Cis-Abienol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

cis-Abienol ist eine chemische Verbindung und gehört zu der Gruppe der Labdane, wobei das Labdan-Grundgerüst durch Doppelbindungen an den Stellen C-12 und C-14 und durch eine Hydroxygruppe an der Stelle C-8 modifiziert ist. Es handelt sich folglich um ein Diterpen-Alkohol (Terpenoid).[4] Das Isomer trans-Abienol, welches eine (E)-Stereochemie an C-12 aufweist, ist nur von geringer Bedeutung.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Abienol
Allgemeines
Name cis-Abienol
Andere Namen
  • (Z)-Labda-12,14-dien-8-ol
  • (Z)-Abienol
  • (12Z)-Abienol
Summenformel C20H34O
Kurzbeschreibung

weißer bis blassgelblicher, wachsartiger Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 17990-16-8
EG-Nummer (Listennummer) 863-116-8
ECHA-InfoCard 100.315.133
PubChem 643723
ChemSpider 558833
Wikidata Q27137053
Eigenschaften
Molare Masse 290,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

39 °C[2]

Löslichkeit

wenig in Chloroform und Ethylacetat[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen und Gewinnung

Balsam-Tanne (Abies balsamea)

Abienol ist ein Naturstoff und kommt in verschiedensten Pflanzen vor, unter anderem als Hauptbestandteil des Aromastoffes Oleoresin in der Balsam-Tanne (Abies balsamea),[5] in der Banks-Kiefer (Pinus banksiana),[6] in der Schwarz-Fichte (Picea mariana)[6] oder im Virginischen Tabak (Nicotiana tabacum), aus welchem er auch durch Extraktion gewonnen werden kann.[7] Er kommt hauptsächlich auf der Blattoberfläche vor.[8]

Verwendung

Abienol dient im Tabak als Inhibitor der Verwelkungskrankheit (englisch Wilt disease).[9] Des Weiteren ist er eine Ausgangsverbindung für die Produktion von Duft- und Aromastoffen.[10] Aus diesem Grund wird Abienol häufig in der Parfümindustrie als Ausgangsprodukt verwendet. Im Labor findet es maßgeblich Anwendung in der Synthese von Diolen.[1] Der Geruch wird als hölzern, ambergrisartig und balsamisch beschrieben.[6]

Einzelnachweise

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