Aiga Stapf

deutsche Psychologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Aiga Stapf geb. Benke (* 4. März 1944 in Brannenburg) ist eine deutsche Psychologin und Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Erforschung der Hochbegabung bei Kindern.[1]

Leben und Wirken

Nach ihrer Reifeprüfung 1963 in Mainz studierte Aiga Stapf Psychologie und zwar 1963/64 an der Universität Mainz und von 1964 bis 1968 an der Technischen Universität Braunschweig. Dort legte sie 1966 die Prüfung zur Diplom-Psychologin ab. 1968/69 setzte sie ihre Studien an der Universität Marburg/L. fort und arbeitete an ihrer Dissertation. Sie war Mitarbeiterin von Theo Herrmann in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Jahre 1973 promovierte sie bei Theo Herrmann mit einer Dissertation über Elterliche Erziehung in Befragung und Experiment. Überprüfung eines zweidimensionalen Konzepts der elterlichen Bekräftigung.[2] Von 1974 bis 1976 arbeitete sie als Dozentin an der Universität Marburg. Seit 1976 ist sie als Wissenschaftliche Oberrätin am Psychologischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig und beschäftigte sich zunächst mit dem elterlichen Erziehungsstil. Ab 1980 lehrt und forscht sie dort auf dem Gebiet der Hochbegabung. 1985 entstand an diesem Institut eine Arbeitsgruppe, die sich mit „Begabungs- und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen“ beschäftigt. Daraus bildete sich das Tübinger Institut für Hochbegabung, dass Aiga Stapf leitet. Ihre Buchveröffentlichung Hochbegabte Kinder erschien 2025 in 6. Aufl.

Seit 1966 ist Aiga Stapf mit dem Tübinger Psychologieprofessor Kurt-Hermann Stapf verheiratet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • (mit Theo Herrmann): Erziehungsstil und Reaktionseinstellung. Eine Erkundungsstudie (= Berichte aus dem Institut für Psychologie der Philipps-Universität in Marburg-Lahn, Bd. 19). Marburg 1968.
  • (mit Kurt-Hermann Stapf, Theo Herrmann u. Karl-Heinz Stäcker): Psychologie des elterlichen Erziehungsstils. Komponenten der Bekräftigung in der Erziehung (= Abhandlungen zur pädagogischen Psychologie, N.F., Bd. 3). Klett, Stuttgart 1972, ISBN 3-12-943510-7.
  • (mit Theo Herrmann): Aus Kindern werden Leute. Neue Wege zur Erziehung. Goldmann, München 1974, ISBN 3-442-09521-2.
  • (mit Theo Herrmann u. Werner Deutsch): Datensammeln ohne Ende? Anmerkungen zur Erziehungsstilforschung. In: Frank Baumgärtel (Hrsg.): Familiensozialisation. Probleme – Daten – Aufgaben. Westermann, Braunschweig 1979, ISBN 3-14-160098-8.
  • Untersuchungen mütterlichen Erziehungsverhaltens mit Hilfe von Befragung und Verhaltensbeobachtung. In: Lothar Tent (Hrsg.): Erkennen, Wollen, Handeln. Beiträge zur allgemeinen und angewandten Psychologie. Festschrift für Heinrich Düker zum 80. Geburtstag. Hogrefe, Göttingen 1981, S. 444–457, ISBN 3-8017-0164-6.
  • (mit Kurt-Hermann Stapf): Entwicklungspsychologische und sozialisationstheoretische Perspektiven der Hochbegabtenforschung (= Berichte aus dem Psychologischen Institut der Universität Tübingen, Bd. 22). Tübingen 1986.
  • Gleich – ähnlich – verschieden? In: Hans-Georg Wehling (Hrsg.): Frau und Mann zwischen Tradition und Emanzipation. Kohlhammer, Stuttgart 1993, S. 10–27, ISBN 3-17-012449-8.
  • Hochbegabte Kinder. Persönlichkeit, Entwicklung, Förderung. Beck, München 2003 (6. Aufl. 2025, ISBN 978-3-406-84172-9).

Einzelnachweise

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