Alfred Payrleitner

österreichischer Journalist und Sachbuchautor From Wikipedia, the free encyclopedia

Alfred Payrleitner (* 10. März 1935 in Wien[1]; † 4. April 2018[2]) war ein österreichischer Journalist und Autor.

Alfred Payrleitner (erster von links) als Moderator der ORF-Wahlberichterstattung zur Nationalratswahl 1970

Leben und Werk

Alfred Payrleitner besuchte das Akademische Gymnasium in Wien, wo er 1953 maturierte.[1] Er studierte anschließend an der Hochschule für Welthandel. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit Fragen der sowjetischen Wirtschaftsrechnung.[3] Er begann seine journalistische Karriere bei der Zeitung Express. Danach war er bis 1967 freier Journalist.[4]

1967 wurde Alfred Payrleitner stellvertretender Chefredakteur des ORF als Stellvertreter von Alfons Dalma. Dort war Payrleitner zugleich Hauptabteilungsleiter für Politik und Zeitgeschehen.[4] Als Moderator trat er unter anderem bei den Live-Berichterstattungen zu den Nationalratswahlen 1970[5] und 1971[6] sowie in der Sendung ORF-Report[7] in Erscheinung.

1975 wechselte Alfred Payrleitner als Kommentarchef zur Tageszeitung Kurier. Im Jahre 1979 kehrte er zum ORF zurück und übernahm dort die Hauptabteilungen Dokumentationen (bis 1984) und Bildung und Zeitgeschehen (1984–1997).[4] Im Zuge dieser Tätigkeit begründete er u. a. die Sendungen Auslandsreport (seit 2004 Weltjournal),[8] die preisgekrönte Dokumentationsreihe Universum[9] und Modern Times (mit Werner Mück).[10]

2007 wurde er zum Ehrenobmann der Leseranwaltschaft ernannt, bezeichnete dieses Gremium aber aufgrund fehlender Kompetenzen selbst als „sinnlos“.[11][12][13] Die Leseranwaltschaft war vom Verein der Chefredakteure als Nachfolgerin des 2001 aufgelösten Presserates gegründet worden.[12][13]

Nach seiner Tätigkeit beim ORF war Payrleitner bis 2009 erneut Kommentator für den Kurier.[14]

Publikationen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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