Aeromagnetik

Erfassung von Parametern des Erdmagnetfeldes durch Überfliegen der Erdoberfläche From Wikipedia, the free encyclopedia

Aeromagnetik ist eine Methode der Aerogeophysik, die sich mit der Erfassung von Parametern des Erdmagnetfeldes durch das Überfliegen der Erdoberfläche befasst. Ein Flugzeug, Hubschrauber oder Drohne bewegt ein oder mehrere Magnetometer durch die Luft. Die Messwerte des bzw. der Magnetometer werden digital aufgezeichnet und ausgewertet.

Flugzeug mit Magneteometern an Flügelspitzen und am Heck
Hubschrauber mit einer Anordnung (engl. Array) von mehreren Magnetometern

Die Messungen könne auf verschiedene Art angelegt werden:

  • in Form von Messprofilen über geologisch interessanten Strukturen
  • als sich kreuzende Profile, um auch flächenhaft verteilte Daten zu erhalten
  • mäanderförmiges Abfliegen des Arbeitsgebietes
  • Befliegung in verschiedenen Flughöhen, um die Analysen auch in die dritte Dimension (Tiefe) des Untergrundes erweitern zu können.

Die aeromagnetischen Messungen können die Horizontal-, Vertikal- oder Totalintensität des Magnetfeldes erfassen, woraus man die Existenz und Mächtigkeit magnetisierter Gesteine anhand ihrer Suszeptibilität erschließen kann. Neben der Erforschung der Erdkruste (Magnetische Landesaufnahme) dienen sie auch für die Suche (Exploration) nach gewissen Lagerstätten.

Ergebnis der Magnetfeldmessung eines Gebietes: Es wird die Abweichung der gemessenen Stärke des Erdmagnetfeldes in nT (Nanotesla) angegeben. Zum Vergleich, das Erdmagnetfeld hat am Äquator eine nominelle Stärke von ca. 30 µT (Mikrotesla).

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