Koldewey-Station

deutsche Forschungsstation auf Spitzbergen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Koldewey-Station ist eine im August 1991 eingeweihte[1][2] deutsche Forschungsstation auf Spitzbergen. Die Station liegt in Ny-Ålesund am Königsfjord. Sie besteht aus mehreren Gebäuden.

Das zentrale Gebäude der Koldewey-Station
Schild der Koldewey-Station
Koldewey-Station (Svalbard und Jan Mayen)
Koldewey-Station (Svalbard und Jan Mayen)
Koldewey-Station
Lage der Koldewey-Station auf Spitzbergen

Die Station ist nach Carl Koldewey, dem Leiter der Ersten und Zweiten Deutschen Nordpolar-Expedition der Jahre 1868 und 1869/70, benannt. Seit 2003 ist sie Bestandteil der deutsch-französischen AWIPEV-Forschungsbasis. Die Koldewey-Station wird vom Alfred-Wegener-Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, der französische Teil der Basis vom Französischen Polarinstitut Paul Émile Victor (IPEV) koordiniert. AWIPEV umfasst die Gebäude der Stationen Koldewey und Rabot sowie das Camp Corbel.[3]

Die Station ist für Forschungen im Bereich Biologie, Chemie, Geophysik und Atmosphärenphysik ausgelegt.

Seit 1992 werden an der Koldewey-Station Messungen im Rahmen des Networks for the Detection of Stratospheric Change (NDSC, heute NDACC, Network for the Detection of Atmospheric Composition Change) durchgeführt,[4] das für die Erfassung von Veränderungen in der Stratosphäre zuständig ist. Zusammen mit Eureka und Thule bildet die Koldewey-Station den primären NDACC-Standort für die Arktis.[5]

2013 erhielt die Station als erste meteorologische Einrichtung weltweit das Qualitätssiegel des internationalen Klimadatennetzwerks GRUAN (GCOS Reference Upper Air Network).[6]

2023 feierte man das 20-jährige Jubiläum zur deutsch-französischen Zusammenarbeit in der französischen Botschaft in Berlin.[7]

2024 besuchte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger zusammen mit einer deutsch-französisch-norwegischen Delegation die Station.[8]

Einzelnachweise

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