6:2-Fluortelomersulfonsäure
chemische Verbindung
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6:2-Fluortelomersulfonsäure (6:2-FTS) ist eine chemische Verbindung, die zur Gruppe der Fluortelomersulfonsäuren innerhalb der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) gehört. Aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit zu PFOS wird sie auch H4PFOS genannt.[3]
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | 6:2-Fluortelomersulfonsäure | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C8H5F13O3S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer bis hellbrauner Feststoff[1] | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 428,17 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,953 g·cm−3 (20 °C)[1] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
87 °C[1] | ||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
1,31[2] | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
leicht in Wasser (658 g·l−1 bei 20 °C)[1] | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Gewinnung und Darstellung
6:2-FTS wird mittels Telomerisation hergestellt. Zudem entsteht sie beispielsweise auch aus einigen Perfluorcarboxybetainen nach deren Spaltung.[2]
Eigenschaften
Der Octanol-Wasser-Verteilungskoeffizient (log KOW) liegt bei 3,47–3,98.[4]
Der BSAF für Regenwürmer liegt bei 3,06 (Durchschnittswert aus Labor- und Felddaten).[5]
Durch biologischen Abbau wird 6:2-FTS primär in die Perfluorcarbonsäuren Perfluorhexansäure, Perfluorpentansäure und Perfluorbutansäure umgewandelt.[6]
Verwendung
6:2-FTS sowie deren Derivate werden als Ersatzprodukt für Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) bzw. deren Salze in Löschschäumen verwendet.[2][7] Es wird auch bei Hart- und Dekorativverchromungsverfahren in der Galvanotechnik als Ersatz für das verbotene PFOS eingesetzt.[8][9][10] Unter REACH war 6:2-FTS vorerst nur vorregistriert, wurde dann aber 2019 für den Tonnagebereich von 1–10 Jahrestonnen im EWR registriert.[11]
Laut Angaben der chemischen Industrie handelt es sich bei der 6:2-Fluortelomersulfonsäure um eine von 256 PFAS mit kommerzieller Relevanz[12][13] aus der OECD-Liste von 4730 PFAS.[14]
Toxizität
Der EC50 bei Eisenia fetida liegt bei 253 mg/kg (Reproduktionstest).[4]
Literatur
- N. Wang, J. Liu, R. C. Buck, S. H. Korzeniowski, B. W. Wolstenholme, P. W. Folsom, L. M. Sulecki: 6:2 fluorotelomer sulfonate aerobic biotransformation in activated sludge of waste water treatment plants. In: Chemosphere. Band 82, Nummer 6, Februar 2011, S. 853–858, doi:10.1016/j.chemosphere.2010.11.003, PMID 21112609.