Akrosin
Protein
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Akrosin, in einigen Publikationen auch Acrosin genannt, Symbol ACR, ist ein Enzym aus der Familie der Peptidasen. Die EC-Nummer ist 3.4.21.10.
| Akrosin | ||
|---|---|---|
| Bändermodell des Beta-Acrosin-Dimers vom Hausschaf (Ovis aries), nach PDB 1FIW | ||
| Eigenschaften des menschlichen Proteins | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 324 Aminosäuren | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name | ACR | |
| Externe IDs | ||
| Enzymklassifikation | ||
| EC, Kategorie | 3.4.21.10, Serinprotease | |
| MEROPS | S01.223 | |
| Reaktionsart | Spaltung von Peptidbindungen | |
| Substrat | P-Arg-+-Xaa-P / P-Lys-+-Xaa-P | |
| Produkte | P-Arg, P-Xaa / P-Lys, P-Xaa | |
| Vorkommen | ||
| Homologie-Familie | Hovergen | |
| Übergeordnetes Taxon | Säugetiere | |
Vorkommen
Akrosin ist die Hauptproteinase im Akrosom reifer Spermien. Es handelt sich um einen typischen Vertreter der Serin-Proteinasen, mit einer dem Trypsin ähnlichen Spezifität. Im Akrosom befindet sich das inaktivierte Präkursor-Protein Proakrosin. Die aktive Form des Enzyms bewirkt die Auflösung (Lyse) der Zona pellucida, der Schutzhülle der Eizelle. Dies ermöglicht dem Spermium das Eindringen in die Eizelle.[1]
Proacrosin ist im Verlauf der Spermatogenese erstmals bei den haploiden Spermatiden nachweisbar.[2]
Das für das Protein Akrosin codierende Gen liegt beim Menschen auf Chromosom 22 Genlocus q13.3.[3][4]
Mit Akrosin verbundene Syndrome
Ein Mangel an Akrosin, beziehungsweise Proakrosin, führt bei Männern zur Unfruchtbarkeit.[1]