Ahornis
Ortsteil von Münchberg, Landkreis Hof, Oberfranken, Bayern, Deutschland
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Ahornis ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Ahornis liegt in der Gemarkung Poppenreuth.[3]
Ahornis Stadt Münchberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 12′ N, 11° 42′ O |
| Höhe: | 619 m ü. NHN |
| Einwohner: | 145 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95213 |
| Vorwahl: | 09256 |
Lage von Ahornis in Münchberg
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Gustav-Adolf-Kirche | |
Geografie
Das Pfarrdorf ist allseits von Acker- und Grünland umgeben. Unmittelbar östlich entspringt der Gemeindebach, ein rechter Zufluss des Enziusbaches. Gemeindeverbindungsstraßen führen an Ziegenrück vorbei nach Obersauerhof (1,2 km südwestlich), nach Ahornis-Kuppel (0,5 km südlich), nach Maxreuth (1,3 km nordöstlich) und nach Ahornismühle (0,8 km nördlich).[4] Nordöstlich des Dorfes steht die Prinzregentenulme, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist und zu Ehren des Prinzregenten Luitpold von Bayern gepflanzt wurde.[5]
Geschichte
Ahornis wurde in der letzten Phase des fränkischen Landesausbaus im 12. Jahrhundert[6] planmäßig als Rundling angelegt, wie man in der Bayerischen Uraufnahme noch gut erkennen kann.[7] Im Jahr 1373 erwarb der Nürnberger Burggraf Friedrich V. von Brüdern Friedrich, Erhard und Babo von Sparneck u. a. Güter in Ahornis.[8] In einer Beschreibung des burggräflichen Amtes Münchberg des Jahres 1408 bestand das Dorf aus 5 Höfen, 20 Gütern und 11 Sölden.[5] Der Ort wurde früher auch „Marles“ genannt.[9]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ahornis aus 31 Anwesen (1 Hof, 8 Halbhöfe, 3 Dreiachtelhöfe, 10 Einviertelhöfe, 10 Tropfhäuser) und einer Zollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.[10]
Von 1797 bis 1810 unterstand Ahornis dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Ahornis dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Wüstenselbitz und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Wüstenselbitz zugewiesen. 1848 kam Ahornis an die neu gebildete Ruralgemeinde Poppenreuth.[11] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ahornis am 1. Juli 1972 nach Münchberg eingemeindet.[12]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Ahornis war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Münchberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[10] In den 1930er Jahren wurde Ahornis Sitz einer Pfarrei.[22]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 7.
- Johann Kaspar Bundschuh: Ahornes. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 24 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Georg Paul Hönn: Ahornus. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 223 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 3.
Weblinks
- Ahornis in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. März 2025.
- Ahornis in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. März 2025.
- Ahornis im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. März 2025.
