Acetonoxim

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Acetonoxim ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxime und der einfachste Vertreter der Ketoxime.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Acetonoxim
Allgemeines
Name Acetonoxim
Summenformel C3H7NO
Kurzbeschreibung

weißes, kristallines Pulver von charakteristischem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 127-06-0
EG-Nummer 204-820-1
ECHA-InfoCard 100.004.383
PubChem 67180
Wikidata Q16744025
Eigenschaften
Molare Masse 73,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,901 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

60 °C[2]

Siedepunkt

135–136 °C[2]

Löslichkeit

leicht in Wasser (330 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 228312317318350336373
P: 201210260280305+351+338+310308+313[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Acetonoxim kann durch Kondensation von Aceton mit Hydroxylamin unter Säurekatalyse (pH = 4–5), gewöhnlich durch Verwendung von Hydroxylaminhydrochlorid, gewonnen werden.[2]

Eigenschaften

Die mittels DSC bestimmte Zersetzungswärme beträgt −110 kJ·mol−1 bzw. −1500 kJ·kg−1.[3][4]

Verwendung

Die Verbindung dient als Ausgangsstoff in der Beckmann- und der Neber-Umlagerung.[2]

Sicherheitshinweise

Acetonoxim wurde 2015 von der EU gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) im Rahmen der Stoffbewertung in den fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (CoRAP) aufgenommen. Hierbei werden die Auswirkungen des Stoffs auf die menschliche Gesundheit bzw. die Umwelt neu bewertet und ggf. Folgemaßnahmen eingeleitet. Ursächlich für die Aufnahme von Acetonoxim waren die Besorgnisse bezüglich Umweltexposition, Exposition von Arbeitnehmern, hohem Risikoverhältnis (Risk Characterisation Ratio, RCR) und weit verbreiteter Verwendung sowie der möglichen Gefahren durch krebsauslösende, mutagene und sensibilisierende Eigenschaften. Die Neubewertung fand ab 2016 statt und wurde von Österreich durchgeführt. Anschließend wurde ein Abschlussbericht veröffentlicht.[5][6]

Einzelnachweise

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