwar bittet Kettner seinen Freund, um diese Tatsache wissend, seine schriftliche Rücknahme des Gesuchs auf Einstellung in den Kriminaldienst intern weiterzuleiten. Wie sich später herausstellt unternimmt Niemann aber nichts in dieser Angelegenheit.
Im Rahmen seiner Ermittlungen in den Zellstoffwerken Wengraf gibt sich Rolf Kettner als Mitarbeiter der Nordlicht Versicherung aus, die auch die Feuerversicherungspolice der Fabrik gezeichnet hat. Kettners private Ermittlungen bleiben auch für Direktor Wengraf nicht unbemerkt. Er wendet sich als wichtiger Kunde der Nordlicht Versicherung an Rolf Kettners Vorgesetzten. Kettner wird in der Folge durch Direktor Baumgarten zu den Umständen der Krankmeldung befragt und im Anschluss fristlos entlassen. Als Ehefrau Ursula von der Entlassung erfährt, wendet sie sich von Rolf ab. Er zieht aus der gemeinsamem Wohnung aus und kommt bei seinem Freund Hans unter.
Rolf Kettner ist in der Zwischenzeit in den Polizeidienst eingetreten. Er und Hans Niemann bekommen von Kriminalkommissar Helling den Auftrag sich zum Haus von Direktor Wengraf zu begeben und diesen nicht mehr aus den Augen zu lassen. Bei der Überwachung von Wengraf beobachtet Rolf, dass Wengraf für denselben Tag bei der Lufthansa ein Flugticket nach Rom gebucht hat. Danach begibt er sich ins Polizeipräsidium, um einen Verdacht auf seinen technischen Leiter Gustav Hambacher zu lenken. Wengraf versichert gegenüber den Beamten Walter und Helling Berlin nicht verlassen zu wollen, obwohl Helling inzwischen Kenntnis von der Flugbuchung nach Rom hat. Da Wengraf aber Hambacher kurzfristig gebeten hat an seiner Stelle nach Rom zu fliegen, wird dieser am Flughafen von Kriminalrat Walter festgehalten.
Wengraf flüchtet nunmehr per Zug aus Berlin. Bei einem außerplanmäßigen Halt auf einem kleinen Bahnhof wird er von Kommissar Helling, der in den Zug kommt, verhaftet. Bei der anschließenden Vernehmung stellt sich heraus, das Wengraf von seinem Nachtwächter Kossitzky seit über drei Jahren erpresst wurde. Dieser hatte beobachtet, wie Wengraf seinerzeit einen Kurzschluss an der elektrischen Anlage der Fabrik verursacht hatte, um ein Feuer zu entfachen und die Versicherungssumme aus der Feuerversicherung zu erhalten. Bereits zu dieser Zeit bestand eine finanzielle Schieflage der Zellstoffwerke. Wengraf sah, nach Erkenntnissen der Kriminalisten, durch die fortdauernden Erpressungen von Kossitzky nunmehr keinen anderen Ausweg als erneut ein Feuer zu legen und den Nachtwächter bei dieser Gelegenheit zu töten. Mit diesen Ermittlungsergebnissen konfrontiert bricht Wengraf zusammen und gesteht die Taten.
Am Ende des Films zieht Rolf Kettner wieder zu Ehefrau Ursula und beide finden erneut zusammen.
Produktionsnotizen
Die Atelieraufnahmen zu 5000 Mark Belohnung begannen am 12. Mai 1942 und die Außendreharbeiten fanden in Berlin und Umgebung bis zum Juli 1942 statt. Der Film durchlief die Zensur der nationalsozialistischen Filmprüfstelle und wurde für die Kinovorführungen freigegeben. Die Uraufführung war am 20. Dezember 1942. In Berlin erfolgte die Erstaufführung am 18. Februar 1943 im Atrium.
Die Bauten stammen von Filmarchitekten Hans Sohnle und Max Seefelder. Die Musik für den Film komponierte Werner Bochmann und Produzent bei diesem Film war Gerhard Heydenreich.
Rezeption
„Ein entlassener Versicherungsdetektiv klärt auf eigene Faust, sehr gegen den Willen seiner Frau, ein Industrieverbrechen mit Brandstiftung, Mord und Versicherungsbetrug auf. Spannende Unterhaltung in einem veralteten Stil.“
„Krach und Versöhnung in der Ehe eines Kriminalbeamten während der Jagd nach einem Brandstifter und Mörder. Gute, spannende Unterhaltung.“
