Altenbruch

Stadtteil von Cuxhaven From Wikipedia, the free encyclopedia

Altenbruch (gesprochen mit langem u wie in Buch; niederdeutsch Olenbrook) ist ein Ortsteil der Mittelstadt Cuxhaven im Norden des niedersächsischen Landkreises Cuxhaven.

Schnelle Fakten
Altenbruch
Olenbrook (niederdeutsch)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Stadt Cuxhaven
Wappen von Altenbruch
Koordinaten: 53° 49′ N,  46′ O
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 38,23 km²[1]
Einwohner: 3760 (19. Mai 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 27478
Vorwahl: 04722
Altenbruch (Niedersachsen)
Altenbruch (Niedersachsen)
Lage von Altenbruch in Niedersachsen
Altenbruch in der Stadt Cuxhaven
Altenbruch in der Stadt Cuxhaven
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Geografie

Luftbild vom Altenbrucher Hafen (2011)

Lage

Der Ort liegt ungefähr einen Kilometer vom Elbdeich und etwa sechs Kilometer südöstlich von Cuxhaven entfernt. Die Braake, ein Vorfluter, der die Niederung bis Otterndorf entwässert, fließt durch Altenbruch. An ihrer Mündung in die Elbe befindet sich ein kleiner Hafen und der restaurierte Leuchtturm, (die) Dicke Berta aus 1897/1919, der früher als Richtfeuer (Unterfeuer) diente. Wenige Meter westlich von Altenbruch steht das Oberfeuer Altenbruch, die Neue schlanke Anna, ein 1971 gebauter, 59 m hoher Betonturm als weit sichtbare Landmarke, der die 1897 erbaute und 1976 abgerissene Schlanke Anna ersetzt.

Nachbarorte

Groden
Altenwalde – Ortsteil Franzenburg Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Otterndorf
(Samtgemeinde Land Hadeln)
Lüdingworth Neuenkirchen
(Samtgemeinde Land Hadeln)

(Quelle:[3])

Geschichte

In seiner Form ist Altenbruch ein Straßendorf, das sich über eine Länge von 15 km und eine Breite von 3 km westlich von Otterndorf hinzieht. Es scheint eine planmäßige Kolonisierung im Rahmen der Eindeichung der Elbe gewesen zu sein, worauf die lockere Besiedlung hindeutet. Eine der ersten urkundlichen Nennungen ist vom 12. November 1280, als ein Pfarrer („plebanus“) für Altenbruch erwähnt wird. Das Land war großenteils im Besitz der Bauern, die das durch Landsitze und Wappen auch zeigten.

Eingemeindungen

Der Ort war ursprünglich eine selbständige Gemeinde im sächsisch-lauenburgischen und später im hannoverschen Land Hadeln. Danach gehörte er ab 1866 zum preußischen Kreis des Landes Hadeln, bis er am 1. Juli 1972 nach Cuxhaven eingemeindet wurde.[4] Am 1. August 1929 wurden die Ortsteile Bingen, Blink, Ochsenhemm, Udendorf und Wehldorf der aufgelösten Gemeinde Westerende Otterndorf in die Gemeinde Altenbruch eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohnerQuelleGraphische Darstellung
18902079[6]
19102588[7]
19252744[6]
19332894
19392978
19504862[1]
19564078
20183760[2]
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Politik

Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 58,9 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,4 %
19,5 %
13,9 %
10,9 %
8,5 %
1,7 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Einzelbewerber Heiko Lüke
d Cuxhavener Wählergem. politisch unabh. Bürger
f Einzelbewerber Hans-Jürgen Wendt

Ortsrat

Der Ortsrat von Altenbruch setzt sich aus neun Ratsmitgliedern folgender Parteien zusammen:[8]

(Stand: Kommunalwahl 12. September 2021)

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister von Altenbruch ist Christoph Frauenpreiß (CDU). Sein Stellvertreter ist Peter Altenburg (Die Cuxhavener).[9]

Chronik der Ortsbürgermeister

  • 22. November 2021 – dato: Christoph Frauenpreiß (CDU)
  • 1. September 2020 – 21. November 2021: Hans-Jürgen Umland (Grüne)[10]
  • 2004 – 28. Juli 2020: Jörg-Heinrich Ahlemeyer (CDU)[11]
  • 1981 – 2004: Werner Schütt (CDU)[12]

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Altenbruch stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.[13]

Wappen von Altenbruch
Wappen von Altenbruch
Blasonierung: „In Silber über grünem von zwei silbernen Wellenbalken durchzogenen Schildfuß eine rote zweitürmige Kirche mit blauen Turmspitzen.“[13]
Wappenbegründung: Die St.-Nicolai-Kirche ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Der Schildfuß symbolisiert die Lage des Ortes in der Marsch am Elbufer.

Städtepartnerschaft

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Altenbruch, Kirchtürme von St. Nicolai

Bauwerke

Fotogalerie

Naturdenkmale

  • Lindenallee (Verordnungsdatum 28. Juni 1952)
  • Baumgruppe (Verordnungsdatum 23. März 1960)

Verkehr

Die Bundesstraße 73 führt südlich um Altenbruch herum. Die Bahnlinie von Hamburg-Harburg nach Cuxhaven, die Niederelbebahn führt nahe an Altenbruch vorbei, seit 1991 halten hier keine Züge. Der Bahnhof ist erhalten und liegt etwas außerhalb des Ortes.[16]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Mit Altenbruch verbunden

  • Johann Martin Müller (1722–1781), Pädagoge, Rektor der lateinischen Schule in Altenbruch
  • Carsten Niebuhr (1733–1815), Mathematiker, Kartograf und Forschungsreisender in dänischen Diensten, besuchte die Lateinschule in Altenbruch
  • Johann Diedrich Plate (1816–1902), Lehrer und Autor, Lehrer in Altenbruch (1869–1886)
  • Martin Bücking (1868–1954), evangelisch-lutherischer Pfarrer und Schriftsteller, drei Jahre Rektor in Altenbruch
  • Wilhelm Neander (1892–1968), Theologe und Kirchenhistoriker, Pfarrer in Altenbruch (1945–1948)
  • Erich von Lojewski (1909–1970), Journalist, Redakteur und Schriftsteller, lebte nach dem Kriege in Altenbruch
  • Wolf von Lojewski (* 1937), Fernsehjournalist und Sachbuchautor, lebte nach dem Kriege in Altenbruch
  • Hans-Christian Biallas (1956–2022), evangelischer Theologe, Politiker (CDU) und Präsident der Klosterkammer Hannover, Pastor in Altenbruch (1983–1994)

Sagen und Legenden

  • Die beiden Turmspitzen von Altenbruch
  • Der Altarschrein zu Altenbruch
  • Von der Zehntfreiheit des Westerteiles in Altenbruch
  • Vom Ursprung des Namens Poitlangenteil
  • Der starke Goos
  • Der Fluch der Bettlerin
  • Der gebannte Dieb
  • Der Schädel in der Warningsackermühle

(Quelle:[17])

Literatur

  • Hinrich Alpers: Altenbruch einst und jetzt. Ein Wegweiser. Eigenverlag Stadt Cuxhaven, Stadtteil Altenbruch, Cuxhaven 1974.
  • Alfred Weckwerth: Ev.-lutherische St.-Nicolai-Kirche Cuxhaven-Altenbruch. In: Schnell Kunstführer. 3. Auflage. Band 1495. Schnell & Steiner, München 2004, ISBN 978-3-7954-5202-5.
  • Maria Ebert: Altenbruch – Nordseebad am Weltschifffahrtsweg. Duckdalben Verlag, Cuxhaven 2018, ISBN 3-947351-01-1.

Einzelnachweise

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