Altengreuth
Ortsteil der Stadt Schillingsfürst
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Altengreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Schillingsfürst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Altengreuth liegt in der Gemarkung Stilzendorf.[3]
Altengreuth Stadt Schillingsfürst | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 17′ N, 10° 19′ O |
| Höhe: | 469–480 m ü. NHN |
| Einwohner: | 27 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91583 |
| Vorwahl: | 09868 |
Geographie
Der Weiler liegt am Steinbach, einem linken Zufluss des Erlbacher Mühlbachs, der ein rechter Zufluss der Altmühl ist. 1 km östlich des Ortes erhebt sich der Schwander Berg (503 m ü. NHN), 0,5 km nördlich der Münchsberg – dort liegt auch das Flurgebiet Strohbrunnen – und 1 km westlich der Obere First (514 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2246 führt nach Schillingsfürst (4 km westlich) bzw. nach Neureuth (1,5 km nordöstlich). Die Kreisstraße AN 34 führt nach Traisdorf (1,7 km nördlich).[4]
Geschichte
Laut dem 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amts Brunst aus dem Jahr 1608 bildete Altengreuth mit Schorndorf eine Realgemeinde. In Altengreuth gab es 6 Mannschaften: 4 Anwesen waren dem Rat zu Rothenburg vogt- und steuerbar, gült- und lehenbar waren von diesen 2 Anwesen dem Schloss Diebach und 2 Anwesen den Walchischen Erben zu Rothenburg. Über 2 Anwesen übte hohenlohe-schillingsfürstischen Amt Schillingsfürst die Grundherrschaft in vollem Umfang aus. Das Hochgericht übte das Amt Brunst aus.[5] Im 16-Punkte-Bericht des Amts Leutershausen aus dem Jahr 1681 wurden für Altengreuth ebenfalls 6 Mannschaften verzeichnet: 4 Anwesen unterstanden dem Amt Schillingsfürst und 2 Anwesen der Reichsstadt Rothenburg. Das Hochgericht übte das Amt Leutershausen aus.[6]
1799 gab es in dem Ort acht Untertansfamilien.[7] Er gehörte gemäß einer Auflistung von 1830 zu einem „die Brünst“ oder „die Brunst“ genannten, seit dem Mittelalter stellenweise gerodeten umfangreichen Waldgebiet zwischen Leutershausen und Kloster Sulz mit dem Hauptort Brunst. Die Brünst war für ihre gute Rinderviehzucht bekannt; ihre 22 Dörfer galten als reich.[8]
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Altengreuth dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Stilzendorf zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Schillingsfürst eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Weißenkirchberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.[20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Altengreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 71 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Attenkreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 184 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Altreuth. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 435 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 12.
Weblinks
- Altengreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 26. November 2021.
- Altengreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. September 2019.
- Altengreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 23. April 2025.