Aida Stuckering
deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
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Aida Stuckering (auch Aida Stukering und Aida Tränkner; * 1896 oder 1897 in Hannover; † 1983)[1][2] war eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin. Sie war die erste feste Synchronstimme von Greta Garbo und sprach sie in drei Filmen.
Zivilporträt
Atelier Willinger, Wien
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Wirken
Aida Stuckering war an Theatern in Magdeburg, Essen und Düsseldorf tätig.[1] In den 1920er Jahren lebte sie eine Zeit lang in den Gebäuden des ehemaligen Karmeliterklosters in Frankfurt am Main.[3] Nachdem sie dort in Joseph von Eichendorffs Die Freier zu sehen war, wurde sie von Ernst Legal ans Staatliche Schauspielhaus in Berlin geholt, wo sie die gleiche Rolle ein weiteres Mal spielte.[1] Später arbeitete sie am Volkstheater in Wien.[4]
Für die SÜWRAG sprach Stuckering 1925 „Die Jugend“ in einer Hörspielfassung von Ferdinand Raimunds Der Bauer als Millionär.[5] Eine weitere Hörspielrolle folgte 1927 in Francesca von Rimini von Silvio Pellico.[6] Der Sendeplatz von Letzterem trug die Bezeichnung „Abschiedsabend von Aida Stukering“.[6]
1932 wählte Metro-Goldwyn-Mayer Aida Stuckering als deutsche Synchronstimme von Greta Garbo aus und holte sie nach Hollywood. Dort synchronisierte sie drei Filme, Helgas Fall und Aufstieg, Mata Hari und Menschen im Hotel. Das Stuckering Garbo auch in Anna Karenina sprach ist falsch.[7] 1933 kehrte sie nach Berlin zurück, um vorherige Verpflichtungen zu erfüllen. Laut dem Hollywood Filmograph plante Stuckering nicht in Berlin zu bleiben, sondern die USA zu ihrem neuen Wohnsitz zu machen.[8]
In der Spielzeit 1940/1941 war Aida Stuckering am Theater zu Litzmannstadt (heute: Łódź) engagiert und spielte dort in Don Karlos von Friedrich Schiller.[9]
Aida Stuckering war mit einem Herrn Tränkner verheiratet und starb im Jahr 1983.[2]
Synchronrollen
- 1931: Helgas Fall und Aufstieg (Susan Lenox: Her Fall and Rise) als Helga/Susan Lenox
- 1931: Mata Hari als Mata Hari
- 1932: Menschen im Hotel (Grand Hotel) als Grusinskaya