Alfred Payrleitner
österreichischer Journalist und Sachbuchautor
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Leben und Werk
Alfred Payrleitner besuchte das Akademische Gymnasium in Wien, wo er 1953 maturierte.[1] Er studierte anschließend an der Hochschule für Welthandel. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit Fragen der sowjetischen Wirtschaftsrechnung.[3] Er begann seine journalistische Karriere bei der Zeitung Express. Danach war er bis 1967 freier Journalist.[4]
1967 wurde Alfred Payrleitner stellvertretender Chefredakteur des ORF als Stellvertreter von Alfons Dalma. Dort war Payrleitner zugleich Hauptabteilungsleiter für Politik und Zeitgeschehen.[4] Als Moderator trat er unter anderem bei den Live-Berichterstattungen zu den Nationalratswahlen 1970[5] und 1971[6] sowie in der Sendung ORF-Report[7] in Erscheinung.
1975 wechselte Alfred Payrleitner als Kommentarchef zur Tageszeitung Kurier. Im Jahre 1979 kehrte er zum ORF zurück und übernahm dort die Hauptabteilungen Dokumentationen (bis 1984) und Bildung und Zeitgeschehen (1984–1997).[4] Im Zuge dieser Tätigkeit begründete er u. a. die Sendungen Auslandsreport (seit 2004 Weltjournal),[8] die preisgekrönte Dokumentationsreihe Universum[9] und Modern Times (mit Werner Mück).[10]
2007 wurde er zum Ehrenobmann der Leseranwaltschaft ernannt, bezeichnete dieses Gremium aber aufgrund fehlender Kompetenzen selbst als „sinnlos“.[11][12][13] Die Leseranwaltschaft war vom Verein der Chefredakteure als Nachfolgerin des 2001 aufgelösten Presserates gegründet worden.[12][13]
Nach seiner Tätigkeit beim ORF war Payrleitner bis 2009 erneut Kommentator für den Kurier.[14]
Publikationen
- Pharma-Industrie und Gesellschaft. Walter de Gruyter, 1988, ISBN 3-11-111125-3.
- Adler und Löwe. Österreicher und Tschechen. Die eifersüchtige Verwandtschaft. Kremayr & Scheriau, Wien 1990, ISBN 3-218-00490-X.
- Der Einfluß der Medien auf die bewußte kollektive Meinung.[3] In: Das Bewußtsein. Wiener Studien zur Wissenschaftstheorie. (4), 1992, S. 456–474.
- als Hrsg.: Der Zeuge aus dem Gletscher. Das Rätsel der frühen Alpen-Europäer. Carl Ueberreuter, Wien 1995, ISBN 3-8000-3478-6.
- als Hrsg.: Aufbruch aus der Erstarrung. Neue Wege in die österreichische Politik. Molden Verlag, Wien 2001, ISBN 3-85485-023-9.
- als Hrsg.: Die Fesseln der Republik. Ist Österreich reformierbar? Molden Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85485-073-5.
- Österreicher und Tschechen. Alter Streit und neue Hoffnung. Böhlau Verlag, Wien 2003, ISBN 3-205-77041-2.
- als Hrsg.: Wurzeln und Visionen: Steirische Karrieren. Molden Verlag, Wien 2005, ISBN 3-85485-150-2.
- Wie neun Bundesländer wieder eins geworden sind. Ein heutiger Blick auf die Länderkonferenzen 1945. 2005.
- mit Gregor Woschnagg und Werner Mück: Hinter den Kulissen der EU. Österreichs EU-Vorsitz und die Zukunft Europas. Styria Verlag, Graz 2007, ISBN 978-3-222-13235-3.
Auszeichnungen
- 1972: Österreichischer Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung[15]
- Berufstitel Professor[16]
- 1990: Österreichischer Staatspreis für Wissenschaftspublizistik (Sonderpreis)
- 1993: CableACE Award, Kategorie Educational or Instructional Special or Series (gemeinsam mit Rod Caird, W. Paterson Ferns und Michael Hild)[17]
- 1996: Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung[10][18]
- 2008: Felix-Ermacora-Menschenrechtspreis (gemeinsam mit Christian Strohal)[19][20]
