Alpitronic
italienischer Hersteller von Leistungselektronik aus Bozen
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Alpitronic ist ein Energietechnikhersteller mit Sitz in Bozen.[3] Gegründet 2009[3] begann der Aufstieg ab 2018 mit der Produktlinie der Hypercharger, eines Typs von HPC-Schnellladern für die Elektromobilität, die in Europa einen Marktanteil von 30 % erreichen.[1]
| Alpitronic | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2009 |
| Sitz | Bozen, |
| Leitung | Philipp Senoner[1] |
| Mitarbeiterzahl | 1100 (2025)[2] |
| Umsatz | 1 Milliarde Euro (2025)[2] |
| Branche | Energietechnik |
| Website | www.alpitronic.it |
| Stand: 11. Februar 2026 | |
Geschichte
Das Unternehmen wurde 2009 als Start-Up im Techno Innovation Park TIS gegründet. Schwerpunkt war Leistungselektronik. 2015 zog die Firma an den Bozner Boden und begann mit der Errichtung einer Produktion. Ab 2016 lieferte man eine Schneekanonensteuerung in Kleinserie aus. 2017 begann die Entwicklung einer Produktlinie für Gleichstrom-Ladesäulen, die ab 2018 produziert wird, zuerst in einer 50-kW-Variante.[3] Erreichte man 2023 noch einen Umsatz von knapp unter einer Milliarde Euro, waren es 2024 etwas darüber.[1] 2025 zeigte einen gebremsten Markt mit etwas unter einer Milliarde Euro Umsatz.[4][2] Die Zahl der Angestellten wuchs auf 1100 in 2025.[4][2]
Der Markt der Schnellladenetze entwickelt sich exponentiell.[5] 2018 wurden 80 Geräte gefertigt, 2019 dann 900, und 2023 dann 20.000 Schnelllader. Insgesamt befanden sich 2025 über 135.000 Alpitronic-Ladepunkte in Betrieb.[4] Die erste Megawatt-Ladestation wurde im Mai 2025 an der Brennerautobahn errichtet.[6]
Hypercharger

Die auf Siliziumcarbid-Technik basierenden Ladesäulen haben in einigen Märkten einen Marktanteil von über 50 %, europaweit liegt der Marktanteil bei 30 % in 2024.[1] Die nächste Generation mit 300 kW wurde dann mit einem modularen Konzept für verschiedene Leistungsklassen aufgebaut.[7]
2025 wurde das Ladesystem HYC 1000 vorgestellt, bei dem die Leistungsmodule nicht mehr in der Ladesäule, sondern in einer Umrichterstation (Power Cabinet) eingebaut sind, die bis zu acht Ladesäulen bedient. Für das Megawatt Charging System werden dabei 1000 kW bereitgestellt, für Combined Charging System bis zu 600 kW (max 600 A mit max 1000 V).[8] Die Ladesäulen sind für einen 1500 A MCS-Anschluss vorbereitet; bei zwei ölgekühlten Anschlüssen können beide gleichzeitig mit 600 A belastet werden.[9]
Eine spezielle Variante des HYC 1000 wurde im September 2025 genutzt, um den Concept AMG GT XX Demonstrator von Mercedes mit über einem 1 Megawatt (1041 kW) zu laden. Erreicht wurde dies für 2½ Minuten mittels eines speziellen CCS-Kabels mit 1176 A.[10][11] Mercedes entwickelt mit Alpitronic eine Variante mit 800 A um kontinuierlich 600 kW bereitzustellen, zuerst an den eigenen Standorten,[12] und nachfolgend in den Netzen von Ionity in Europa und Ionchi in China.[13][14]
