Adam Ammour

deutscher Bobfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Adam Ammour (* 7. Juni 2001 in Gießen) ist ein deutscher Bobpilot. 2023 wurde er Juniorenweltmeister, 2024 Vizeweltmeister im Zweierbob und 2026 Europameister im Viererbob. 2026 gewann er Bronze im Zweierbob bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Adam Ammour
Adam Ammour in St. Moritz (2025)
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 7. Juni 2001 (24 Jahre)
Geburtsort Gießen, Deutschland
Gewicht 92 kg
Karriere
Disziplin Zweierbob, Viererbob
Position Pilot
Verein Eintracht Frankfurt
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
DM-Medaillen 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Bronze Mailand-Cortina 2026 Zweier
 Bob-Weltmeisterschaften
Silber Winterberg 2024 Zweier
Bronze Winterberg 2024 Vierer
Bronze Lake Placid 2025 Zweier
 Bob-Europameisterschaften
Gold Sigulda 2024 Zweier
Gold St. Moritz 2026 Vierer
Deutsche MeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2021/22 Altenberg Zweier
Bronze 2021/22 Altenberg Vierer
Gold 2023/24 Winterberg Zweier
Gold 2023/24 Winterberg Vierer
 Bob-Junioren-WM
Gold 2023 Winterberg Zweier
Silber 2023 Winterberg Vierer
Platzierungen im Bob-Weltcup
 Debüt im Weltcup 19. Februar 2023 (Sigulda)
 Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup Zweier 3. (2023/24, 2025/26)
 Gesamtweltcup Vierer 3. (2025/26)
 Gesamtweltcup Kombination 3. (2025/26)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Zweierbob 2 4 10
 Viererbob 2 1 5
letzte Änderung: 18. Januar 2026
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Herkunft und Jugend

Adam Ammours Vater, der aus Algerien stammt, kam nach Deutschland zu einem Ingenieursstudium. Seine Mutter stammt aus Marseille in Frankreich.[1] Ammour kommt aus Gießen. Er begann als Turner beim TSV Allendorf/Lahn. Bei einem Sportunfall brach er sich das Handgelenk und musste daraufhin das Turnen aufgeben. Sein acht Jahre älterer Bruder Issam Ammour, der seit 2015 als Anschieber aktiv ist,[2] brachte ihn zum Bobsport, zunächst als Mitglied beim TSV Klein-Linden. 2020 wechselte er nach Oberhof, wo er von Matthias Trübner, dem früheren Trainer von André Lange, ausgebildet wurde.[1]

Sportliche Karriere

Bei den Deutschen Meisterschaften 2022 in Altenberg gewann Ammour in Abwesenheit der Olympiateilnehmer mit seinem Bruder den Titel im Zweierbob und wurde im Vierer Dritter.[3] Nach zuvor zwei Siegen im Europacup gewann Ammour bei den Juniorenweltmeisterschaften 2023 in Winterberg mit Anschieber Benedikt Hertel den Titel im Zweierbob, dazu kam die Silbermedaille im Viererbob.[4] Damit qualifizierten sich Ammour/Hertel für die Männer-Weltmeisterschaft in St. Moritz am 24./25. Januar 2023. Dort stürzten sie, wobei sich Hertel schwere Brandwunden zuzog und bei ihm eine Hauttransplantation vorgenommen werden musste.[5] Sein Weltcup-Debüt feierte Adam Ammour zusammen mit seinem Bruder Issam als Anschieber am 19. Februar 2023 beim letzten Wettbewerb der Saison 2022/23 in Sigulda, wo sie auf Anhieb den vierten Platz belegten.[6]

In der nationalen Vorausscheidung sicherte sich Ammour einen Weltcup-Platz für die Saison 2023/24.[7] Sein Bruder ist seitdem festes Besatzungsmitglied.[2] Gleich bei den ersten Wettbewerben gelangen vordere Platzierungen, darunter mit dritten Rängen im Vierer in La Plagne[8] und im Zweier in Innsbruck zwei Podestplätze. Im November 2023 gewann er bei den Deutschen Meisterschaften, bei denen die beiden anderen Weltcup-Teams nicht am Start waren, beide Titel.[9]

Am 3. Februar 2024 gewann Ammour mit Hertel in Sigulda im Zweierbob sein erstes Weltcuprennen, und am Tag darauf gemeinsam mit seinem Bruder die Europameisterschaft. Am 17. Februar 2024 gewann er das Weltcup-Rennen im Zweierbob in Altenberg zusammen mit dem Anschieber Costa Laurenz, der mit Ammour seinen ersten Weltcup-Einsatz bekam und dabei auf Anhieb siegreich war.

Am 25. Februar 2024 wurde Adam Ammour in Winterberg Vizeweltmeister im Zweierbob. Anschieber war sein Bruder Issam, der zum ersten Mal bei einer Bobweltmeisterschaft fuhr. Es war das erste Mal in der Geschichte des Bobsports, dass bei einer WM ein Brüderpaar einen Podestplatz erreichte. Am 3. März 2024 gewannen die Brüder zusammen mit Benedikt Hertel und Rupert Schenk außerdem die Bronzemedaille im Viererbob.

In der Saison 2025/26 erreichte Adam Ammour in Lillehammer mit den Anschiebern Issam Ammour, Joshua Tasche und Costa Laurenz erstmalig im Viererbob Platz zwei in einem Weltcuprennen. Beim Weltcup in St. Moritz am 11. Januar 2026, welcher als Race-in Race auch als kontinentale Meisterschaft ausgetragen wurde, gewann er mit Issam Ammour, Joshua Tasche und Alexander Schaller als Anschieber erstmalig ein Weltcuprennen im Viererbob und gewann damit auch den Europameisterschaftstitel.[10]

Ammour startete zunächst für den BRC Thüringen, 2025 wechselte er zu Eintracht Frankfurt.[11]

Commons: Adam Ammour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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