Alexander Korb

deutscher Historiker mit den Themengebieten Holocaust, Völkermord, Geschichte Deutschlands, Antisemitismus und Südosteuropa From Wikipedia, the free encyclopedia

Alexander Martin Korb (* 1976) ist ein deutscher Historiker mit den Themengebieten Holocaust, Völkermord, Geschichte Deutschlands, Antisemitismus und Südosteuropa.

Korb ist Autor von Publikationen zur Gewaltforschung. Von 2010 bis 2024 war er Lecturer für Modern European History und Direktor des Stanley Burton Centre for Holocaust and Genocide Studies an der University of Leicester.[1] Von Juni 2024 bis Mai 2025 war er Leiter des Memoriums Nürnberger Prozesse in Nürnberg.[2]

Leben

Korb studierte Geschichtswissenschaften und erhielt 2004 seinen Magister in Neuerer und Mittelalterlicher Geschichte und Gender Studies an der Technischen Universität Berlin. Dabei verbrachte er Auslandssemester in Aix-en-Provence, Prag und Woronesch.

Von 2000 bis 2010 arbeitete Korb in verschiedenen Museen und Gedenkstätten in Frankfurt am Main, Oranienburg (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) und Berlin (Haus der Wannsee-Konferenz), wo er recherchierte, Ausstellungen entwickelte und Besucher führte.

Für seine Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin im Jahr 2010 untersuchte Korb die von der faschistischen Ustascha-Bewegung während des Zweiten Weltkriegs verübte Massengewalt. Hierzu recherchierte er mehrere Monate in Archiven der jugoslawischen Nachfolgestaaten, Italiens, Deutschlands und Israels. Während seiner Promotion erhielt Korb mehrere Stipendien, unter anderem ein Forschungsstipendium am United States Holocaust Memorial Museum im Studienjahr 2006/2007.

2010 wurde Korb zum Lecturer für Modern European History an der University of Leicester ernannt. Er dort ist zudem Direktor des Stanley Burton Centre for Holocaust and Genocide Studies.[1]

Werke

Korbs Werke sind in verschiedenen Sprachen erschienen oder übersetzt worden. Neben zahlreichen Artikeln in Werken der Fachliteratur ist er Autor folgender Publikationen:

Einzelnachweise

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