Aiquile

Ort im Departamento Cochabamba, Bolivien From Wikipedia, the free encyclopedia

Aiquile ist eine Kleinstadt im Departamento Cochabamba im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien. Sie wurde im Mai 1998 von einem starken Erdbeben heimgesucht.[1] Danach war ein beinahe kompletter Wiederaufbau der Ortschaft notwendig.

Schnelle Fakten Basisdaten, Politik ...
Aiquile
Der Bahnhof von Aiquile
Der Bahnhof von Aiquile
Basisdaten
Einwohner (Stand) 8857 Einw. (Volkszählung 2024)
RangRang 63
Höhe 2260 m
Postleitzahl03-0201-0105-6001
Telefonvorwahl(+591)
Koordinaten 18° 12′ S, 65° 11′ W
Aiquile (Bolivien)
Aiquile (Bolivien)
Aiquile
Politik
DepartamentoCochabamba
ProvinzProvinz Narciso Campero
Klima

Klimadiagramm Mizque
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Lage im Nahraum

Charango-Denkmal in Aiquile

Aiquile ist der zentrale Ort des Municipio Aiquile und Sitz der Verwaltung der Provinz Narciso Campero. Der Ort liegt auf einer Höhe von 2260 m in einem Täler der Sierra de Catatiri, die sich zwischen Cordillera Oriental und Cordillera Central in Nord-Süd-Richtung erstreckt.

Geographie

Aiquile liegt zwischen den Gebirgsketten der bolivianischen Cordillera Oriental und der Cordillera Central. Das Klima ist geprägt durch ganzjährig frühlingshafte Temperaturen und geringe Niederschläge.

Die Jahresdurchschnittstemperatur der Region liegt bei etwa 20 °C (siehe Klimadiagramm Mizque) und einem Jahresniederschlag von 550 mm. Der Sommer von Oktober bis März weist monatliche Durchschnittstemperaturen von 22 °C auf, kälteste Monate sind Juni und Juli mit gut 17 °C. Von April bis Oktober herrscht Trockenzeit mit Niederschlägen unter 20 mm, der Sommer weist von Dezember bis Februar Niederschläge von 110 bis 135 mm auf.

Verkehrsnetz

Aiquile liegt 218 Straßenkilometer entfernt von Cochabamba, der Hauptstadt des Departamentos.

Die Stadt liegt an der 898 Kilometer langen Nationalstraße Ruta 5, die den bolivianischen Altiplano von Nordosten nach Südwesten durchquert. Nach Norden hin führt eine unbefestigte Landstraße über 89 Kilometer nach Epizana und trifft dort auf die Ruta 7, die von Cochabamba aus ins Tiefland nach Santa Cruz führt. Südlich führt die Ruta 5 in das 136 Kilometer entfernte Sucre und von dort weiter nach Westen zur chilenischen Grenze.

Aiquile ist die Endstation der Bahnlinie von Cochabamba über Vila Vila und Mizque. Diese Bahnlinie wurde mit einem Ferrobus bedient, im Januar 2020 jedoch durch starke Regenfälle so stark beschädigt, dass der Betrieb eingestellt werden musste. Im Februar 2026 wurde angekündigt, dass die Strecke baulich instand gesetzt und dann wiedereröffnet werden soll.[2]

Außerdem verfügt Aiquile über direkte Busverbindungen nach Cochabamba und Sucre.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl der Ortschaft ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um mehr als ein Drittel angestiegen:

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
1992 5 525 Volkszählung[3]
2001 7 381 Volkszählung[4]
2012 7 863 Volkszählung[5]
2024 8 857 Volkszählung[6]
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Religion

Kathedrale San Pedro Virgen de la Candelaria

Aiquile ist Sitz der römisch-katholischen Territorialprälatur Aiquile. Die Kathedrale San Pedro Virgen de la Candelaria ist die Hauptkirche.

Einzelnachweise

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