Akenzua II.

Oba von Benin From Wikipedia, the free encyclopedia

Akenzua II., vollständiger Titel Ọmọ n'Ọba n'Ẹdo Uku Akpọlọkpọlọ, Akenzua II. (* 1899; † 11. Juni 1978; als Godfrey Edokparhogbuyunmwun Aguobasimwin Ovonramwen[1]) war von 1933 bis zu seinem Tod Oba von Benin und damit Herrscher auf dem Gebiet des ehemaligen Königreichs Benin und das Volke der Edo im heutigen Bundesstaat Edo im Süden Nigerias.

Oba Akenzua II., 1936
Bronzestatue Oba Akenzua II. im vollen Krönungsornat

Leben

Nach dem Tod Oba Eweka II. (Regentschaft: 1914–1933) im Februar 1933 wurde sein erstgeborener Sohn Akenzua II. am 5. April 1933 als Oba von Benin inthronisiert[2] und am gleichen Vormittag vom nigerianischen Vizegouverneur Buchanan Smith vor dem Gerichtsgebäude vor zehntausenden Anwesenden bestätigt.[1]

Oba Akenzua II. legte den Schwerpunkt seiner Regentschaft auf die behutsame Modernisierung und Bildung des Volkes der Edo in seinem Herrschaftsbereich.[1]

Im Jahr 1936 erhob er die Forderung zur Rückgabe der spirituell wie historisch bedeutenden Benin-Bronzen, die von Truppen während der Britischen Strafexpedition nach Benin von 1897 aus dem Hof seiner Vorgänger geraubt worden waren. In seiner Regierungszeit wurden lediglich zwei der 3000 Bronzen des Königshofs zurückgegeben. Ende der 1930er Jahre empfing er von G. M. Miller, dem Sohn eines Mitglieds der Benin-Expedition, zwei Korallenkronen und ein Kleidungsstück aus Korallenperlen, die vermutlich Oba Ovonramwen gehörten und die zuvor Leihgaben an das British Museum waren.[3]

Oba Akenzua II. hatte zehn Ehefrauen, er starb am 11. Juni 1978. Seine Nachfolge trat sein 1923 erstgeborener Sohn Prinz Solomon als Oba Erediauwa an.[4] Seine 1939 geborene Tochter Prinzessin Elizabeth Olowu war eine bekannte Bildhauerin und die erste Frau Nigerias die Bronzeskulpturen erschuf, einem bis dahin Männern vorbehaltenem Kunsthandwerk.[5]

Siehe auch

Literatur

Audrey Peraldi: Die Rückgabeforderung des Oba Akenzua II. In: Kunst & Kontext. Nr. 13, Januar 2017, ISSN 2192-4481, S. 23–33 (researchgate.net).

Einzelnachweise

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