Alberona
italienische Gemeinde
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Alberona ist eine süditalienische Gemeinde in der Provinz Foggia in der Region Apulien mit 834 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2024) und ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens). Schutzpatron des Ortes ist der hl. Johannes der Täufer.
| Alberona | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Apulien | |
| Provinz | Foggia (FG) | |
| Koordinaten | 41° 26′ N, 15° 7′ O | |
| Höhe | 732 m s.l.m. | |
| Fläche | 49,75 km² | |
| Einwohner | 834 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 71031 | |
| Vorwahl | 0881 | |
| ISTAT-Nummer | 071002 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Alberonesi | |
| Schutzpatron | San Giovanni Battista | |
| Website | Gemeinde Alberona | |
Lage der Gemeinde Alberona in der Provinz Foggia | ||

Geographie
Alberona liegt auf einer Höhe von 732 Metern über dem Meer. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 49,75 km². Die Nachbargemeinden sind Biccari, Lucera, Roseto Valfortore, San Bartolomeo in Galdo, Volturara Appula und Volturino. Der Ort grenzt an die Provinz Benevento an.
Geschichte
Die heutige Gemeinde Alberona weist in der Überlieferung mittelalterliche Ursprünge auf. Offizielle Stellen der Provinz Foggia datieren die Anfänge „sicher ins Mittelalter“ und bringen sie mit einer frühen Präsenz der Templer in Verbindung (um 1100).[3]
Eine Gründungsüberlieferung berichtet, dass sich vor dem Jahr 1000 Geflüchtete aus Kalabrien vor sarazenischen Überfällen in den waldreichen Höhen des Subappenin niederließen. Der Ortsname wird etymologisch mit einem „alberone“ (großer Baum) in Verbindung gebracht.[4] In der Stauferzeit wird auf Auseinandersetzungen mit Friedrich II. verwiesen. 1220 habe der Kaiser der muslimischen Gemeinde in Lucera umfangreiche Holznutzungsrechte in den Wäldern von Alberona gewährt, 1239 seien im Zuge des Konflikts mit dem Papsttum die Güter der Ritterorden (damit auch die Templerherrschaft über Alberona) eingezogen worden. Die Besitz- und Verwaltungsrechte seien anschließend neu geordnet worden.[5]
Die Stellung Alberonas als Templerfehde bzw. als Besitz eines Ritterordens wird in mehreren institutionellen und fachnahen Darstellungen wiedergegeben. Alberona sei ab 1196 (bzw. Ende 12./Beginn 13. Jh.) im Besitz der Templer gewesen und sei nach 1307/1312 an den Orden des Hospitals (Johanniter/Malteser) gekommen, der das Lehen bis 1809 hielt. Örtliche Spuren sind u. a. Torre „del Gran Priore“ und die Pfarrkirche.[6]
Die Region wurde, wie weite Teile der Capitanata, vom Erdbeben von 1627 betroffen, das umfangreiche Schäden im nördlichen Apulien verursachte.[7] Im 19. Jahrhundert endete mit den napoleonischen Reformen die Feudalherrschaft der Orden (1806–1809). Seitdem verlief die Entwicklung Alberonas innerhalb der staatlichen und später kommunalen Strukturen Apuliens. Das heutige Selbstverständnis ist geprägt als historischer Bergort der Monti Dauni mit mittelalterlichem Ortskern und Ordensgeschichte.[8]
