Alexander Jurjewitsch Watlin
russischer Historiker
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Alexander Jurjewitsch Watlin (russisch Александр Юрьевич Ватлин, wiss. Transliteration Aleksandr Jur'evič Vatlin; * 15. Januar 1962 in Aşgabat, UdSSR, heute Turkmenistan) ist ein russischer Historiker und Universitätsprofessor an der Lomonossow-Universität in Moskau.

Leben
Watlin studierte von 1979 bis 1984 Geschichte an der Lomonossow-Universität in Moskau und wurde dort 1987 am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte mit einer Arbeit über die Sozialdemokratische Partei Deutschlands promoviert. 1998 folgte seine Habilitation zum Thema KPdSU und Komintern in den Zwanzigerjahren. Seit 2001 ist Watlin Leiter der „Arbeitsgruppe zur Erforschung der neuesten Geschichte Deutschlands“ an der Lomonossow-Universität. 2006 wurde er dort als Professor an den Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte berufen. Watlin ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.
Publikationen in deutscher Sprache (Auswahl)
- Die Komintern 1919–1929. Historische Studien. Decaton-Verlag, Mainz 1993, ISBN 3-929455-07-2.
- Tatort Kunzewo. Opfer und Täter des Stalinschen Terrors 1937/38. BasisDruck, Berlin 2003, ISBN 3-86163-130-X (übersetzt von Wladislaw Hedeler).
- mit Natalia Mussienko: Schule der Träume: Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924–1938). Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2005, ISBN 3-7815-1368-8 (übersetzt von Nina Letnewa).
- Hrsg. mit Larissa Malaschenko: Schweinefuchs und das Schwert der Revolution. Die bolschewistische Führung karikiert sich selbst. Verlag Antje Kunstmann, München 2007, ISBN 978-3-88897-489-2.
- Hrsg. mit Wladislaw Hedeler: Die Weltpartei aus Moskau. Der Gründungskongress der Kommunistischen Internationale 1919; Prokoll und neue Dokumente. Akademie-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-05-004495-8.
- Die Komintern. Gründung, Programmatik, Akteure. Dietz, Berlin 2009, ISBN 978-3-320-02172-6 (übersetzt von Wladislaw Hedeler).
- „Was für ein Teufelspack“. Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941. Metropol Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-090-5 (übersetzt von Wladislaw Hedeler).
- Das Jahr 1920. Der zweite Kongress der Kommunistischen Internationale. BasisDruck, Berlin 2019, ISBN 978-3-86163-164-4 (übersetzt von Wladislaw Hedeler).
- Hrsg.: Karl Radek oder: Fremder unter Seinesgleichen. Dietz Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-320-02435-2.
Weblinks
- Literatur von und über Alexander Jurjewitsch Watlin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiografie zu Alexander Watlin ( vom 25. September 2018 im Internet Archive) auf der Website der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Watlin, Alexander Jurjewitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Ватлин, Александр Юрьевич (russisch); Vatlin, Aleksandr Jur'evič (wissenschaftliche Transliteration); Vatlin, Aleksandr |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 15. Januar 1962 |
| GEBURTSORT | Aşgabat, UdSSR, heute Turkmenistan |