Adolf Konrad
christlicher Gewerkschafter, Oberregierungsrat, als Politiker Mitbegründer der Bayerischen Volkspartei und der CSU und Mitglied des Bayerischen Landtags
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Adolf Konrad (* 1. März 1880 in Bergzabern; † 29. August 1968 in Nürnberg) war ein christlicher Gewerkschafter, Oberregierungsrat, als Politiker Mitbegründer der Bayerischen Volkspartei und der CSU und Mitglied des Bayerischen Landtags.
Ausbildung und Arbeit bis Ende des Ersten Weltkriegs
Konrad startete eine Schlosserlehre, die er 1896 abschloss. Fünf Jahre später startete seine ehrenamtliche Tätigkeit beim Katholischen Gesellenverein, bei den Christlichen Gewerkschaften und dann beim Bayerischen Eisenbahner-Verband. 1907 wurde er Bezirksleiter des Christlichen Metallarbeiter-Verbandes in Bayern. Von 1914 bis 1916 nahm er am Ersten Weltkrieg teil.
Werdegang und politische Tätigkeit
Nach dem Ersten Weltkrieg war er 1918 Mitbegründer der Bayerischen Volkspartei und von 1919 bis 1933 Mitglied des Bayerischen Landtags für die BVP. Zusätzlich übernahm er 1925 den Vorsitz der Christlichen Gewerkschaft in Bayern. Im Rahmen der Machtergreifung 1933 wurde er verhaftet[1], verlor er alle seine Ämter und wurde bis 1945 erneut mehrfach verhaftet. Er begann 1933 als Vertriebsleiter beim Sebaldus-Verlag zu arbeiten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er einer der Gründer der CSU und wurde 1946 Mitglied des Bayerischen Beratenden Landesausschusses, eines einberufenden Vorparlaments des Bayerischen Landtags. Im selben Jahr wurde er zunächst Abteilungsleiter im Landesarbeitsamt Nürnberg und dann bis 1949 Oberregierungsrat im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und sozialer Fürsorge. Bis 1964 engagierte er sich dann noch im genossenschaftlichen Sozialen Wohnungsbau im Freistaat und beim Sebaldus-Verlag.[2]
Auszeichnungen (Auswahl)
Weblinks
- Konrad, Adolf bavariathek.bayern beim Haus der Bayerischen Geschichte
- Nachlässe und Handakten von Personen der Zeitgeschichte hss.de der Hanns-Seidel-Stiftung, unter K - Adolf Konrad