Alice Chien Chang

taiwanische Molekular- und Neurobiologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Alice Chien Chang (chinesisch 錢嘉韻, Pinyin Qián Jiāyùn; * um 1950[1]; † 2. März 2026) war eine taiwanische Molekular- und Neurobiologin.

Leben

Alice Chien machte Mitte der 1970er Jahre ihren Master-Abschluss in Zellbiologie an der University of Cincinnati. Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchte sie thermophile Bakterien aus heißen Quellen des Yellowstone-Nationalparks; hierbei gelang ihr die Isolierung der Taq-Polymerase. Damit schuf sie eine wichtige Voraussetzung für die 1985 entwickelte DNA-Vervielfältigung mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), eine wichtige Labormethode für genetische Untersuchungen, für die Kary Mullis 1993 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Auf dieser basiert beispielsweise der PCR-Test, der während der COVID-19-Pandemie eine große Bedeutung hatte.

Alice Chien promovierte im Fach Molekular-, Zell- und Entwicklungsbiologie an der Iowa State University, wo sie bei Horst Dieter Dellmann (1931–2023)[2] mit neurobiologischen Fragestellungen in Berührung kam; im Anschluss war sie 1981–1982 Postdoc für Mikrobiologie an der Medizinischen Fakultät der East Carolina University. Danach kehrte sie in ihre Heimat Taiwan zurück und wurde Professorin am Institut für Neurowissenschaften der Yang-Ming-Chiao-Tung-Nationaluniversität in Taipeh. Zu ihren Forschungsinteressen gehörte die Funktion einzelner Gene für das Zentralnervensystem sowie die Rolle defekter Oligodendrozyten bei der Entstehung Demyelinisierender Erkrankungen.

Familie

Der Ehemann von Alice Chien Chang, Nan-Chi Albert Chang, war Mikrobiologe an der Yang-Ming-Chiao-Tung-Nationaluniversität.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

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