Albrecht Dieckmann
deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
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Albrecht Dieckmann (* 18. Mai 1926 in Liegnitz, Provinz Niederschlesien; † 17. April 2011 in Freiburg/Br.)[1] war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.[2]
Leben und Wirken
Nach dem Schulbesuch in Liegnitz mit Reifeprüfung 1944 wurde Albrecht Dieckmann noch im Oktober 1944 zum Wehrdienst verpflichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er Rechtswissenschaft an der Universität Marburg/L. Dort legte er 1950 bzw. 1954 die beiden juristischen Staatsexamen ab und promovierte 1958 zum Dr. jur. Von 1957 bis 1966 arbeitete er als Rechtsanwalt in Frankfurt am Main und war zugleich als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Privat- und Prozeßrecht der Universität Frankfurt am Main tätig. Im Jahre 1965 habilitierte er sich dort und wurde 1966 ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht und Zivilprozeßrecht an der Universität Gießen. 1971 übernahm er eine Professur an der Universität Freiburg/Br., an der er bis zur Emeritierung 1991 lehrte.
Bekannt wurde Albrecht Dieckmann vor allem als Experte für Eherecht und Familienrecht.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Die Handschuhehe deutscher Staatsangehöriger nach deutschem internationalen Privatrecht. Dargestellt für Eheschließungen durch "Sonderbevollmächtigte" (= Schriften zum deutschen und europäischen Zivil-, Handels- und Prozeßrecht. Bd. 5). Gieseking, Bielefeld 1959 (= Dissertation Universität Marburg/L.).
- Zur Haftung unter Ehegatten. Erwägungen zu BGHZ 53, 352. In: Klemens Pleyer (Hrsg.): Festschrift für Rudolf Reinhardt zum 70. Geburtstag, 7. Juni 1972. O. Schmidt, Köln-Marienburg 1972, ISBN 3-504-06001-8, S. 51–68.
- Zum Schutz des Auflassungsempfängers, der sich mit dem Berechtigten geeignet und den Eintragungsantrag gestellt hat. In: Gerhard Lüke (Hrsg.): Festschrift für Gerhard Schiedermair zum 70. Geburtstag. Beck, München 1976, ISBN 3-406-06482-5, S. 93–116.
- Zur Rechtsstellung des Grundstückskäufers im Konkurs des Verkäufers. In: Hans Claudius Ficker (Hrsg.): Festschrift für Ernst von Caemmerer zum 70. Geburtstag. Mohr, Tübingen 1978, ISBN 3-16-640422-8, S. 95–126.
- Wertveränderungen des Nachlasses – Pflichtteil – Pflichtteilsergänzung – Anfechtung. Versuch einer Zusammenschau. In: Otto Sandrock (Hrsg.): Festschrift für Günther Beitzke zum 70. Geburtstag am 26. April 1979. de Gruyter, Berlin 1979, ISBN 3-11-007206-8, S. 399–428.
- Zur Neuordnung der Hinterbliebenenrente von Mann und Frau in der gesetzlichen Rentenversicherung. In: Albrecht Dieckmann (Hrsg.): Festschrift für Wolfram Müller-Freienfels. Nomos, Baden-Baden 1986, ISBN 3-7890-1244-0, S. 55–98.
- Eherecht. In: Gerhard Otte (Hrsg.): Einführung in das bürgerliche Recht (= Einführung in das Recht. Bd. 4). (UTB, Bd. 1375). Jurist. Verlag Müller, Heidelberg 1986, ISBN 3-8114-3985-5, S. 236–286.
- Zur Reform des Ersatzaussonderungsrechts. In: Walter Gerhardt (Hrsg.): Festschrift für Wolfram Henckel zum 70. Geburtstag am 21. April 1995. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-013756-9, S. 95–123.
- Zur Rechtsstellung des Bürgen, der sich für eine wegen arglistiger Täuschung anfechtbare Kaufpreisschuld verbürgt hat. In: Bundesnotarkammer (Hrsg.): Festschrift für Helmut Schippel zum 65. Geburtstag. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40442-1, S. 129–161.
- Zur Teilhabe des Pflichtteilsberechtigten an Vorteilen des Erben nach dem Vermögensgesetz. In: Gerhard Hohloch (Hrsg.): Festschrift für Hans Stoll zum 75. Geburtstag. Mohr Siebeck, Tübingen 2001, ISBN 3-16-147674-3, S. 11–20.
- Zum Erbrechtsverlust gem. § 1933 BGB (oder wie sich eine Norm im Laufe der Zeit wandeln kann). In: Sibylle Hofer (Hrsg.): Perspektiven des Familienrechts. Festschrift für Dieter Schwab zum 70. Geburtstag am 15. August 2005. Gieseking, Bielefeld 2005, ISBN 3-7694-0973-6, S. 473–493.