Abrolhos

brasilianische Inselgruppe From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Abrolhos sind eine im Südatlantik gelegene brasilianische Inselgruppe. Sie gehört zum Meeresnationalpark der Abrolhos (portugiesisch Parque Nacional Marinho dos Abrolhos).[1]

Schnelle Fakten
Abrolhos
Abrolhos, Ilha Redonda
Abrolhos, Ilha Redonda
Gewässer Atlantischer Ozean
Geographische Lage 17° 58′ S, 38° 42′ W
Abrolhos (Bahia)
Abrolhos (Bahia)
Anzahl der Inseln 5
Hauptinsel Santa Bárbara
Gesamte Landfläche 1,08 km²
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Geographie und Geologie

Die Abrolhos liegen 55 Kilometer vor der Atlantikküste des brasilianischen Bundesstaats Bahia bei Ponta da Baleia etwa in Höhe der Stadt Caravelas und sind verwaltungsmäßig Teil des Stadtgebiets. Sie setzen sich aus fünf kleinen Inseln vulkanischen Ursprungs zusammen, von Nord nach Süd:

 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap
Weitere Informationen Insel, Fläche ha ...
InselFläche
ha
Koordinaten
Guarita3,717° 57′ 38″ S, 38° 41′ 34″ W
Santa Bárbara56,917° 57′ 49″ S, 38° 41′ 56″ W
Redonda18,317° 57′ 56″ S, 38° 42′ 37″ W
Siriba13,417° 58′ 15″ S, 38° 42′ 35″ W
Sueste15,117° 58′ 50″ S, 38° 41′ 57″ W
Abrolhos107,617° 58′ 14″ S, 38° 42′ 2″ W
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Zusätzlich gibt es sechs große Riffe: Parcel dos Abrolhos, Parcel das Paredes, Sebastiao Gomes Riff, Coroa Vermelha Riff, Viçosa Riff und Timbebas Riff.[2] Es handelt sich um das größte Riffgebiet Südamerikas.

Auf der Hauptinsel Santa Bárbara unterhält Brasilien neben einem Militärposten auch die Verwaltung des Nationalparks und im Osten einen unbesetzten Leuchtturm. Alle anderen Inseln sind unbebaut und ganzjährig unbewohnt.

Geschichte

Die Inseln wurden vermutlich 1503 von Amerigo Vespucci entdeckt. Wegen der zahlreichen Riffe galt diese Region unter Seefahrern als höchst gefährlich, insbesondere für die früheren Holzschiffe, wie zahlreiche dort versunkene Schiffe (Wracks) belegen. Der Name „Abrolhos“ dürfte daher auf eine der portugiesischen Sprache entnommenen Phrase – „abri vossos olhos – öffnet eure Augen“ – zurückzuführen sein.

Kontroversen

Im April 2019 genehmigte das Brasilianische Institut für Umwelt und Erneuerbare Natürliche Ressourcen (IBAMA) Ölbohrungen.[3]

Einzelnachweise

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