Albina Mali

slowenische Angehörige der jugoslawischen Partisanen From Wikipedia, the free encyclopedia

Albina Mali (auch Albina Mali-Hočevar; in slowenischen Quellen auch als Albina Mali (por. Hočevar) geführt; * 12. September 1925; † 22. Januar oder 24. Januar 2000 oder 2001)[1][2][3] war eine slowenische Angehörige der jugoslawischen Partisanen. Im Zweiten Weltkrieg war sie als Kämpferin und Kurierin im Widerstand aktiv; später übernahm sie verschiedene politische Funktionen in der Kommunistischen Partei Jugoslawiens.

Albina Mali

Leben

Im Jahr 1941 schloss sich Albina Mali als Sechzehnjährige den Partisanen an und war im Hinterland in der Region Dolenjska tätig, unter anderem zwischen Brezova Reber, Novo mesto und Češča vas.[1] Im Sommer 1942 trat sie dem Zapadnodolenjski odred (West-Dolenjska-Partisanenabteilung) bei und geriet in die italienische Roška-Offensive.[1] Im Dezember 1942 wechselte sie in das 3. Bataillon der Tomšič-Brigade und wurde als Sanitäterin eingesetzt.[1] Unter äußerst schweren Bedingungen brachte sie Verwundete in Sicherheit und nahm auch an Kampfhandlungen teil, unter anderem in der Schlacht von Jelenov Žleb sowie beim Marsch der Tomšič-Brigade über die Innerkrain.[1]

Im Dezember 1941 verließ sie Brezova Reber und nahm auf Heningmans Anweisung eine Arbeit in Novo mesto an. Von dem Hotel aus, in dem sie arbeitete, verbreitete Mali Flugblätter und hielt Kontakt zu eintreffenden Kurieren. Drei Monate später zog sie zu ihrer Mutter nach Češča vas. In dieser Zeit koordinierte sie Kontakte zwischen Novo mesto, Češča vas, Brezova Reber und Prečna.[1]Im Sommer 1942 schloss sie sich dem Zapadno-dolenjski odred (Westdolenjski Partisanenverband) an und geriet während der italienischen Roška-Offensive in schwere Kämpfe.[1] Im Dezember 1942 trat sie dem 3. Bataillon der Tomšič-Brigade bei und wurde Sanitäterin.[1]

In Podstenice wurde sie im August 1942 in den Verband der kommunistischen Jugend Jugoslawiens (SKOJ) aufgenommen. Mali war unzufrieden mit ihrer Tätigkeit als Sanitäterin und weinte aus Frustration über diese Aufgabe. Mali nahm 1942 und 1943 an Kämpfen in Slowenien teil. Sie wurde mehrfach verwundet; am schwersten im September 1943 bei Veliki Osolnik in der Schlacht um Turjak, woraufhin sie im Partisanenkrankenhaus Jelendol im Kočevski Rog behandelt wurde.[1] Sie sei zuvor im September 1942 bei Suvoj sowie am 21. Januar 1943 bei Zagorica pri Čatežu verwundet worden; am 15. September 1943 sei neben ihr eine Mine explodiert. Anschließend sei sie nach Črmošnjice und später in die kroatische Region Žumberak verlegt worden. 1944 wurde sie Mitglied des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens.[1]

Ab 1944 bis zum Ende des Krieges nahm Mali weiter am Narodnoosvobodilni boj teil, unter anderem in Kämpfen des Belokranjski odred, und war als Sanitäterin eingesetzt.[1] Nach Kriegsende lebte und arbeitete sie mit ihrem Ehemann, einem Offizier der Jugoslawischen Volksarmee, in Istrien, Ljubljana, Brežice und weiteren Orten in Slowenien; nach der Pensionierung lebte sie in Maribor.[1] Sie war Kriegsinvalide und wurde 1952 zur Volksheldin erklärt.[1]

Albina Mali-Hočevar starb im Januar 2000 oder 2001.[1]

Auszeichnungen

Unter anderem erhielt Mali 1946 die Gedenkmedaille der Partisanen. 1952 wurde Mali-Hočevar zur Volksheldin Jugoslawiens erklärt und damit mit dem Orden des Volkshelden ausgezeichnet.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

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