Acyloine
Verbindungsklasse der organischen Chemie
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Acyloine sind eine Verbindungsklasse der organischen Chemie, die an benachbarten Kohlenstoffatomen eine Ketogruppe und eine Hydroxygruppe besitzen.[1] Es handelt sich also um α-Hydroxyketone. Sie sind also die aliphatischen Analoga und eine Sonderform der Benzoine, bei denen beide Reste R1 und R2 Arylreste (z. B. Phenylreste) sind.[2] Acyloine bilden intramolekulare Wasserstoffbrücken.
| Acyloine |
| Strukturformel von Acyloinen mit der charakteristischen α-Hydroxyketogruppe (blau markiert). Die Reste R1 und R2 sind Organyl-Reste (Alkyl-Reste, Aryl-Reste, Aklylaryl-Reste etc.); gestrichelt gezeichnet ist die Wasserstoffbrückenbindung zwischen dem Carbonyl-Sauerstoffatom und dem Wasserstoffatom der Hydroxygruppe. |
Nomenklatur
Vorkommen
Gewinnung und Darstellung
Synthetisch sind Acyloine durch eine Acyloin-Kondensation, also durch Einwirkung von Natrium oder Kalium auf Fettsäureester in Diethylether oder Benzol, zugänglich.[7] Aromatische Acyloine können durch eine Benzoin-Addition dargestellt werden.[1][8] Weiterhin bietet die Rubottom-Oxidation die Möglichkeit, aus Silylethern von Enolen Acyloine darzustellen. Auch die Oxidation von Ketonenolaten und weitere Verfahren sind bekannt.[9][10]
Eigenschaften und Reaktionen
Viele Oxidationsmittel wandeln Acyloine in α-Diketone um.[9] Im Alkalischen bilden Acyloine Endiolatanionen, die reduzierend wirken (z. B. auf Fehlingsche Lösung) und dabei zu 1,2-Diketonen oxidiert werden. Durch Reduktion von Acyloinen erhält man vicinale Diole.[11]