Almaluez
Gemeinde in Spanien
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Almaluez bezeichnet einen Bergort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 113 Einwohnern (Stand: 2025) im Südosten der Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Zur Gemeinde gehören auch die in den 1970er Jahren eingemeindeten Weiler (pedanías) Aguaviva de la Vega, Chércoles und Puebla de Eca. Die katholische Kirchengemeinde gehört zum Bistum Osma-Soria.
| Gemeinde Almaluez | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
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| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Soria | |
| Comarca: | Tierra de Medinaceli | |
| Gerichtsbezirk: | Almazán | |
| Koordinaten: | 41° 17′ N, 2° 16′ W | |
| Höhe: | 821 msnm[1] | |
| Fläche: | 159,11 km²[2] | |
| Einwohner: | 113 (Stand: 2025)[3] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 42258 | |
| Gemeindenummer (INE): | 42018 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Ramiro Marco de León | |
| Website: | Almaluez | |
| Lage des Ortes | ||
Lage und Klima
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2017 |
| Einwohner | 518 | 466 | 465 | 303 | 148[5] |
Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben in hohem Maße zu dem deutlichen Rückgang der Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beigetragen.
Wirtschaft
Die Gemeinde lebte jahrhundertelang ausschließlich vom Getreideanbau (Gerste und Weizen), der hauptsächlich für die Selbstversorgung betrieben wurde; auch Viehhaltung (Schafe, Ziegen, Hühner) fand in geringem Maße statt. Der Ort Almaluez diente als merkantiles, handwerkliches und kulturelles Zentrum für die Dörfer, Weiler und Einzelgehöfte in seiner Umgebung. Heute spielt die Landwirtschaft immer noch die wichtigste Rolle, doch sind auch geringfügige Einnahmen aus dem Tourismus (Vermietung von Ferienwohnungen) zu verzeichnen.
Geschichte
Über die Geschichte der Gemeinde ist nur sehr wenig bekannt. Nach der arabisch-maurischen Eroberung entvölkerten sich weite Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel. Im 10. Jahrhundert begann unter dem kastilischen Grafen Gonzalo Téllez die in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts unter Alfons VI. vollendete Rückeroberung (reconquista) Altkastiliens. In dieser Zeit wurde die Gegend von Siedlern aus dem christlichen Norden neu- oder wiederbesiedelt (repoblación). Im Jahr 1597 kamen Teile der heutigen Gemeinde in den Besitz der Familie Hurtado de Mendoza; damit begann eine kurze wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit.
Sehenswürdigkeiten
- Almaluez
- Einzige Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Kirche Santa María Magdalena aus dem 16. Jahrhundert.
- Chércoles
- Die Kirche Nuestra Señora de Rueda zeigt deutliche Anklänge an die Spätgotik.
- Puebla de Eca
- Möglicherweise entstammt die Burgruine im Weiler Puebla de Eca noch der Maurenzeit.
- Die Kirche entstand im 16. Jahrhundert; der massive Glockenturm scheint älter zu sein.
- Die von vier Diensten begleitete Gerichtssäule (rollo oder picota) wurde in der Zeit um 1600 errichtet.
Weblinks
- Puebla de Eca – Fotos + Infos (spanisch)


