Ahornis

Ortsteil von Münchberg, Landkreis Hof, Oberfranken, Bayern, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Ahornis ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Ahornis liegt in der Gemarkung Poppenreuth.[3]

Schnelle Fakten Stadt Münchberg ...
Ahornis
Koordinaten: 50° 12′ N, 11° 42′ O
Höhe: 619 m ü. NHN
Einwohner: 145 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95213
Vorwahl: 09256
Karte
Lage von Ahornis in Münchberg
Gustav-Adolf-Kirche
Gustav-Adolf-Kirche
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Geografie

Das Pfarrdorf ist allseits von Acker- und Grünland umgeben. Unmittelbar östlich entspringt der Gemeindebach, ein rechter Zufluss des Enziusbaches. Gemeindeverbindungsstraßen führen an Ziegenrück vorbei nach Obersauerhof (1,2 km südwestlich), nach Ahornis-Kuppel (0,5 km südlich), nach Maxreuth (1,3 km nordöstlich) und nach Ahornismühle (0,8 km nördlich).[4] Nordöstlich des Dorfes steht die Prinzregentenulme, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist und zu Ehren des Prinzregenten Luitpold von Bayern gepflanzt wurde.[5]

Geschichte

Ahornis wurde in der letzten Phase des fränkischen Landesausbaus im 12. Jahrhundert[6] planmäßig als Rundling angelegt, wie man in der Bayerischen Uraufnahme noch gut erkennen kann.[7] Im Jahr 1373 erwarb der Nürnberger Burggraf Friedrich V. von Brüdern Friedrich, Erhard und Babo von Sparneck u. a. Güter in Ahornis.[8] In einer Beschreibung des burggräflichen Amtes Münchberg des Jahres 1408 bestand das Dorf aus 5 Höfen, 20 Gütern und 11 Sölden.[5] Der Ort wurde früher auch „Marles“ genannt.[9]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ahornis aus 31 Anwesen (1 Hof, 8 Halbhöfe, 3 Dreiachtelhöfe, 10 Einviertelhöfe, 10 Tropfhäuser) und einer Zollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.[10]

Von 1797 bis 1810 unterstand Ahornis dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Ahornis dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Wüstenselbitz und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Wüstenselbitz zugewiesen. 1848 kam Ahornis an die neu gebildete Ruralgemeinde Poppenreuth.[11] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ahornis am 1. Juli 1972 nach Münchberg eingemeindet.[12]

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 15: Bauernhaus[13]
  • Haus Nr. 68: Gustav-Adolf-Kirche[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 179918121819186118711885190019251950196119701987
Einwohner 156 *247 262388358304291223263198198 +145
Häuser[14] 35 *453944443745 +47
Quelle [9][11][15][16][17][18][19][20][21][22][23][1]
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inklusive Kuppel

Religion

Ahornis war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Münchberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[10] In den 1930er Jahren wurde Ahornis Sitz einer Pfarrei.[22]

Literatur

Commons: Ahornis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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