Absam

Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land, Tirol From Wikipedia, the free encyclopedia

Absam ist eine österreichische Gemeinde in Tirol mit 7333 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol. Absam ist ein Pilgerort am Jakobsweg, dessen Wallfahrtskirche im Jahre 2000 zur Basilica minor erhoben wurde.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Absam
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Absam
Absam (Österreich)
Absam (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Tirol Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 51,93 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 30′ O
Höhe: 632 m ü. A.
Einwohner: 7.333 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 141 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6067
Vorwahl: 05223
Gemeindekennziffer: 7 03 01
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dörferstraße 32
6067 Absam
Website: www.absam.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Schafferer (Bürgermeister Manfred Schafferer und Team – SPÖ und Parteiunabhängige)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(19 Mitglieder)
8
8
2
1
8 8 2 1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Absam im Bezirk Innsbruck-Land
Lage der Gemeinde Absam im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)KematenLansMilsNavisPatschPfaffenhofenRumSeefeldValsVölsTirol
Lage der Gemeinde Absam im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Basilika St. Michael
Basilika St. Michael
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schließen

Geografie

Absam liegt am Rande des Karwendelgebirges in der Nähe der mittelalterlichen Stadt Hall in Tirol und der Landeshauptstadt Innsbruck auf einer Höhe von 632 m ü. A. Höchster Punkt der Gemeinde ist der 2725 m hohe Große Bettelwurf. Absam gehört zu den MARTHA-Dörfern.

Berghütten

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Absam besteht aus der einzigen Katastralgemeinde und Ortschaft Absam, Ortsteile sind Absam Dorf und Eichat.

Nachbargemeinden

Scharnitz Vomp
Thaur Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gnadenwald, Baumkirchen
Hall in Tirol Mils, Fritzens

Geschichte

Ortsgeschichte

In der Zeit von 995 bis 1005 wird der Ort erstmals in den Traditionsbüchern des Hochstifts Brixen als „Abazânes“ bzw. „Abazanes“ genannt.[1] Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht ganz sicher:

  1. Das Wort kann eine Eindeutschung vom vulgärlateinischen Flurnamen *abbatiani = ‚dem Abt gehöriges Flurstück‘ sein. Die Genese: *abbatiani > Abazanes > Absan > Absam.
  2. Das Wort kann auf den keltischen Personennamen Abudios zurückgehen und als Ausgangswort *Abudianos (‚beim Landgut des Abudios‘) haben.[2]

In der Absamer Gegend setzte schon früh die Industrialisierung ein, besonders durch den Salzabbau im Halltal.

Marienerscheinung von 1797

Am 17. Jänner 1797 entdeckte die Bauerstochter Rosina Puecher an einer Fensterscheibe ein Marienbildnis, das einem schwarzen Kupferstiche ähnlich war. Es wurde bestätigt, dass der Hausbewohner nichts damit zu tun habe. Man hob den Fensterflügel aus und brachte ihn nach Innsbruck zur Untersuchung. Die Tatsache, dass genau in dieser Zeit großer Not (Seuche und Franzosenbelagerung) das Bildnis der Madonna im Glase sichtbar wurde, wurde als göttliches Zeichen gedeutet.[3]

Seither kamen und kommen unzählige Wallfahrer, um bei der Absamer Muttergottes Trost und Hilfe zu erbitten.

Bevölkerungsentwicklung

EinwohnerJahr100020003000400050006000700080001860189019201950198020102040EinwohnerEinwohnerentwicklung von Absam

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Melans
Schloss Krippach
Pfarrkirche Absam-Eichat
Sankt Magdalena im Halltal, im Hintergrund die Hüttenspitze

Wirtschaft und Infrastruktur

Sport

  • Wintersportmöglichkeiten: Rodelbahn, Absam-Schanzen und Langlaufloipen
  • Wanderweg von Absam ins Halltal, wo sich das ehemalige Kloster St. Magdalena und Relikte des Salzbergbaus befinden.

Verkehr

  • Öffentlicher Verkehr: Folgende VVT-Linien der Ledermair Verkehrsbetriebe und Firma Innbus (IVB) verkehren von und nach Absam und den Ortsteil Eichat:[5]
    • 3: HallEichatGnadenwald
    • 6: Hall – MilsEichat – Hall
    • 7: Hall – Eichat – Mils – Hall
    • 501: Innsbruck – RumThaurAbsam – Hall
    • 502: Innsbruck – Rum – Thaur – AbsamEichat
    • 503: Innsbruck – Rum – Thaur – AbsamEichat – Hall
    • 502N: Innsbruck – Rum – Thaur – AbsamEichat (Nachtbus: Eine Fahrt unter der Woche, Fünf am Wochenende)

Politik

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder, bis 1998 17 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1992–2004 Michael Mayr[11]
  • 2004–2021: Arno Guggenbichler (Bürgermeister Arno Guggenbichler und Team – SPÖ und Parteiunabhängige)[12]
  • seit 2021: Manfred Schafferer (Bürgermeister Arno Guggenbichler und Team – SPÖ und Parteiunabhängige)[13]

Wappen

Das 1965 verliehene Gemeindewappen zeigt eine Geige und das Gnadenbild der Basilika. Das Instrument erinnert an einen der berühmtesten Söhne der Gemeinde, den Geigenbauer Jakob Stainer, das Gnadenbild verweist auf die Marienerscheinung von 1797, die Absam zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Tirols werden ließ.[14]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

  • 2021: Arno Guggenbichler, Altbürgermeister
  • Jahr: Michael Mayr, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Sonstiges

Bildungszentrum der Sicherheitsakademie Absam

Literatur

  • Michael Laimgruber, Heinz Moser, Peter Steindl (Red.): Absam. Herausgegeben von der Gemeinde Absam, 2008.
  • Ingrid Rittler: Hausbriefe – eine Auswertung des Hausarchivs vom „Stindl“ in Absam. In: Andreas Oberhofer, Brigitte Strauß (Hrsg.): Bäuerliche Archive in Tirol. Perspektiven der Dokumentation, Erforschung und Erhaltung (= Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs. Band 54). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2025, ISBN 978-3-7030-6664-1, S. 195–217.
Commons: Absam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Absam – Reiseführer

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI