Alexander Pfriem

deutscher Ingenieur und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Alexander Pfriem (* 25. Juni 1977) ist ein deutscher Ingenieur und Hochschullehrer. Er ist seit 1. Dezember 2025 Professor für Holztechnologie und holzbasierte Bioökonomie an der Technischen Universität Dresden.[1]

Werdegang

Pfriem studierte zunächst von 1998 bis 2003 Verarbeitungs- und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Dresden mit Auslandsaufenthalten an der Universität von Newcastle upon Tyne (Großbritannien) und der Universität Cantho (Vietnam). 2003 schloss er das Studium als Diplomingenieur ab, seine Diplomarbeit zum Thema Untersuchungen zum Aufschluss von Holz und Einjahrespflanzen im Extruder zur Herstellung von Faserplatten unterschiedlicher Dichte wurde 2003 mit dem Herbert-Flemming-Preis ausgezeichnet.[2]

Von 2003 bis 2010 war Pfriem wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Holz- und Faserwerkstofftechnik der TU Dresden und von 2003 bis 2004 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Forschungs- und Entwicklungsdienstleister GWT TUD GmbH. Er promovierte im Dezember 2006 an der Fakultät Maschinenwesen der Technischen Universität Dresden zum Doktor-Ingenieur mit dem Thema Untersuchungen zum Materialverhalten thermisch modifizierter Hölzer für deren Verwendung im Musikinstrumentenbau. Die Dissertation wurde 2006 mit dem Preis Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Umwelttechnik der Friedrich und Elisabeth Boysen-Stiftung ausgezeichnet.[3] Von 2007 bis 2012 hatte Pfriem einen Lehrauftrag an der staatlichen Studienakademie Dresden der Berufsakademie Sachsen. Er hatte von 2010 bis 2025 die Professur für Holzchemie, Holzphysik und chemische Verfahrenstechnik an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde inne[4] und war von 2013 bis 2025 Vizepräsident für Forschung und Transfer.[5]

Seit dem 1. Oktober 2025 ist er Professur für Holztechnologie und holzbasierte Bioökonomie an der TU Dresden.[6]

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte von Pfriem betreffen vorrangig die Materialforschung, Produktentwicklung und holzbasierte Bioökonomie.

In diesem Zusammenhang werden u. a. chemische und physikalische Modifikationsprozesse von Holz und deren Kombination untersucht, um beispielsweise heimisches, thermisch modifiziertes Holz anstelle von Tropenhölzern für den Musikinstrumentenbau verwenden zu können[7][8][9] oder um die biologische Dauerhaftigkeit von Holz zu verbessern. Ein weiteres Thema seiner Forschungsausrichtung befasst sich mit der Entwicklung von Verbundwerkstoffen auf Holzbasis in Kombination mit innovativen Verfahrenstechniken. Weiterhin befasst sich Pfriem mit Produktentwicklungen, die der Mobilität dienlich sind so wie mit der Etablierung einer Kreislaufwirtschaft zur Verlängerung der Produktnutzungsdauer und Ressourcenschonung von Holz und Holzbauteilen.[10]

Einzelnachweise

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