Alsfeld-Berfa

Stadtteil von Alsfeld From Wikipedia, the free encyclopedia

Berfa ist ein Stadtteil der Stadt Alsfeld im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Schnelle Fakten Berfa Stadt Alsfeld ...
Berfa
Stadt Alsfeld
Wappen von Berfa
Koordinaten: 50° 46′ N,  21′ O
Höhe: 302 (303–331) m ü. NHN
Fläche: 6,85 km²[1]
Einwohner: 521 (31. Dez. 2021)[2]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36304
Vorwahl: 06639
Ortsschule (links) und evangelische Kirche Berfa (rechts)
Ortsschule (links) und evangelische Kirche Berfa (rechts)
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Geographie

Berfa liegt nordöstlich der Kernstadt am kleinen Fluss Berf, der dem Ort seinen Namen gab, und im Tal zwischen dem Bechtelsberg und der Steinfirst. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3157 und 3295. Im Süden führt die Bundesautobahn 5 an Berfa vorbei. Berfa ist am ehesten bekannt durch die gleichnamige BAB Autobahnraststätte an dieser Autobahn.

Geschichte

Ortsgeschichte

Der Bereich war bereits vor 3000 bis 4000 Jahren besiedelt. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Berfa erfolgte unter dem Namen superior Berfe im Jahr 1282.[1]

Zum 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Berfa im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Alsfeld eingegliedert. Gleichzeitig wechselte der Ort damit vom Kreis Ziegenhain in den Vogelsbergkreis.[3][4] Für den Stadtteil Berfa, wie für die übrigen Stadtteile von Alsfeld, wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.[5]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Berfa angehört(e):[1][6]

Gerichte seit 1821

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz getrennt. In Ziegenhain wurde der Kreis Ziegenhain für die Verwaltung eingerichtet und das Justizamt Oberaula war als Gericht in erster Instanz für Berfa zuständig.[10] Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Oberaula.[11][12] Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 blieb das Amtsgericht unter seinem Namen bestehen.

Das Amtsgericht Oberaula war ab dem 15. Juli 1943 nur noch Zweigstelle des Amtsgerichts Treysa und ab März 1947 Zweigstelle des Amtsgerichts Neukirchen. Die Zweigstelle wurde am 30. Juni 1969 aufgehoben. Der Bezirk des ehemaligen Amtsgerichts Oberaula ging mit diesem Tag im Bezirk des Amtsgerichts Treysa auf, das 1970 in Amtsgericht Schwalmstadt umbenannt wurde.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Berfa 588 Einwohner. Darunter waren 6 (1,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 81 Einwohner unter 18 Jahren, 231 zwischen 18 und 49, 138 zwischen 50 und 64 und 135 Einwohner waren älter.[13] Die Einwohner lebten in 231 Haushalten. Davon waren 57 Singlehaushalte, 66 Paare ohne Kinder und 87 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 57 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 135 Haushaltungen leben keine Senioren.[13]

Einwohnerentwicklung

Quelle:Historisches Ortslexikon[1]
 1585:42 Hausgesesse
 1639:17 Hausgesesse, 3 Witwen.
 1681:37 Hausgesesse, 4 Ausschuss, ein Junggeselle.
 1750:41 Wohnhäuser mit 211 Einwohnern.
Weitere Informationen Berfa: Einwohnerzahlen von 1750 bis 2020 ...
Berfa: Einwohnerzahlen von 1750 bis 2020
Jahr  Einwohner
1750
 
211
1800
 
?
1834
 
370
1840
 
404
1846
 
417
1852
 
444
1858
 
441
1864
 
483
1871
 
489
1875
 
472
1885
 
523
1895
 
519
1905
 
548
1910
 
600
1925
 
633
1939
 
669
1946
 
862
1950
 
853
1956
 
708
1961
 
754
1967
 
751
1970
 
728
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2006
 
636
2011
 
588
2015
 
537
2020
 
511
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Alsfeld: 2006:[14], 2015[15], 2020[16]; Zensus 2011[13]
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Historische Erwerbstätigkeit

Quelle:Historisches Ortslexikon[1]
 1750:Erwerbspersonen: zwei Schneider, ein Maurer, sechs Leineweber, zwei Müller, zwei Schmiede, ein Botgänger, zwei Tagelöhner, zwei Branntweinbrenner und -schenker, ein Wirt.
 1838:Familien: 30 Ackerbau, 21 Gewerbe, 28 Tagelöhner.
 1961:Erwerbspersonen: 173 Land- und Forstwirtschaft, 165 produzierendes Gewerbe, 28 Handel und Verkehr, 18 Dienstleistung und Sonstiges.

Religion

Evangelische Kirche in Berfa

Die evangelische Kirche in Berfa ist ein einfacher Saalbau von 1748. Auf einen älteren Bau, vermutlich am gleichen Ort, verweist ein gotischer Fensterbogen, der 2002 bei Arbeiten an den Grundmauern freigelegt wurde. Die Kirche gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Bechtelsberg, die Teil des Kirchenkreises Schwalm-Eder in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist.[17]

Historische Religionszugehörigkeit[1]
 1861:465 evangelisch-reformierte, sechs jüdische Einwohner
 1885:520 evangelische (= 99,43 %), drei jüdische (= 0,57 %) Einwohner
 1961:721 evangelische (= 95,62 %), 31 katholische (= 4,11 %) Einwohner

Politik

Für Berfa besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Berfa) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 63,4 %. Alle Kandidaten gehörten der „Wählergemeinsachaft Berfa“ an.[18] Der Ortsbeirat wählte Heinz Stumpf zum Ortsvorsteher.[19]

Kulturdenkmäler

Literatur

Commons: Berfa (Alsfeld) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

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