Adalbert Hoesle

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Adalbert Hoesle (* 1959) ist ein deutscher Künstler. Er bezeichnet sich selbst als Retrogradist und ließ sich diesen Begriff patentieren.

Leben

Hoesle erhielt eine Ausbildung zum Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin, danach studierte er Malerei in München und Nürtingen. 1998 gründete er die Arbeitsgemeinschaft Retrograde Strategien. Seit dem Jahre 2004 arbeitet er mit dem Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen zusammen. Im Jahre 2004 initiierte er das Projekt „Subduktive Maßnahmen - ZBO SdM / 052004“ anlässlich des 50. Jahrestags der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.[1] Von 2005 bis 2009 war er Mitinitiator des Projekts „>Artists for Tichy - Tichy for Artists<“ und Kurator der Stiftung Tichy Ocean, die das Werk des tschechischen Künstlers und Fotografen Miroslav Tichý (1926–2011) zugänglich macht. Im Jahre 2012 gründete er das Art research Lab (ARL).[2]

Er ist Erfinder des Kunstprojektes „Brain Painting“, dieses Verfahren gestaltet Bilder direkt aus EEG-Aufnahmen und wurde von Hoesle aus dem BCI-Verfahren (Brain Computer Interface, EEG-Gehirn-Computer-Schnittstellen) adaptiert. Die BCI-Technologie wird entwickelt, um körperlich behinderten Menschen zu helfen.[3] Programmiert wurde die Schnittstelle an der Universität Würzburg bei Andrea Kübler am Lehrstuhl für Psychologie I. Mit dieser Technik können auch an Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erkrankte am künstlerischen Leben teilnehmen, wie zum Beispiel Angela Jansen 2012 in der Kunsthalle Rostock im Rahmen der „Rostocker Synapse - pingo, ergo sum“.[4]

Projekte

Veröffentlichungen

  • Die Biberacher Rückgabe, Ausstellung 2013
  • Pingi ergo sum, Katalog, Ausstellung Kunsthalle Rostock, AEC Linz
  • Culture insurance no title no reception, Salon Verlag, Köln 2006
  • Rückbau eines Kokons. Erich Weiß Verlag, Bamberg 2005, ISBN 3-928591-75-4.
  • Über die Notwendigkeit des Bewahrens, St. Gallen, Vexer verlag, 1996

Einzelnachweise

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