A Different Man
Film von Aaron Schimberg (2024)
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A Different Man (dt. etwa „Ein anderer Mann“) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Aaron Schimberg aus dem Jahr 2024. Der Psychothriller handelt von einem aufstrebenden Schauspieler, dessen Leben sich nach einer Schönheitsoperation dramatisch verändert. Die Hauptrolle übernahm Sebastian Stan. Das Werk wurde im Januar 2024 beim 40. Sundance Film Festival uraufgeführt. Die internationale Premiere fand im Februar bei der 74. Berlinale im Hauptwettbewerb statt.
| Film | |
| Titel | A Different Man |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Länge | 112 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Aaron Schimberg |
| Drehbuch | Aaron Schimberg |
| Produktion | Christine Vachon, Vanessa McDonnell, Gabriel Mayers |
| Musik | Umberto Smerilli |
| Kamera | Wyatt Garfield |
| Schnitt | Taylor Levy |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Edward Lemuel ist ein aufstrebender Schauspieler, der an Neurofibromatose leidet, einer Krankheit, die zu einer entstellenden Veränderung seines Gesichts führt. Er freundet sich mit seiner neuen Nachbarin Ingrid Vold an, einer aufstrebenden Schriftstellerin. Edward ist jedoch zu schüchtern, um seine romantischen Gefühle für sie zu offenbaren. In der Hoffnung auf Heilung unterzieht sich Edward heimlich einer experimentellen medizinischen Behandlung. Als diese erfolgreich verläuft, nimmt er die neue Identität „Guy Moratz“ an und täuscht seinem Umfeld vor, Edward habe Suizid begangen, anstatt weiter ärztliche Betreuung in Anspruch zu nehmen.
Unter seinem neuen Namen wird Guy ein wohlhabender und erfolgreicher Immobilienmakler. Einige Zeit später erfährt er, dass Ingrid ein Theaterstück mit dem Titel Edward inszeniert, das auf seinem früheren Leben basiert. Um die Hauptrolle zu bekommen, verwendet er eine Maske, die seinem früheren Gesicht nachempfunden ist, und spricht bei einer Theaterprobe vor. Ingrid ist zwar kurz irritiert, vergibt ihm aber die Hauptrolle. Zwischen den beiden entwickelt sich eine sexuelle Beziehung, wobei Ingrid weiterhin nichts von Guys wahrer Identität erfährt.
Während der Proben stößt Oswald, ein weiterer Mann mit Neurofibromatose, zur Gruppe. Oswald gewinnt mit seiner charismatischen Art schnell die Sympathie der Theatergruppe, jedoch zum Missfallen Edwards. Als Edward Schwierigkeiten hat, seine Texte zu lernen, entscheidet sich Ingrid schließlich, Oswald für die Hauptrolle zu besetzen und das Stück auf Grundlage seiner Vorschläge zu überarbeiten. Die Premiere wird ein Erfolg, und Oswalds Darstellung erhält begeisterte Kritiken.
Edwards geistiger Zustand verschlechtert sich zunehmend. Er beginnt, Oswald zu stalken, imitiert sein Verhalten und verliert schließlich seine Anstellung als Immobilienmakler. Vor lauter Eifersucht stürmt er während einer Aufführung die Bühne und greift Oswald an. Bei der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung wird Edward von einem Teil des Bühnenbildes getroffen und schwer verletzt.
Während seiner Genesung zieht Edward zurück in seine frühere Wohnung neben Ingrid, die inzwischen mit Oswald zusammenlebt. Beide planen, das Stück Edward mit Michael Shannon in der Hauptrolle zu verfilmen. Nachdem Edwards Physiotherapeut seine Abneigung gegenüber Oswald geäußert hat, ersticht Edward ihn in einem Wutanfall und wird daraufhin inhaftiert.
Jahre später trifft der gealterte Edward erneut auf Oswald und Ingrid, die nach Kanada ziehen möchten. Sie erzählen, dass die geplante Verfilmung nie realisiert wurde und distanzieren sich inzwischen von ihrem früheren Werk. Während eines gemeinsamen Abendessens reagiert Edward zögernd auf die Bestellung, woraufhin Oswald scherzhaft bemerkt, dass er sich kein bisschen verändert habe.
Hintergrund

Es handelt sich um den dritten Spielfilm des preisgekrönten New Yorker Filmemachers Aaron Schimberg nach Go Down Death (2013) und Chained for Life (2018). Zwar waren beide Werke an der Kinokasse nicht erfolgreich, doch brachte ihm Chained for Life Lob seitens der Fachkritik ein. Das Werk handelt von einer attraktiven Filmschauspielerin, die sich bei Dreharbeiten auf einen entstellten Co-Star einlassen muss. Für die Titelrolle in A Different Man wurde Sebastian Stan verpflichtet. In Nebenrollen Edwards Ambitionen verkörpern die norwegische Schauspielerin Renate Reinsve und Adam Pearson.[2]
Veröffentlichung und Rezeption
A Different Man wurde am 21. Januar 2024 im Rahmen des Sundance Film Festivals uraufgeführt. Dort wurde das Werk in die Sektion Premieres eingeladen.[2] Die internationale Premiere fand am 16. Februar im Rahmen der Berlinale im Hauptwettbewerb statt.[3]
Auf der Website Rotten Tomatoes empfahlen 82 Prozent der dort gelisteten professionellen Kritiker den Film weiter. A Different Man erhielt damit eine Bewertung von 6,7 von 10 möglichen Punkten.[4] Auf Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 73 von 100 möglichen Punkten, basierend auf mehr als einem Dutzend ausgewerteten englischsprachigen Kritiken. Dies entspricht allgemein positive Bewertungen („generally favorable reviews“).[5]
Auszeichnungen
A Different Man erhielt eine Einladung in den Wettbewerb um den Goldenen Bären, den Hauptpreis der Berlinale.[3] Hauptdarsteller Sebastian Stan wurde dort mit dem Silbernen Bären für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Ein Jahr später gewann er auch den Golden Globe Award.[6] Die Maskenbildner Mike Marino, David Presto und Crystal Jurado wurden im Jahr 2025 für den Oscar nominiert.
Weblinks
- A Different Man im Programm des Sundance Film Festivals (englisch)
- A Different Man bei IMDb
- A Different Man bei Rotten Tomatoes