Agfamatic

Kameraserie von Agfa From Wikipedia, the free encyclopedia

Mit Agfamatic bezeichnete Agfa 1970 eine spezielle Kamera für die Instamatic-Kassette vom Typ 126 und ab 1972 sämtliche Kameras für diesen Filmtyp, mit Agfamatic Pocket zudem die Modelle für den Pocketfilm vom Typ 110 seit deren Erscheinen im Jahr 1973. Agfamatic war 1960 schon der Name der Agfa Optima auf dem kanadischen Markt.

Agfamatic (Filmtyp 126)

Vorgeschichte

Kodak stellte 1963 mit Instamatic eine besonders leicht einzulegende Kassette vor, die auch technisch unkundigen Personen einen unproblematischen Filmwechsel ermöglichte. Anstatt eine Lizenz zu nehmen, stellte Agfa aber stattdessen das System Agfa Rapid vor, welches die Handhabung zwar ebenfalls vereinfachte, jedoch nicht so weitreichend. Es geriet dadurch nur zu einem eingeschränkten Erfolg, woraufhin man sich bei Agfa schließlich doch zu einer Instamatic-Lizenz entschloss.

Iso-Pak (Vorläufer)

Agfa Iso-Pak

Als erste Kamera für die Instamatic-Kassette stellte Agfa 1968 die Iso Pak vor, sprach dabei aber noch nicht von einer Agfamatic. Sie besaß ein Meniskusobjektiv f/11 mit 42 mm Brennweite und eine Blitzwürfelaufnahme für den Typ N. Das Fixfokus-Objektiv reichte von 1,2 m bis ∞ und der Zentralverschluss vom Typ Agfa Parator bot zwei Belichtungszeiten. Dafür gab es einen Schieber in Kamerablickrichtung links am Objektiv mit den Symbolen Sonne für 180 s sowie Wolke und Blitz für 140 s. Da ein Blitzwürfel vom Typ N die Leitzahl 25 besaß, war die Belichtung für 2,3 m Entfernung korrekt und durfte mit dem Belichtungsspielraum des Films 1,5 m bis 3 m betragen.

Die Iso Pak entsprach der Designlinie der einfachen Rapid-Kameras. Ihre Bezeichnung resultiert aus der Agfa-Tradition, mit Einführung des isochromatischen Schwarzweißfilms gelangte der Namenszusatz „Iso“ nämlich in einige Kamerabezeichnungen. „Pak“ bezog sich auf die Filmkassette, die Kodak so nannte.[1]

Agfamatic

Aktion Teen '70

Ende der 1960er Jahre kam es in Mode, sich mit speziellen Marketing-Konzepten an die Jugendlichen zu wenden. So führte auch Agfa eine Untersuchung durch: Die Jugendlichen wünschten sich einen modischen Beutel, der keinesfalls nach „Opas Fototasche“ aussehen sollte. Die Kamera hingegen sollte einem professionellen Apparat ähneln, was seinerzeit ein schwarzes Gehäuse bedeutete. Die Verkaufsaktion Teen '70 fand dann vom 25. Mai bis zum 30. Juni 1970 statt, ihr Angebot bestand aus einem Set für 50 DM:

  • Tasche
  • Agfamatic
  • 2 Agfacolor-Filme
  • 1 Schwarzweißfilm
  • 3 Blitzwürfel
  • 2 Batterien

Die St. Tropez-Tasche bestand dabei aus Jeans-Stoff, diente als Verkaufsverpackung und bot zwei aufgesetzte Fächer sowie ein Abteil für nasse Badebekleidung.

Agfa bewarb die Aktion mit großen Aufwand. Dazu gehörten Anzeigen in Jugendzeitschriften, Werbefilme im Kino und Spots bei Radio Luxemburg sowie Ö3. Zudem unterstützte man den Handel massiv, was vom Dekorationsmaterial für das Schaufenster über Gewinnspiele bis hin zu Tipps reichte, wo Jugendliche zu finden sind.[2]

Agfamatic

Bei der Agfamatic selbst handelte es sich um eine einfache Plastikkamera mit einer nach Selenzelle aussehenden, aber funktionslosen Scheibe über dem Objektiv, um professionell zu wirken. Das schwarze Gehäuse trug einen verchromten Rahmen um die Frontseite. An der Kamera konnte nichts eingestellt werden, das einlinsige Objektiv f/12 mit 42 mm Brennweite arbeitete mit Fixfokus und der Zentralverschluss mit einer einzigen Belichtungszeit. Es gab einen Anschluss für N-Blitzwürfel, wobei zwei Batterien vom Typ V 825 PX[3] zur Zündung nach Öffnen der Rückwand in das Filmfach eingesetzt werden mussten. Die Entfernungsbereiche betrugen unverändert 1,2 m bis 3 m mit Blitzlicht und 1,5 m bis ∞ mit Umgebungslicht.[4]

Autostar X 126

Die im folgenden Jahr vorgestellte und einzeln angebotene Autostar X 126 entsprach der Agfamatic bis auf den Anschluss für die neuen X-Blitzwürfel, welche keine Batterie mehr für ihre Zündung benötigen. Da sich Typ N und Typ X in der Leitzahl nicht unterschieden, galt für die Entfernungsbereiche sowohl ohne, wie auch mit Blitz das Geleiche wie für die Agfamatic.[5]

Agfamatic 50 bis 300 sensor

Agfamatic 200 sensor
Agfamatic 300 sensor

1972 stellte Agfa dann mit der neuen Baureihe für den Instamaticfilm einen Verkaufsschlager vor, der nur noch von den Pocket-Modellen überboten wurde. Diesen Erfolg hatte sie vor allem ihrer Formgebung mit einem charakteristischen, 26 mm breiten umlaufenden Aluminiumband zu verdanken, welches von Schlagheck Schultes Design stammte.

Agfamatic 50

Das Einstiegsmodell Agfamatic 50 beschränkte sich auf ein einlinsiges Objektiv Agfa Colorstar f/11 mit 40 mm Brennweite und einen herkömmlichen Auslöser. Gegenüber der Autostar X 126 kam gerade einmal ein Schnellschalthebel hinzu, während sich an Belichtungszeit und Blitzwürfel nichts änderte. Infolgedessen galten auch hier die Entfernungsbereiche von 1,2 m bis ∞ ohne Blitzwürfel und von 1,5 m bis 3 m mit Blitzwürfel.

Agfa gab für die Kamera ein Preis von 53,90 DM an. Das Pendant Agfamatic 50 S unterschied sich nur durch die vollkommen schwarze Gestaltung ohne umlaufenden Metallstreifen.[6]

Agfamatic 100 sensor

Agfamatic 100 sensor mit Geschenkverpackung

Die Agfamatic 100 besaß das gleiche Objektiv wie die Agfamatic 50, sie unterschied sich aber durch den Sensor-Auslöser und zwei Belichtungszeiten. Letztere ließen sich mit den Wettersymbolen Sonne für 180 s und Wolken für 140 s mit einem Ring am Objektiv und somit direkt am Verschluss einstellen. Mit Aufstecken eines Blitzwürfels stellte sich die Blitzsynchronzeit 140 s ein und der Ring hatte keine Funktion mehr.[7]

Agfa gab 82,50 DM Verkaufspreis für die Agfamatic 100 an.

Agfamatic 200 sensor

Wettersymbole an der Agfamatic 200

Das Dreilinser der Agfamatic 200 vom Typ Agfa Agnar mit f/8,2 und 40 mm Brennweite brachte naturgemäß eine erheblich bessere Abbildungsqualität als die Objektive der kleineren Modelle. Es handelte sich aber ebenfalls um ein Fixfokus-Objektiv mit Entfernungsbereich von 1,2 m bis ∞, es konnte aber abgeblendet werden. Zusammen mit den beiden Belichtungszeiten ergaben sich so vier Einstellungen, die mit Wettersymbolen gekennzeichnet und mit einem Ring um das Objektiv auszuwählen waren.

Weitere Informationen Belichtungseinstellung, Symbol ...
Belichtungseinstellung
Symbol Belichtungszeit Blendenwert Bedeutung
Wolke 140 s 8,2 wolkig
Aufnahmen im Schatten
dunkle Sonne 180 s 8,2 verschleierte Sonne
Sonne 180 s 11 Sonne
Sonne und Wellen 180 s 16 grelle Sonne
(Meer oder Gebirge)
Schließen

Auf der Oberseite des Objektivtubus lagen die Symbole und an der Unterseite eine Entfernungsskala, die von 1 m bis 3,5 m reichte. Letztere kam nach Aufstecken eines Blitzwürfels zum Tragen. Dann stellte sich der Verschluss immer auf die Blitzsynchonzeit 140 s und man konnte mit dem Ring eine Entfernung einstellen. Damit verstellte sich dann die Blende, auf die Fokussierung hatte es keinen Einfluss. Weil im Falle der untere Grenze mit Blende 16 belichtet wurde, verringerte sie sich durch die größere Schärfentiefe aber von 1,2 m auf 1 m. Wenn der Blitzwürfel aufgebraucht war, dann erschien im Sucher ein rotes Warnsignal.[8]

Die Agfamatic 200 kostete bereits 110 DM.

Agfamatic 300 sensor

Agfamatic 300 sensor mit Blitzwürfel und Kassettenfilm
Agfamatic 300 sensor, Batteriefach (links neben dem Objektiv)

Ins Top-Modell Agfamatic 300 baute Agfa sogar eine vollelektronische Belichtungssteuerung ein, erkennbar an den beiden unübersehbaren Messaugen neben dem Sucher für die CdS-Zellen. Diese Steuerung sprach einen Paratronic-Verschluss an und benötigte zwei Knopfzellen für ihren Betrieb. Es handelte sich um eine Zeitautomatik, die Belichtungszeit passte sich bei stets voller Öffnung von 30 s bis 1300 s der Helligkeit an. Unterbelichtung zeigte eine rote Leuchtdiode im Sucher an. Beim Objektiv handelte es sich nur um ein Agnar f/8, es ließ sich aber fokussieren, wozu es – wie von der Agfa Optima seit langem bekannt – drei Symbole für Porträt, Gruppenaufnahme und Landschaft gab. An der Unterseite existierte es zudem eine Entfernungsskala für Blitzaufnahmen: Steckte man einen Blitzwürfel auf die Kamera, dann belichtete sie stets mit 130 s und blendete entsprechend der Entfernungseinstellung ab.[9][10]

Die Agfamatic 300 fiel mit 163 DM deutlich teurer als die 200 aus, weswegen sie nur selten gekauft wurde und keinen Nachfolger mehr erhielt. Sie empfahl sich zwar für Diafilme, da diese grundsätzlich genauer belichtet werden mussten. Davon machten aber nur ganz wenige Instamatic-Fotografen Gebrauch, so dass nur wenige Fotogeschäfte diese Filme vorrätig hielten.

Agfamatic 108 sensor und 208 sensor

Agfamatic 108 sensor mit General Electric Flip Flash

1978 stellte Agfa die Instamatic-Kameras von Blitzwürfeln auf Topflash um. Darauf deutete – wie von den Pocketkameras gewohnt – die „8“ in den Modellnummern hin, also 108 und 208; die Produktion der 300 Sensor endete ersatzlos, weil sich so teure Instamatic-Kameras nach Einführung des Pocket-Films so gut wie gar nicht mehr verkauften. Bei dieser Gelegenheit gestaltete man das Gehäuse ein wenig rundlicher, wodurch es modischer wirkte und gab ihm entsprechend der Optima 535 einen größeren Sucher. Davon abgesehen blieben die Kameras technisch unverändert.[11][12]

Agfamatic 55 C

Das kleinste Modell blieb von den Maßnahmen allerdings unberührt, es verlor lediglich den umlaufenden Metallstreifen. Bei der Namensänderung von 50 in 55 C deutete das „C“ (für Cube) auf den – nach wie vor vorhandenen – Blitzwürfelanschluss hin.[13]

Agfamatic pocket (Filmtyp 110)

Vorgeschichte

In den 1960er Jahren war bei den Kameraherstellern die Meinung populär, aufgrund der immer feinkörnigeren Filmmaterialien läge die Zukunft für Sucherkameras in kleineren Formaten als dem damaligen Standard 24 mm × 36 mm. So kam es zu Kameras für das Halbformat, etwa der Agfa Parat und auch schon zu 16-mm-Modellen, etwa der Rollei 16. Für letztere konfektionierten die großen Hersteller aber keine Filme, weswegen sie sich nicht durchsetzen konnten. Agfa bot im Hinblick auf die geringen Parat-Verkäufe solche Kameras gar nicht erst an. Die Situation änderte sich 1972, als Kodak seinen Pocketfilm vorstellte. Bei Agfa erkannte man dessen Bedeutung, nahm sofort eine Lizenz und bot als erster Fremdhersteller eine Eigenentwicklung an.[14]

Repito-matic

Video: Repito-matic

Für das Agfa Camerawerk München stand nicht die Gewinnerzielung im Vordergrund, vielmehr sollte es die den Filmverkauf mit seinen Kameras fördern. So konnte man die Pocketkameras von Kodak im technischen Aufwand überbieten und damit beachtliches Aufsehen erregen. Dies gelang mit der von Agfa als Repito-matic bezeichneten Einrichtung, ein Prinzip, welche es als „Teleskop-Schnellaufzug“ bereits an der Minox A gegeben hatte. Die Kamera konnte man zusammendrücken, dann waren der Sucher vorne und hinten sowie das Objektiv geschützt, und mit einem Schieber unten an der Kamera verriegeln. Das Entriegeln ließ die Kamera per Federkraft auseinander fahren. Nach dem Auslösen sorgte einmaliges Zusammendrücken zusätzlich für Filmtransport, Verschlussaufzug und Drehen des Blitzwürfels bzw. Spannen des Piezo-Zünders. Der zugehörige Werbeslogan lautete Ritsch-Ratsch-Klick und war seinerzeit in aller Munde. Mit der Repito-matic konnte man problemlos jede Sekunde ein Bild belichten.[15]

Sensor-Auslöser

Aufgrund ihres geringen Gewichts ließen sich Pocketkameras nicht so einfach wie eine Kleinbildkamera ruhig halten. Deswegen baute Agfa kein Pendant zur Agfamatic 500 und bot erst in der Preisklasse darüber etwas an. So konnten alle Agfa Pocketkameras mit dem Sensor-Auslöser ausgestattet werden, der ein so weiches Auslösen wie bei keiner anderen Pocketkamera ermöglichte.[15]

Diafilm

Agfa bot auch einen speziellen Diaprojektor für Pocket-Dias an, den Agfacolor Pocket. Er war baugleich mit den Modellen von Leitz und Liesegang, die drei Modelle unterschieden sich aber auf den ersten Blick durch ihre Gehäuse, wobei jenes von Agfa mit dem iF Product Design Award 1975 ausgezeichnet wurde. Sie nahmen ein Rundmagazin für 60 Dias auf und arbeiteten mit einer eigens entwickelten Kaltlicht-Halogenlampe 12 V mit 75 W, die nicht mit jenen aus Super-8-Projektoren identisch war. Der Agfacolor Pocket kostete etwa 365 DM.[16] Auch für Pocket-Diafilme waren Kameras mit Belichtungsmessung empfohlen. Damit ließen sich zwar einwandfreie Resultate erzielen, aber sie konnten sich dennoch nicht durchsetzen. Mitunter hielten sogar große Fotohändler keine Filme bereit und die Projektoren verschwanden bald wieder vom Markt.

Agfamatic 2000 pocket sensor bis 4000 pocket sensor

Agfamatic 2000 pocket sensor

Agfamatic 2000 Pocket

Agfa stellte die Agfamatic 2000 am 2. Oktober ausgewählten Fachjournalisten im Bayer-Hochhaus vor[15] und brachte sie zum Weihnachtsgeschäft 1973 in den Handel.[17] Die Kamera bot man in einer Kunststoff-Geschenkbox mit orangeroten Unterteil und Klarsichtdeckel an. In einer schwarzen Sortiereinlage lagen darin die Kamera, eine Metall-Trageschlaufe, ein Blitzwürfel, der Extender für den Blitzwürfel und ein Agfacolor-Film mit 12 Aufnahmen. Das große Set enthielt zusätzlich einen weichen Kunstlederbeutel für die Kamera. Später kam noch das Autoset hinzu, ein Kunstlederetui für das kleine Set zuzüglich Notizblock und Kugelschreiber. Die Verpackung hat ebenfalls Schlagheck Schultes Design gestaltet, wobei die Kamera den iF Product Design Award 1974 erhielt.

Die Kamera maß 112 mm × 53 mm × 27 mm. Ihre verchromten Gehäuseteile bestanden aus Kunststoff, fühlten sich aber wie Metall an, und der Leuchtrahmensucher gehörte zu den besten seiner Art.[15] Bei einem Verkaufspreis von 105 DM für das kleine Set musste die Kamera aber noch auf einen Belichtungsmesser verzichten. Entsprechend der Agfamatic 100 gab es mit Sonne und Wolke zwei Wettersymbole, hier mit den Belichtungszeiten 1100 s für Sonne und 150 s für Wolke. Für den Blitzbetrieb konnte ein X-Blitzwürfel aufgesteckt werden, wobei der dem Set beiliegende Extender rote Augen vermied. Einen verbrauchten Würfel ließ im Sucher einen unübersehbaren roten Balken erscheinen, der von der Mitte der rechten Bildrands bis zum Zentrum reichte. Beim Objektiv handelte es sich aber nicht um ein Einlinser, sondern wie bei der Agfamatic 200 um ein Dreilinser, nämlich ein Agnar f/9,5 mit 26 mm Brennweite. Da sich Objektive für das kleine Bildformat deutlich preisgünstiger fertigen ließen, als für 35-mm-Film, lohnte es sich an dieser Stelle nicht zu sparen. So ermöglichte die Kamera eine hervorragende Bildqualität.[18][19]

Agfamatic 3000 pocket sensor

Mit dem gleichen Gehäuse wie die 2000 ergänzte im Frühjahr 1976 die Agfamatic 3000 das Programm, war aber nicht sonderlich gefragt. Weil die 2000 schon mit einer einwandfreien Optik glänzte, konnte das ebenfalls dreilinsige Agnar f/6,5 mit 26 mm Brennweite die Bildqualität nämlich nicht überbieten. Entsprechend der Agfamatic 200 gab es vier Wettersymbole, die auch hier aus der Kombination von zwei Blenden und zwei Belichtungszeiten zustande kamen.

Weitere Informationen Belichtungseinstellung, Symbol ...
Belichtungseinstellung
Symbol Belichtungszeit Blendenwert Bedeutung Entfernungsbereich
(gemäß Bedienungsanleitung)
Wolke 150 s 6,5 wolkig
Aufnahmen im Schatten
2 m bis ∞
dunkle Sonne 1100 s 6,5 verschleierte Sonne 2 m bis ∞
Sonne 1100 s 11 Sonne 1,2 m bis ∞
Sonne und Wellen 1100 s 16 grelle Sonne
(Meer oder Gebirge)
1,2 m bis ∞
Schließen

Steckte man einen Blitzwürfel auf, dann konnte man mit dem Schieber für die Belichtungseinstellung 1,2 m, 2 m und 4 m Entfernung einstellen und damit drei Blenden wählen. Die Agfamatic 3000 gab es ebenfalls als kleines und großes Set, nicht aber als Autoset. Ersteres kostete etwa 150 DM[20] und für den Mehrpreis bekam der Fotograf gerade einmal ein etwas lichtstärkeres Objektiv, eine präzisere Blitzbelichtung und zwei zusätzliche Belichtungseinstellungen geboten.[21]

Agfamatic 4000 pocket sensor

„Ritsch-Ratsch-Klick!“ – Agfamatic 4000

Gemeinsam mit der 3000 erschien im gleichen Gehäuse und in identischer Verpackung die Agfamatic 4000. Es handelte sich nach der 2000 um das zweitbedeutendste Modell unter den Agfa Pocketkameras und kombinierte das Agnar f/6,5, 26 mm mit einem elektronisch gesteuerten Verschluss und einer dreistufigen Entfernungseinstellung. Dies geschah mit den von der Agfa Optima seit langem bekannten Symbolen für Porträt-, Gruppen- und Landschaftsaufnahme, welche sich auf dem gleichen Schieber befanden wie die Wettersymbole bei der 3000. Ebenso ließ sich bei aufgestecktem Blitzwürfel die Blitzbelichtung auf 1,2 m, 2 m und 4 m einstellen, diese Werte befanden sich in blauer Schrift auf der rechten Seite des Schiebers.

Der Paratronic-Verschluss funktionierte ebenso wie bei der Agfamatic 300, arbeitete aber im Bereich von 15 s bis 1500 s. So konnte man auch die 4000 für Nachtaufnahmen verwenden, wozu es einen Drahtauslöseranschluss neben dem Sensor-Auslöser gab – unter 130 s warnte eine rote LED im Sucher vor Verwackelungen. Der technische Fortschritt erlaubte es der elektronischen Steuerung, mit einer Sensorzelle anstatt noch zwei Zellen bei der 300 auszukommen. Sie befand sich neben dem Sucher und war auch bei geschlossener Kamera sichtbar. Die beiden Batterien lagen in einem Träger, den man an der Unterseite der Kamera herausziehen konnte.[22]

Die 4000 kostete etwa 205 DM.[20]

Natarix-Vorsatz

Für die Modelle 2000, 3000 und 4000 gab es ein Vorsatz, der für Nahaufnahmen von 50 cm bis 100 cm Entfernung auf den beweglichen Teil des Gehäuses aufgesteckt werden konnte. Vor dem Objektiv befand sich dann eine Nahlinse, vor dem Sucher ein Plexiglaskeil, welche den Parallaxenausgleich ermöglichte. Für Blitzaufnahmen musste ein eingebauter Graufilter vor die Aufnahmelinse geschoben werden, an den dann ein roter Pfeil im Sucher erinnerte.

Agfamatic pocket Lux

1975 bot Agfa mit dem Agfamatic Pocket Lux ein Elektronen-Blitzgerät speziell für den Anschluss an Agfa Pocket Kameras an. Dabei wurde das Blitzgerät mittels einer Rändelschraube im Stativgewinde an der rechten Kameraseite befestigt und sein Kabel mit dem Blitzwürfelanschluss verbunden. Das Gerät nahm vier AAA-Batterien auf, die etwa 6 s Blitzfolgezeit ermöglichten. Die Bedienelemente beschränkten sich auf den Einschalter und einen Testauslöser.

Agfamatic 1000 pocket sensor und 1000 S pocket sensor

„Ritsch-Ratsch-Klick!“ – Agfamatic 1000

1974 ergänzte Agfa auch das Pocketkamera-Programm nach unten, wobei die Kosten keine Repto-matic erlaubten. Bei der Agfamatic 1000 erfolgten Filmtransport und Aufziehen des Auslösers mittels eines Schiebers auf der Kameraunterseite, was sehr an die Kameras von Kodak erinnerte. Dadurch fiel die Kamera mit den Maßen 105 mm × 48 mm × 28 mm etwas kleiner aus. Sie war aber im Design an die größeren Agfa-Modelle angelehnt. Zum Fotografieren zog der Fotograf nämlich die eigentliche Kamera seitlich aus dem geschwärzten Metallgehäuse bis zur Raste heraus, so dass Schieber, „Sensor-Auslöser“ und Blitzwürfelanschluss zugänglich wurden. Durch das Herausziehen wurde auch der im Gehäuse befindliche Sucher freigeben. Zum Filmwechsel musste das Kamerateil dann bis zu einer weiteren Raste herausgezogen werden, um die Rückwand aufklappen zu können. Einstellmöglichkeiten gab es an der 1000 keine. Der Verschluss arbeitete nur mit einer einzigen Belichtungszeit bei voller Öffnung. Beim Objektiv handelte es sich um das Agnar f/9,5 mit 26 mm Brennweite und es gab auch hier eine Aufnahme für X-Blitzwürfel. Die Agfamatic 1000 kostete etwa 75 DM.[20]

Von der Agfamatic 1000 pocket existierten zwei Gehäuseausführungen. Bei der früheren Version verdeckte das Gehäuse im zusammengeschobenen Zustand den Auslöser. Bei der späteren Version blieb der Sensor auch in zusammengeschobenem Zustand durch ein rundes Schauglas im Gehäuse sichtbar.[23]

Optima pocket

Agfa Optima 5000

Anfang 1975 kam noch das Topmodell mit Programmautomatik hinzu. Während die 4000 nur die Belichtungszeit bei voller Objektivöffnung variierte, wurden hier Belichtungszeit und Blende verändert. Dies hieß entsprechend der Agfa-Tradition Optima, wobei man auf die Bezeichnung Agfamatic verzichtete.

Optima 5000 pocket senor

Die Optima 5000 besaß stets schwarze Aluminiumteile, wodurch sie seinerzeit professioneller wirkten. Dies unterstrich auch ihre Geschenkverpackung, die zwar ebenfalls eine aufklappbare Box war, aber ganz in Schwarz gehalten und mit einem hell beflockten Sortiereinsatz. Auch hier gab es zwei Varianten, das kleine Set bestand aus Kamera, Metall-Trageschlaufe, zwei Blitzwürfel und einen Film. Ganz überwiegend wurde aber das Set mit dem Blitzgerät Optima Pocket Lux anstatt den Blitzwürfeln gekauft. Dann kostete sie etwa 290 DM.[20] Das Blitzgerät fiel mit Leitzahl 14 erheblich lichtschwächer als ein Blitzwürfel aus, kam dafür aber mit zwei Microzellen aus und konnte dadurch kompakt gehalten werden. Das lichtstarke Objektiv ermöglichte dennoch 5 m Reichweite. Zum Ansetzen des Blitzgerätes musste man die Stativgewinde-Platte seitlich am Gehäuse abziehen, dann kam ein spezieller Blitzschuh zum Vorschein. Ein Gewinde im Blitzgerät erlaubte es dennoch, anschließend ein Stativ zu verwenden. Mit Blitzwürfel konnten 9 m erreicht werden, wobei man auch Blitzgerät und -würfel gleichzeitig verwenden konnte.[15]

Der wesentliche Unterschied zur Agfamatic 4000 lag im vierlinsigen Objektiv f/2,7 mit 26 mm Brennweite, mit dem man bei deutlich weniger Licht fotografieren konnte. Wie bei allen Optima-Kameras gab es dazu die bekannten drei rastenden Symbole Porträt, Gruppe und Landschaft, aber auch eine Entfernungsskala, hier mit einem großen Rad oben auf der Kamera, das von 0,8 m bis ∞ reichte. Die Belichtungssteuerung arbeitete von 15 s bis zu 11000 s, sie signalisierte mit einer roten LED im Sucher Verwackelungsgefahr und mit einer grünen genügend Helligkeit für Freihandaufnahmen. Für die Stromversorgung sorgten drei Knopfzellen, die sich links neben der Filmkassette befanden. Die Kamera maß 132 mm × 57 mm × 27 mm und war damit etwas länger als die aus den gleichen Komponenten aufgebaute Serie 2000 bis 4000. Damit lagen die Abmessungen bereits an der Grenze des Akzeptablen, was insbesondere im Vergleich zur allerdings teureren Rollei A 110 auffiel.[24]

Optima 6000 pocket sensor

Die 6000 erschien erst im Sommer 1975 und unterschied sich von der 5000 durch ihr mehrschichtenvergütetes, allerdings ebenfalls vierlinsiges Objektiv Solinar S anstatt Solinar sowie dem Selbstauslöser. Dieser arbeitete mechanisch, er wurde mit dem Filmtransport aufgezogen und aktiviert, sobald man einen Schieber unten an der Kamera betätigte.[25]

Agfamatic 2008 pocket sensor bis 4008 pocket sensor

Agfamatic 2008
Agfamatic Pocket Lux 234

Mit dem Übergang zum Topflash konnte Agfa nun auch auf die Blitzwürfel-Verlängerung zur Vermeidung des Rote-Augen-Effekts verzichten. Als erstes bekamen im Herbst 1975 die Modelle 2000, 3000 und 4000 diesen Anschluss, wobei die „8“ in der Bezeichnung auf die acht Blitzbirnchen im Topflash hindeuten sollte. Das BlitzgerätPocket Lux dem neuen Blitzanschluss nannte sich Pocket Lux 234.

Agfamatic 5008 makro pocket sensor und 6008 makro pocket sensor

Da die Optima 5000 und 6000 vorzugsweise mit dem Blitzgerät betrieben wurde, beließ Agfa bei diesen Modellen noch längere Zeit beim Blitzwürfelanschluss. Erst 1977 folgten die Topflash-Varianten. Dabei entfiel erstmals bei einer Agfa Programmautomatik-Kamera der Begriff Optima – allerdings war eine solche Automatik inzwischen nicht mehr so ungewöhnlich, als dass ein Hinweis in der Modellbezeichnung erforderlich gewesen wäre. Die beiden Apparate hießen nun Agfamatic 5008 Makro Pocket und 6008 Makro Pocket. Sie erfuhren im Gegensatz zu den kleinen Modellen erheblich weitreichendere Modifikationen, als lediglich die Umrüstung auf den Topflash-Anschluss.

Äußerlich fiel das neue Entfernungseinstellrad auf, welches nun aus Plexiglas bestand, unter dem eine feststehende Skala lag. Diese reichte jetzt bis 0,5 m anstatt bisher nur 1 m. Weil aus solch kurzen Aufnahmeentfernungen erhebliche Parallaxen resultierten, also der Sucher bei weitem nicht mehr das korrekte Bild gezeigt hätte, schwenkte eine Mechanik den Sucher mit der Entfernungseinstellung mit. Für deren Teile musste die Plastikkappe auf der Kameraoberseite angehoben werden, wodurch die Kamera etwas dicker ausfiel. Diese Mechanik erlaubte es auch, mit einfachen Mitteln eine Entfernungsanzeige im Sucher zu realisieren: Ein Zeiger bewegte sich an seiner Oberseite über die Symbole für Landschaft, Gruppe, Porträt und Makro, letzteres stellte eine Blume dar.

Zusätzlich gab es eine Plastik-Nahlinse unter der kleinen Metallkappe neben dem Objektiv, welche mit einem kleinen Schieber aktiviert werden konnte und nach Zusammendrücken der Kamera wieder in seine Ruhestellung gebracht wurde. Mit dieser Nahlinse konnte man im Bereich von 0,5 m bis 0,25 m fotografieren, wozu es aber keine zusätzliche Skala auf dem Einstellrad, sondern nur eine an der Gehäuseunterseite aufgeklebte Vergleichstabelle gab. Die Entfernung 0,25 m konnte man mit der Trageschlaufe ermitteln, welche sich zu diesem Behufe teilen ließ, sonst benötigte man ein Maßband. Das Blitzgerät ließ sich in Kombination mit der Makrolinse ebenfalls verwenden, dann musste man einen lichtundurchlässigen Vorsatz auf seinen Reflektor setzen, der nur eine kleine Öffnung besaß. Darüber hinaus musste beachtet werden, dass sich das Sucherbild nach rechts verschob, wozu es eine kleine Markierung am Leuchtrahmen gab. Bei den Makroaufnahmen bereitete allerdings die mangels Andruckplatte prinzipbedingt miserable Planlage der Pocketkassette bereits Probleme. Sie verhinderte eine präzise Einstellung der Entfernung.

Die Unterschiede zwischen 5008 und 6008 bestanden unverändert im Objektiv und dem – nach wie vor mechanisch ablaufenden – Selbstauslöser.

Agfamatic tele-pocket

Agfamatic 2008 tele pocket
Agfamatic 4008 tele pocket, Objektiv in Normalstellung
Agfamatic 4008 tele pocket, Objektiv in Telestellung

Um die allmählich nachlassenden Verkäufe zu beleben, stellte Agfa von den Modellen 1008, 2008 und 4008 noch Modelle mit zuschaltbarer Vorsatzlinse vor, um einen Teleeffekt zu erzielen. Dies ging mit einem Schieber oben auf der Kamera vonstatten. Die 1008 Tele-Pocket besaß nur das simple Optar f/11 mit 32 mm Brennweite der 508, dessen Brennweite auf 43 mm erhöht werden konnte. Bei der 2008 Tele-Pocket konnte zwischen 26 mm und 43 mm gewählt werden. Das Agnar f/5,8, 26 mm der 4008 Tele-Pocket konnte auf 47 mm Brennweite umgeschaltet werden.

Agfamatic motor

Agfamatic 901 E motor
Blitzgerät Agfamatic Lux 901

Auf der Photokina 1978 stellte Agfa die letzte Generation neuentwickelter Pocketkameras vor und erlangte damit viel Beachtung. Man hatte nämlich die Repitomatic durch einen Elektromotor ersetzt. Und ein motorischer Filmtransport war seinerzeit bei Kompaktkameras noch außergewöhnlich. Für die Stromversorgung reichten zwei Microzellen aus, da zum einen der Film bei dem kleinen Aufnahmeformat nicht allzu viel bewegt werden musste und zum anderen die Geschwindigkeit nur 0,8 Bilder/s betrug. Allerdings sah man es den Kameras bereits an, dass die Fertigung in Deutschland inzwischen teuer geworden war und das Kamerawerk München allmählich Probleme bekam, rentabel zu produzieren. Das Gehäuse bestand nun vollkommen aus Kunststoff und es gab nur einfach ausgestattete Modelle, obwohl die Kombination von Motorantrieb und lichtstarkem Objektiv nahegelegen hätte.

Das einfachste Modell Agfamatic 901 Motor kostete etwa 120 DM und besaß wie von der 2008 gewohnt, zwei Wettersymbole, die auch hier die Belichtungszeit von 150 s auf 1100 s umschalteten. Auch die Motor-Pocket konnte mit Topflash blitzen, der Anschluss dafür befand sich nun aber seitlich vor dem Stativgewinde. Dort konnte man auch die speziellen Blitzgeräte anschließen, das Agfamatic Lux 901 mit eigener Stromversorgung durch zwei Microzellen oder das 901 Minilux, welches seine Energie aus den Kamerabatterien bezog. Letzteres fiel sehr klein aus, besaß aber nur Leitzahl 10 und war vor allem für die Verwendung der ebenfalls neuen ISO 400/27°-Filme gedacht. Die 901 produzierte Agfa nicht nur in schwarz, sondern auch die Sonderserie Bayern mit einem weißblauen Muster und verschiedene Werbemodelle, etwa für BMW (mit BMW-Logo oder der Fahrzeugsilhouette des 745i), Coca-Cola oder John Player. Auch gab es silber, weiß, rot, hellblau und oliv lackierte 901.

Die stets schwarze Agfamatic 901 S Motor kostete etwa 150 DM und wies entsprechend der 3008 vier Wettersymbole auf. Außerdem gab es vor dem Auslöser einen länglichen Druckschalter, mit dem an die Kamera auf Serienaufnahmen umschalten konnte, was bei dem langsamen Motor allerdings keinen praktischen Nutzen brachte.

Das Top-Modell Agfamatic 901 E Motor besaß ein dreilinsiges Apotar f/6,3 mit 27 mm Brennweite und entsprechend der 4008 einen elektronischen Verschluss. Sie kostete etwa 200 DM und gab es in Schwarz, Beige, Blau und Silber. Die 901 SE von 1980 beschränkte sich dann auf ein lichtschwächeres Objektiv mit f/8.

Agfamatic 508 pocket sensor und 1008 pocket sensor

Agfamatic 508

Die 1000 verwandelte sich erst im Frühjahr 1979 in die 1008 und bekam dabei das Gehäuse der größeren Modelle mit Repito-matic.[26] Bei dem beweglichen Gehäuseteil handelte es sich allerdings nur um lackierten Kunststoff. Die später hinzugekommene 508 unterschied sich durch ein sehr einfaches Objektiv Optar f/11 mit 32 mm Brennweite.[27][28]

Umbenennungen

Im Sommer 1982 sind dann noch einige Kameras umbenannt worden, bei den Modellen Sport (in rot oder blau) und Tramp handelte es sich um die 901 Motor, bei der Star um die 901 SE, bei der Traveller (unverbindliche Preisempfehlung 125 DM) um die 3000 Flash, der easy (95 DM) um die 2000 Flash und der mini (46 DM) um die 508. All diese Modelle hatten aber keine nennenswerte Bedeutung mehr, da die Zeit der Pocketkamera inzwischen vorüber war.

Revue pocket 50 bis Revue pocket 450

Revue pocket 450
Revue pocket 450

Ab 1977 produzierte Agfa für FOTO-QUELLE unter deren Handelsmarke Revue die Modelle Revue Pocket 50, Revue Pocket 250, Revue Flash Pocket 300, Revue Pocket 350 und Revue Pocket 450. Sie gelangten hauptsächlich auf den deutschen Markt. 1979 kam noch die Revue Tele Pocket 150 hinzu.

Diese Kameras waren im Wesentlichen mit den Agfa-pocket-Modellen baugleich. Da es sich aber nicht um Agfa-Kameras handelte, besaßen sie keine Repito-matic und anstatt des orangen Sensorauslöser einen grünen Auslöser in quadratischer Form. Zwar lief der Filmtransport ebenfalls durch zusammendrücken ab, die Kamera ging aber nicht durch Federkraft wieder auseinander. Deswegen gab es auch keine Verriegelung für die Transportstellung. Außerdem bestanden die Metallteile des Gehäuse bei den Original-Agfa-Kameras hier aus Kunststoff. Für diese Kameras gab es zwei unterschiedliche Blitzgeräte, Revuetronic 200 und Revuetronic 220.

Nach dem Ende des Agfa Camerawerks kam die Revue Pocket 50 dann aus indischer und die Revue Flash Pocket 350 aus portugiesischer Fertigung. Die Revue Pocket Flash 200 war zwar in Bezeichnung und Design den Agfa-Modellen ähnlich, stammte aber nicht von Agfa.

Agfa Colour King 100 tele bis Agfa Colour King 400

Dixons Retail verkaufte bis auf die Beschriftung identische Revue-Kameras ab 1979 in Großbritannien. Dabei entsprach die Agfa Colour King 100 tele der Revue Tele Pocket 150, die Agfa Colour King 200 der Revue Pocket 250 und die Agfa Colour King 400 der Revue Pocket 450.

Galerie

Literatur

  • Günther Kadlubek, Rudolf Hillebrand: AGFA – Geschichte eines deutschen Weltunternehmens von 1867 bis 1997. 2. Auflage, Verlag Rudolf Hillebrand, Neuss 1998, ISBN 3-89506-169-7.
  • Silke Fengler: Entwickelt und fixiert : zur Unternehmens- und Technikgeschichte der deutschen Fotoindustrie, dargestellt am Beispiel der Agfa AG Leverkusen und des VEB Filmfabrik Wolfen (1945 - 1995) Klartext Essen, 2009, ISBN 978-3-8375-0012-7
Commons: Agfamatic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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