Ailelo
Suco in Osttimor
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Ailelo ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Hatulia (Gemeinde Ermera).
Geographie
| Ailelo | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Hatolia Vila | 8° 48′ 39″ S, 125° 19′ 8″ O | 635 m |
| Kantederu (Foetete) | 8° 48′ 6″ S, 125° 18′ 26″ O | 559 m |
| Leirema | 8° 47′ 27″ S, 125° 19′ 6″ O | 747 m |
| Maliboro | 8° 48′ 29″ S, 125° 18′ 58″ O | 611 m |
| Poerema | 8° 48′ 14″ S, 125° 19′ 38″ O | 941 m |
| Poileo (Tata) | 8° 48′ 5″ S, 125° 16′ 24″ O | 105 m |
| Tirmata (Foelemea) | 8° 48′ 11″ S, 125° 18′ 1″ O | 447 m |
| Name unbekannt (1) | 8° 47′ 40″ S, 125° 18′ 6″ O | 443 m |
| Name unbekannt (2) | 8° 47′ 59″ S, 125° 18′ 51″ O | 803 m |
Ailelo liegt im Westen des Verwaltungsamts Hatulia. Nördlich liegt der Suco Aculau, südlich der Suco Samara und südöstlich der Suco Hatolia Vila. Im Westen und mit einer kleinen Exklave im Süden befindet sich der Suco Manusae. Im Nordosten grenzt Ailelo an das Verwaltungsamt Hatulia B mit seinem Suco Fatubessi. Westlich des Flusses Marobo liegt das zur Gemeinde Bobonaro gehörende Verwaltungsamt Cailaco mit dem Suco Purugua. In den Marobo mündet auch der Eahora, der nördliche Grenzfluss. Gleiches gilt für die in Ailelo entspringenden Flüsse Hatobwi und Fohola und dem Fluss Celere, der einem Teil der Grenze zu Hatolia Vila bildet. Alle Flüsse gehören zum System des Lóis.[4][5]
Zwischen Eahora und Marobo befinden sich mehrere Hügel: der Foho Cilibililau (137 m, Lage), der Foho Suiaulou (274 m, Lage), der Foho Ukubailau (198 m, Lage), der Foho Tatalau (119 m, Lage), der Foho Bura (237 m, Lage), der Foho Tenegetulau (203 m, Lage), der Foho Hatululi (296 m, Lage) und der Foho Susulau (299 m, Lage).[4][6] Das Hügelland steigt im äußersten Osten auf über 1000 m.[4]
Ailelo hat eine Fläche von 25,52 km²[1] und teilt sich in die vier Aldeias Betopu (Betupu), Leirema, Santa Cruz und Tata.[4][7]
Von Hatolia Vila kommend führt eine Überlandstraße quer durch Ailelo nach Maliana im Südwesten. An ihr liegt am Ufer des Marobo das Dorf Poileo (Tata). Über eine Brücke weiter nördlich von Poileo überquert die Straße den Marobo. Weiter im Zentrum von Ailelo liegen die Dörfer Tirmata (Foelemea) und Kantederu (Foetete). Im Nordosten befindet sich das Dorf Leirema. Maliboro (Malioboni) ist ein Vorort von Hatolia Vila. Entgegen dem Namen des Nachbarsucos liegt der Ort Hatolia Vila nur in Ailelo. Auf der anderen Seite des Celeres befindet sich bereits der Ort Hohopu. Im Südosten liegt das kleine Dorf Poerema.[4][5]
In Hatolia Vila, liegen die Kirche St. Francisco Xavier Hatolia, das Hauptquartier der Polizei in Hatulia, das kommunale Zentralhospital Hatulia und eine Grundschule. In Kantederu befinden sich die Mariengrotte Betopu und eine Grundschule. Der Sitz des Sucos steht in Tirmata. In Poileo steht eine weitere Grundschule.[4]
Einwohner
Im Suco leben 3.162 Einwohner (2022), davon sind 1.575 Männer und 1.587 Frauen. Im Suco gibt es 540 Haushalte.[2] Über 81 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Fast 17 % sprechen Mambai und eine Minderheit Kemak.[8]
Geschichte
Am 17. November 1944 wurde Hatolia Vila in der Schlacht um Timor von australischen Bombern angegriffen, die japanische Unterkünfte als Ziel hatten.[9]
Ende der 1970er-Jahre internierte die indonesische Besatzungsmacht Tausende Osttimoresen in Lagern, sogenannten Transit Camps. Das Transit Camp von Hatolia Vila befand sich etwas außerhalb in Modolaran. Zu Essen bekamen die Internierten nur etwas Mais, gesalzenen Fisch und Salz. Der Fisch verursachte Durchfall, an dem vor allem Kinder und alte Menschen starben. Etwa 7000 Menschen lebten im Lager, von dem sie sich nicht weiter als 100 Meter entfernen durften. Um das Lager herum befanden sich acht Militärposten. Nur gelegentlich durften die Internierten in Begleitung der Soldaten nach Leimea-Craic oder Samara um nach essbaren Wurzeln zu suchen. Vor allem unter den Insassen aus anderen Teilen Osttimors, wie zum Beispiel Zumalai, gab es viele Tote. Erst Ende 1979 brachte das Internationale Rote Kreuz Nahrungsmittel und medizinische Versorgung in das Lager. 1980 wurde den Internierten mehr Freiheiten gewährt. Dann wurden sie nach Leimea-Craic verlegt und schließlich ließ man sie in ihre Heimat zurückkehren. In Betopu befand sich im Suco ein weiteres Transit Camp.[10]
Während der Unruhen von 1999 operierten zwischen dem 27. Januar und September in Hatulia die pro-indonesischen Milizen Darah Merah, Aitarak und Pancasila zusammen mit dem indonesischen Militär gegen Befürworter der Unabhängigkeit Osttimors. Im April 1999 begann die Welle der Gewalt. In diesem Monat erhielt Darah Merah von der Distriktkommandatur (Kodim) der indonesischen Armee moderne Schusswaffen und zwei Militärfahrzeuge. 200 Darah Merah-Milizionäre griffen daraufhin CNRT-Mitglieder in Hatulia an. Es kam zu einem Gefecht in dessen Verlauf ein Milizionär und zwei CNRT-Mitglieder ums Leben kamen.[10]
Politik
1952 war Ali Valo Chefe de Suco.[11]
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Marcelino da Silva zum Chefe de Suco gewählt.[12] Bei den Wahlen 2009 gewann Teofilo Martins de Aráujo[13] und 2016 Geraldo Martins.[14] Bei den Wahlen 2023 wurde Abílio da Silva gewählt.[15]
Weblinks
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Ailelo ( vom 21. April 2025 im Internet Archive) (tetum; PDF; 8,5 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Ailelo ( vom 17. November 2022 im Internet Archive) (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Hatulia (tetum)

