Alex Diggelmann
Schweizer Künstler
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Alex Walter Diggelmann (* 20. August 1902 in Unterseen, Kanton Bern; † 21. November 1987 in Zürich) war ein Schweizer Künstler, der bei den Kunstwettbewerben der Olympischen Spiele drei Medaillen gewinnen konnte.
| Alex Diggelmann Medaillenspiegel | ||
|---|---|---|
| Olympische Spiele | ||
| Gold | 1936 Berlin | Gebrauchsgrafik |
| Silber | 1948 London | Angewandte Grafik |
| Bronze | 1948 London | Angewandte Grafik |
Künstler
Diggelmann war Schüler von Fritz Gysi in Unterseen.[1]
Nach einer Ausbildung zum Primarlehrer in Hofwil und Bern bildete sich Diggelmann erst zum Zeichenlehrer weiter und besuchte ab 1926 Kurse an der Académie Colarossi in Paris und an der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Anschliessend war er während zwölf Jahren als freischaffender Grafiker in Zürich tätig, wobei er sich vor allem auf Sport- und Verkehrswerbung spezialisierte.[2] So entwarf er u. a. 1933 ein Plakat für die Diavolezza in Pontresina.[3]
Er nahm erstmals an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teil, bei denen er mit einem Arosa I Placard betitelten Plakat antrat und die Goldmedaille in der Kategorie Gebrauchsgrafik gewinnen konnte. Bei den nächsten ausgetragenen Olympischen Spielen 1948 in London gewann er mit Plakaten zu den Weltmeisterschaften im Strassenradsport bzw. im Eishockey die Silber- bzw. die Bronzemedaille. Ausser Diggelmann ist es nur dem dänischen Autor Josef Petersen gelungen, drei Medaillen bei den Olympischen Kunstwettbewerben zu gewinnen.
1972 wurde er Ehrenbürger seines Geburtsorts Unterseen.[4]
Werke (Auswahl)

Diggelmann entwarf[5]
- 1931 das Plakat für die erste Skiweltmeisterschaft in Slalom, Abfahrt und Kombination, die in Mürren stattfand.
- die seit 1952 bis heute bei den Ski-Weltmeisterschaften der FIS vergebenen Medaillen und
- die Siegestrophäe des UEFA-Cups.
- Im neuen Empfangsgebäude des Bahnhofs Mürren der Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren schuf er 1966 ein Wandgemälde, das ein buntes Muster aus Blumen und Schmetterlingen zeigt – ein Vorbote der Flowerpower.[6]
Literatur
- Gisela Vollmer: Die Schmetterlinge fliegen wieder. In: Bärbel Schallow-Gröne: Das SBB-Inventar der schützenswerten Bauten und Anlagen (ISBA). In: SBB Fachstelle Denkmalpflege / ETH Zürich – Lehrstuhl für Konstruktionserbe und Denkmalpflege (Hg.): Tagung Eisenbahndenkmalpflege. Dokumentationsband zur internationalen Tagung vom 23.–25. Juni 2022. Schwabe, 2024. ISBN 978-3-7965-4960-1, S. 112–119.
Weblinks
- Alex Diggelmann in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Plakate von Alex Walter Diggelmann im Online-Katalog der Basler Plakatsammlung