Albert Rienhardt

deutscher Kommunalpolitiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Albert Rienhardt (* 10. September 1877 in Burgstall an der Murr; † 1953) war ein deutscher Kommunalpolitiker. Er war von 1921 bis 1945 Bürgermeister von Backnang und 1945 kurzzeitig kommissarischer Landrat des Landkreises Backnang.

Leben

Rienhardt promovierte zum Dr. rer. pol. Ab 1902 war er als Universitätssekretär an der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig. 1920 war er Gründungsmitglied des Vereins für Württembergische Familienkunde. In der Weimarer Republik wurde er Mitglied der Deutschen Demokratische Partei (DDP). 1921 wurde er zum Stadtschultheiß (Amtsbezeichnung ab 1930 Bürgermeister) von Backnang gewählt. 1926 trat er aus der DDP aus. Bei seiner Wiederwahl am 7. Juni 1931 erhielt er 71,5 Prozent der Stimmen. Er setzte sich dabei gegen Karl Schneck (KPD) durch. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er am 20. Juli 1933 zum Bürgermeister auf Lebenszeit ernannt. Am 3. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.455.844).[1] Am 23. April 1945 wurde Rienhardt von der amerikanischen Militärregierung als Bürgermeister abgesetzt.[2][3]

Im Mai 1945 ernannte ihn die amerikanische Militärregierung zum kommissarischen Landrat des Landkreises Backnang. Wegen seiner nationalsozialistischen Vergangenheit wurde Rienhardt Ende Juni 1945 wieder abgelöst. 1952 wurde er zum Ehrenbürger von Backnang ernannt.[4]

Einzelnachweise

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