Alela Diane

US-amerikanische Singer-Songwriterin From Wikipedia, the free encyclopedia

Alela Diane Menig (* 20. April 1983 in Nevada City, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin.

Alela Diane 2009 in Amsterdam

Leben

Alela Diane wurde 1983 in Nevada City geboren. Als Mädchen hörte sie ihren Eltern zu, wie sie in der Küche Bluegrass-Songs harmonisch sangen.[1] Später sang sie auch im Schulchor.[2] Als sie 19 war, ließen sich ihre Eltern scheiden und verkauften das Haus.[3] Sie zog nach San Francisco und begann ihre eigenen Folksongs zu schreiben. Ihr erstes offizielles Album, The Pirate's Gospel, wurde von diesem Verlust inspiriert. Erste Bühnenerfahrung sammelte sie mit der lokalen Band Black Bear.[2] Ihren ersten Sampler Forest Parade produzierte sie 2003 und verteilte ihn in der Familie und unter Freunden.[4] 2004 veröffentlichte sie ihr erstes richtiges Album The Pirate’s Gospel. Beide Alben entstanden im Studio ihres Vaters Tom Menig und wurden von ihr selbst vertrieben.[2] 2006 begleitet Diane Bands wie The Decemberists, Vashti Bunyan, Iron & Wine oder Akron/Family und sammelt so Bühnenerfahrungen. The Pirate’s Gospel wurde im Oktober 2006 in den USA in überarbeiteter Form vom Holocene Music-Labels wiederveröffentlicht. In Deutschland erschien es erst 2008.[2]

Ihren Sound hat Kindheitsfreundin Joanna Newsom, neben Devendra Banhart und CocoRosie, entscheidend mitgeprägt. Newsom war auch diejenige, die Alela Diane ihren ersten eigenen öffentlichen Auftritt ermöglichte. Aber erst mit der Veröffentlichung in Großbritannien erlangte sie Bekanntheit. 2009 erschien ihr nächstes Werk To Be Still. Mit dem Geld aus diesem ersten Tantiemenvertrag kaufte sie sich ein Haus in Portland.[3]

Am 25. Februar 2010 heiratete Diane ihren Freund, den Musiker Thomas McGee Bevitory[5], mit dem sie die meisten Stücke ihres dritten Albums „Alela Diane & Wild Divine“ (2011) schrieb. Diese Beziehung hielt aber nicht lange.

Noch vor dem Ende des Jahres 2011 begann Alela mit den Aufnahmen neuer Demo-Songs. Im Februar 2012 ging sie schließlich ins Studio, um Gitarren- und Gesangsspuren live einzuspielen. Dass zwischen den ersten Aufnahmen und der Veröffentlichung des fertigen Albums schließlich rund 15 Monate vergingen, hatte verschiedene Gründe. Einer davon war, dass Alela sich zunächst auf ihr Privatleben konzentrierte und die persönlichen Umbrüche verarbeitete, die eine Scheidung zwangsläufig mit sich bringt.[6]About Farewell hat gegenüber dem Vorgänger wieder einen reduzierten akustischen Sound.

2013 ehelichte sie Toren Volkmann und bekommt im selben Jahr ihre erste Tochter, Vera Marie, mit ihm.[5]

Alela Diane und Gitarrist Ryan Francesconi veröffentlichten am 16. Oktober 2015 das Album Cold Moon, das Francesconis "nachdenkliche Gitarre" und Dianes poetische und naturalistische Texte enthält.[7]

Am 25. Februar 2017 bekommt sie ihre zweite Tochter, Oona.[8] Bei der Geburt wäre Alela beinahe gestorben.[9]

Alela Diane schrieb Cusp, das am 9. Februar 2018 veröffentlicht wurde, während eines Künstleraufenthalts in den Cascade Mountains, weit entfernt von ihrem Alltag als Mutter. Nachdem sie sich gleich am ersten Tag den Daumennagel gebrochen hatte – was ihr das Fingerpicking auf der Gitarre nahezu unmöglich machte –, wandte sie sich dem Klavier als Kompositionsinstrument zu. Als direkte Folge dieses kleinen Unfalls steht das Klavier im Zentrum von Cusp. Sie befasst sich auf dem Album ausschließlich mit Mutterschaft.[9]

2022 erschien ihr achtes Album Looking Glass. Auf dem Album gibt es den Song 'Dream A River', den sie vor der Corona-Pandemie geschrieben hat. Sie fand heraus, dass ihr Elternhaus zum Verkauf stand und ist daraufhin mit ihrer damals sechsjährigen Tochter nach Nevada City zurückgekehrt. Sechzehn Jahre waren vergangen, seit sie das letzte Mal durch diese holzgetäfelten Räume gegangen war. Die neuen Besitzer waren nicht zu Hause, aber wie sie im Song schreibt, fand sie die Haustür angelehnt vor. Etwas trieb sie dazu, hineinzugehen, und sie wurde zu einem „Eindringling in dem Ort, den sie einst ihr Zuhause nannte“. „I just returned to say goodbye“ (Ich bin nur zurückgekommen, um mich zu verabschieden), heißt es am Anfang des Songs.[10][3]

Alela nahm Looking Glass in denselben Wochen auf, in denen sie und ihre Familie das Haus in Portland verkauften. Kurz nach den Aufnahmen zogen Diane und ihre Familie in ein weitläufiges viktorianisches Haus aus dem Jahr 1892 mitten im Südosten von Portland.[3]

Diskografie

  • 2003: Forest Parade
  • 2004: Pirate’s Gospel
  • 2009: To Be Still
  • 2011: Alela Diane & Wild Divine
  • 2013: About Farewell
  • 2015: Cold Moon [mit Ryan Francesconi]
  • 2018: Cusp
  • 2021: Live At The Map Room [mit Heather Woods Broderick & Mirabai Peart]
  • 2022: Looking Glass
  • 2023: It’s Always Christmas Somewhere [mit The Hackles]
Commons: Alela Diane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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