Am Sande
Platz und Straße im Stadtzentrum von Lüneburg
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Der Platz Am Sande liegt im Stadtzentrum von Lüneburg. Er ist umgeben von vorwiegend mittelalterlichen Bürgerhäusern mit ihren gotischen Treppen- und geschwungenen barocken Schneckengiebeln.




Lage
Der Platz Am Sande ist etwa 225 Meter lang und zwischen 30 und 40 Meter breit, er erstreckt sich in West-Ost-Richtung. Zur St. Johanniskirche im Osten des Platzes besteht ein leichtes Gefälle. Am östlichen Ende des Platzes biegt eine Straße mit dem Namen Am Sande in Richtung Norden ab. An der nächsten Kreuzung mit Papenstraße und Glockenstraße geht die Straße in die Straße Am Berge über. Von Am Sande gehen weiter folgende Straßen ab: Bei der Johanniskirche, Rote Straße, Heiligengeiststraße, Grapengießerstraße und die Kleine Bäckerstraße. Die Nummerierung beginnt an der westlichen Seite mit der Nummer 1, es ist die Industrie- und Handelskammer. Sie läuft dann weiter gegen den Uhrzeigersinn, durch den nördlichen Abstecher bis zur Kleinen Bäckerstraße. Die folgenden drei Häuser gehören bereits zur Grapengießerstraße.
Geschichte
Erstmals wurde der Platz im Jahre 1229 als „in harena“ erwähnt. Der Platz war ursprünglich nicht befestigt, daher der Name Am Sande. Entstanden ist der Platz als Verbindung der Siedlung Modestorpe, der Kalkbergsiedlung und der Saline. Außerdem verliefen hier die Handelsstraße nach Magdeburg und Braunschweig sowie nach Hamburg und Lübeck. Durch die Handelswege wurde der Platz zum Warenumschlagsplatz. Aus dem Jahre 1500 ist eine Gebührenordnung bekannt, aus dieser ist die Bedeutung des Platzes ablesbar. Der Salzhandel fand in dem Haus Am Sande 45 statt, es war eine Weißladerei. Weiter ist belegt, dass Am Sande ab 1421 Bier und ab 1570 Korn gehandelt wurde. Weiter ist der Fischhandel und der Handel mit Bauholz in Urkunden festgehalten.
Die Bebauung
Das auffälligste Gebäude ist das am westlichen Ende des Platzes befindende einstige Brauhaus, das Haus Schütting. Das im Jahre 1548 vollendete Gebäude aus schwarz-weiß glasierten Backsteinen steht an der westlichen Schmalseite und beherbergt heute die Industrie- und Handelskammer. Auf der östlichen Schmalseite beherrscht der 108 Meter hohe Turm der Kirche St. Johanniskirche die Ansicht des östlichen Platzes. Die Kirche gehört postalisch aber nicht zum Platz. Die Erdgeschosse der Gebäude Am Sande wurden seit dem 19. Jahrhundert durch Einbauten von Läden, Gastwirtschaften und sonstige Gewerbetreibende stark verändert. Die Giebel sind aber weitgehend erhalten geblieben. Sie bieten eine Übersicht der lüneburgischen Architektur. Die ältesten Giebel stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert, es sind die Giebel der Häuser Am Sande 50 und 53. Die Häuser Am Sande 5, 17 und 48 sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut worden und stehen nicht unter Denkmalschutz.
Baudenkmale
Die Quelle der IDs und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen.[1] Der Stand der Liste ist der 24. Oktober 2023.
| Lage | Bezeichnung | Beschreibung |
ID |
Bild |
|---|---|---|---|---|
| Am Sande 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 38″ O |
Platz | Langgestreckte Platzanlage mit Kopfstein-Pflasterung. Länge ca. 225 Meter und Breite von ca. 30–40 Meter und hat ein leichtes Gefälle in Richtung Osten zur Ilmenau-Niederung. Als Begrenzung dient die beidseitig geschlossene Platzrandbebauung. Entstanden als zunächst unbefestigte (=Am Sande) Anlage der mittelalterlichen Besiedlung Lüneburgs als Verbindung der Siedlung Modestorpe, der Kalkbergsiedlung und der Saline. Über den Kreuzungspunkt dieser Siedlungen verliefen die Handelsstraßen nach Magdeburg/Braunschweig und nach Hamburg/Lübeck, der Lüneburger Platz wurde so schnell zum Warenumschlagsplatz. Erstmals urkundlich erwähnt ist er im Jahre 1229 als „in harena“. | 30681802 |
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| Am Sande 1 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 30″ O |
Geschäftshaus | Zum Platz giebelständiger dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Mit hohem EG und zwei seitlichen Utluchten. Die platzseitige Fassade mit siebenteiligen Staffelgiebel und Geschossteilung durch verputzte Friese, die wie die Pfeiler mit Taustäben besetzt sind. In den Bogenzwickeln der stichbogigen Geschossblenden und den Friesen des Giebels von Taustäben gerahmte, mit farbig-glasierten Terrakotten gefüllte Kreise. Auch zur nördlich anliegenden Grapengießerstraße Blendenarchitektur mit Medaillons. Auffallende Fassadengestaltung durch schwarzen Anstrich mit einem weißen Fugennetz. Erbaut 1548 (i) als Brauhaus für den Brauer Harmen Kloppenborch, gemeinsam mit dem anschließenden Haus Nr. 2, und bis 1898 als Brauhaus genutzt. 1898 einschneidende Grundrissveränderungen (durch den Architekten Wilhelm Matthies) für die bereits bestehende gastronomische Nutzung, heute Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg. | 30655050 |
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| Am Sande 2 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 30″ O |
Geschäftshaus | Zum Platz giebelständiger viergeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Mit hohem EG und einem niedrigen ersten OG. Die platzseitige Fassade gestaltet mit fünfteiligen Staffelgiebel und Geschossteilung durch verputzte Friese, die wie die Pfeiler mit Taustäben besetzt sind. In den Bogenzwickeln der stichbogigen Geschossblenden und den Friesen des Giebels von Taustäben gerahmte, mit farbig-glasierten Terrakotten gefüllte Kreise. Das unterste DG auffallend hoch und mit spitzbogigen Öffnungen im Giebel; Fassadengestaltung durch schwarzen Anstrich mit einem weißen Fugennetz. Erbaut 1548 (i) gemeinsam mit dem nördlich anschließenden Brauhaus, ebenfalls für den Brauer Harmen Kloppenborch, die Friese sind bis über das dritte OG durchlaufend. 1586 verkauft, seitdem unabhängig vom Nachbargebäude genutzt. | 30655098 |
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| Am Sande 3 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 31″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Zum Platz Am Sande giebelständiger viergeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung, in Ecklage zur Heiligengeiststraße. Giebelfassade dreiachsig. Erbaut als Dielenhaus im 16. Jh, in der zweiten Hälfte des 18. Jh. durchgreifend umgebaut, dabei die Fassade verputzt mit Putz-Eckquaderung und ausgestellten Gesimsen sowie faschengerahmten Fenstern, zudem zweifach geschweifter Volutengiebel mit bekrönendem Dreieck aufgesetzt. Nutzung als Backhaus ist seit 1426 belegt und wurde erst 1936 aufgegeben. | 30670836 |
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| Am Sande 4 53° 14′ 49″ N, 10° 24′ 32″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Traufständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig im nördlichen Hausbereich ein Zwerchhaus mit einem fünffachen hohen Staffelgiebel sowie an der Nordostecke des Hauses ein vom ersten OGs hochgeführter dreigeschossiger runder turmartiger Erker, beide Elemente geschmückt mit Backsteinornamentik. Erbaut 1908 an Stelle eines Vorgängerbaues aus der ersten Hälfte des 16. Jh. durch den Maurermeister Otto Püschel für den Seilermeister Georg Antony. Das DG schon bauzeitlich ausgebaut. | 30670859 |
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| Am Sande 6/7 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 33″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig mit siebenteiligem Staffelgiebel und symmetrischer Fassadengestaltung mit geschosstrennenden Putzbändern, vier übereinander liegenden mittigen Ladeluken, stichbogenförmigen Öffnungen und spitzbogigen verputzten Blendfeldern. Erbaut wohl Mitte des 16. Jh. als Dielenhaus mit hoher Diele und niedrigem Luchtgeschoss, Erd- und erstes OG heute überformt. Rückwärtiges Giebeldreieck in Fachwerk aufgeführt und am Schwellbalken 1786 (i) datiert. Seit 1449 als Backhaus genutzt. | 30655025 |
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| Am Sande 8 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 34″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Giebelständiger, viergeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig mit hohem siebenfachem Staffelgiebel, dieser über einem geschosstrennenden Putzfries und mit Kreisblenden und rundbogigen Biforien in den Blend-Putzfeldern geschmückt. Erbaut Ende des 15. Jh. als Brauhaus für den Brauer Ludeke Reynstorp, bis 1872 als solches genutzt, danach als Herberge, Gastwirtschaft und Brennerei. | 30655121 |
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| Am Sande 9 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 35″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Breitgelagerter, zweigeschossiger Backsteinbau mit ziegelgedecktem Satteldach. Im Kern vermutlich um 1500 als Dielen- und Wohnhaus entstanden; 1859 Umbau zum Hotel und Errichtung der heutigen straßenseitigen Fassade durch den damaligen Eigentümer und Architekten August Wellenkamp, dabei zum Platz hin aufwändige Gestaltung mit fünfteiligen Staffelgiebel mit reichem Schmuck. | 30655075 |
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| Am Sande 10 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 35″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Die straßenseitige Fassade von fünfteiligen, geschlämmten Staffelgiebel überfangen, dessen Geschosse durch Putzfriese voneinander getrennt sind. Erbaut in der ersten Hälfte des 16. Jh. als Nebenhaus zu Am Sande 9. erbaut, seit 1840 von dieser Parzelle abgetrennt. | 30670882 |
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| Am Sande 10 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 35″ O |
Seitenflügel | Zweigeschossiger Bau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Erdgeschoss massiv in Backstein, Obergeschoss in Fachwerk mit Backsteinausfachung, Konstruktion mit zweifacher Verriegelung und Schwelle-Rähm-Streben in den Außengefachen. Auf der Ostseite im Dach mittig ein Aufzugserker. Errichtet in der ersten Hälfte des 19. h. | 30646438 |
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| Am Sande 11 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 36″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut in der ersten Hälfte des 16. Jh. als Brauhaus, bis 1860 als solches genutzt. Anstelle des vermutlich ursprünglichen siebenteiligen Staffelgiebels wurde in der ersten Hälfte des 18. Jh. ein Volutengiebel mit konvex geschweiftem Mittelteil unterhalb des bekrönenden Segmentbogenaufsatzes aufgesetzt, die ehemalige hohe Diele (im westlichen Gebäudeteil) wurde vermutlich zeitgleich zweigeschossig ausgebaut. | 30670906 |
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| Am Sande 12 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 36″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Breitgelagerter giebelständiger dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. In die Ostachse ist die frühere Durchfahrt in den Hof integriert. Im Kern zurückgehend auf ein Dielenhaus der zweiten Hälfte des 15. Jh., umgebaut um 1800 (geschlämmte und von backsteinimitierenden Fugennetz überzogene Nordfassade, Steilgiebel mit Traufstaffeln und bekrönendem Dreieckgiebel, geschosstrennende Bandgesimse und das abschließende Ochsenauge). Im Inneren Deckenmalereien der zweiten Hälfte des 16. Jh. in vegetabilen Formen mit Medaillons erhalten. | 30670929 |
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| Am Sande 14/15 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 37″ O |
Sparkasse | Traufständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Mit großem seitlichen Zwerchhaus, das in fünfteiligen Staffelgiebel abschließt, im Osten der Straßenfassade und im Westen zweigeschossigen Fachwerkerker mit Backsteinausfachung über das erste und zweite OG. Erbaut 1907 (i) nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Meyer für Bauherr Ernst Leppert, der sich hier mit einer Essig- und Senffabrik niederließ. | 30670950 |
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| Am Sande 16 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut im Kern im 15. Jh.; um 1500 nach Süden etwa um ein Drittel verlängert und mit kaminbeheizten Saal eingerichtet. Seitlich der rundbogigen Tür zwei Utluchten und Beischlagwangen mit gotischem Rankenwerk und Wappen der Zeit um 1500. Mitte des 18. Jh. Straßenfassade erneuert mit Volutengiebel mit Segmentbogenschluss über Ochsenauge, dabei mit westlich ausgreifenden Wange die Durchfahrt überbaut und hierdurch asymmetrisch in die Giebelgestaltung einbezogen. | 30670999 |
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| Am Sande 16 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 39″ O |
Hofflügel | Dreigeschossiger Backsteinbau mit hohem ziegelgedecktem Satteldach. Großzügig durchfenstert, ehemals gab es im zweiten OG einen Saal mit Kamin an der östlichen Traufwand. Erbaut um 1500. | 30647451 |
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| Am Sande 18 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Traufständiger dreigeschossiger unterkellerter Massivbau mit flachem ziegelgedecktem Walmdach. Siebenachsige Putzfassade symmetrisch aufgebaut, EG mit horizontalem Fugenschnitt durch Gesims abgetrennt, darüber ohne Horizontalgliederung zusammengefasst das Piano nobile und das niedrigere zweite OG. Portalgerahmter mittige Eingang über zweiarmige Treppe erreichbar. Erbaut 1711 (i) mit nach Süden abgehenden Seitenflügel und unter Einbeziehung eines ehemaligen Dielenhauses des 15. Jh. und eines weiteren giebelständigen Gebäudes. Im Inneren bauzeitliche Ausstattung (Treppe, Stuckdecken) erhalten. Über dem Eingang die Jahreszahl 1711 und die Inschrift Meliorem spero. Hier die Landeszeitung. | 30671040 |
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| Am Sande 19 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Traufständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit flachem Dach. Erdgeschoss verputzt, in den beiden Obergeschossen vierachsig und backsteinsichtig mit Zwischen- und Traufgesims sowie faschengerahmten Fenstern in Stuck. Erbaut 1894 für den Steinhauermeister Ernst Meyer als Wohn- und Geschäftshaus, dann zunächst als Hotel sowie Gastwirtschaft eingerichtet. | 30650399 |
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| Am Sande 19 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 40″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger Backsteinbau unter ziegelgedecktem Satteldach. Erbaut als Hofflügel in der ersten Hälfte des 16. Jh. 1984/85 entkernt. | 30646583 |
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| Am Sande 20 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohn-/ Geschäftshaus | Giebelständiges dreigeschossiges schmales Backsteinhaus mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenfassade dreiachsig, oben in schlichten Staffelgiebel auslaufend; mit verputzten geschosstrennenden Friesen und Blendfenstern in den Staffeln; Öffnungen segmentbogenförmig mit mehrwulstigen Gewänden. Rückwärtiger Giebel in Fachwerk mit Backsteinausfachung. Erbaut im Kern um 1500, im 17. Jh. erneuert. Erd- und erstes OG straßenseitig überformt. | 30671063 |
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| Am Sande 20 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 40″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Fachwerkbau von 16 Gebinden mit über Karniesknaggen leicht vorkragenden OG; hier die Brüstungsgefache der Ostseite teilweise im Zierverband. Errichtet 1688 (i) | 30646672 |
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| Am Sande 21 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Giebelständiges, viergeschossiges Backsteingebäude unter Satteldach in Ziegeldeckung. Mit hohem Erd- und niedrigerem OG, darüber zwei dreiachsige Speichergeschosse mit gleichmäßigen Öffnungen, zwei weitere im begradigten Giebel, getrennt jeweils durch ein Fischgrätfries. Im Kern wohl vom Ende des 15. Jah. stammend, der Giebel um 1750 erneuert. Das in der Westachse gelegene Spitzbogenportal stammt von 1906, westlich davon ein Beischlag des 18. Jh. (Wange aus nur vorderseitig bearbeiteten Sandsteinplatte mit geschweiftem oberem Abschluss). | 30671087 |
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| Am Sande 21 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 41″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung unter ziegelgedecktem Pultdach, angelehnt an den Flügelbau des Hauses Nr. 22. Fachwerk mit 13 Gebinden, OG über Knaggen vorkragend. Im Kern vermutlich älter, das Außenfachwerk in der Mitte des 18. Jh. erneuert. 1980 nach Süden verlängert. | 30648660 |
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| Am Sande 22 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Breitgelagerter, giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Mit hohem Erd- und niedrigem ersten OG, darüber ein ehemaliges Lagergeschoss mit Ladeluke, ebenso in den Speichergeschossen des Daches. Im Kern wohl 1535 (Ersterwähnung als Brauhaus) entstanden, segmentbogig abschließender Volutengiebel aus der ersten Hälfte des 18. Jh. Brauhaus seit 1535, Ende des 16. Jh. unter dem Namen „Goldene Rose“ bekannt, seit 1763 Betrieb einer Branntweinbrennerei. | 30655165 |
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| Am Sande 22 53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 41″ O |
Hofflügel | Dreigeschossiger Backsteinbau unter Satteldach in Ziegeldeckung, die östliche Trauf- und die südliche Giebelwand des zweiten ObG in Fachwerk mit Backsteinausfachung, mit zwölf Gefach Länge. Erbaut um 1600 als Seitenflügel zum Vorderhaus, aufgrund der Brennereinutzung im 19. Jh. mehrfach umgestaltet, u.a. 1865 (i) durch Branntweinbrenner Wilhelm Wiegels. | 30687585 |
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| Am Sande 22 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 41″ O |
Brennereischornstein | 30 Meter hoher Backstein-Schornstein über viereckigem Grundriss, nach oben verjüngt und mit über aufwändig profiliertem Konsolgesims auskragenden Kopf abschließend. Errichtet um 1865 als Schornstein für die Kornbrennerei Wiegels. | 30648015 |
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| Am Sande 23 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, viergeschossiger Backsteinbau mit flachem Satteldach in Ziegeldeckung. Einheitliche dreiachsige Fassade mit Zwischengesimsen, Fensterrahmungen und flachen Dreiecksgiebel mit Traufstaffeln. Erbaut 1881 für den Schuhmachermeister Mencke, die Fassade von Maurermeister August Körner gestaltet. | 30671111 |
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| Am Sande 24 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 42″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, dreigeschossiger Massivbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenfassade verputzt, dreiachsig, schlicht mit Bandgesims gestaltet. Erbaut im ersten Viertel des 19. Jh. unter Einbeziehung der Traufwände eines Vorgängerbaus. | 30671129 |
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| Am Sande 25 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hotel | Giebelständiger, viergeschossiger Backsteinbau unter sehr flachem Satteldach. Fassade verputzt und vierachsig, schlicht gestaltet (früherer Dekor teilweise entfernt) mit waagerechtem Giebelabschluss. 1878 durch Zimmermeister J. G. Lendorf über einem Keller des 16. Jh. errichtet, seit 1880 als Hotel genutzt. Im Inneren neben dem älteren Keller auch vielfältige Ausstattung (Treppe mit Dockengeländer, Stuck) erhalten. | 30671147 |
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| Am Sande 25 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 42″ O |
Seitenflügel | Dreigeschossiger schmaler Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Errichtet am ehemaligen Brauhaus (durch Hotelbau 1878 ersetzt) in der zweiten Hälfte des 18. Jh. | 30648751 |
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| Am Sande 26 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 42″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger breitgelagerter zweigeschossiger Backsteinbau unter Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut um 1500 als Dielenhaus mit Herdstelle vor der Westwand, im ersten Viertel des 19. Jh. zweigeschossig durchgebaut und die Fassade mit fünfachsigem OG und Dreiecksgiebel mit Trauf- und Fußstaffeln neu gestaltet. 1876 Erneuerung der östlichen Traufwand mit umlaufendem Klötzchenfries über dem EG. | 30650418 |
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| Am Sande 27 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 42″ O |
Wohnhaus | Zum Platz giebelständiger zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut 1489 (d), die Fassade zum Sande Mitte des 18. Jahrhunderts mit einem Volutengiebel erneuert, seit 1874 verputzt und mit quaderimitierender Einfassung der Gebäudekanten sowie drei Blendmaßwerkrosetten über den Erdgeschossfenstern versehen. Im OG des backsteinsichtigen Rückgiebels zwei zugesetzte Segmentbogenöffnungen, die nördliche mit Fasensteinen, erhalten. | 30655191 |
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| Am Sande 27a 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 43″ O |
Hinterhaus | Traufständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Steilgiebeln und mittiger Schleppgaube in Fachwerk; die Westseite verschiefert. Ursprüngliche Gestaltung mit tropfenförmigen Gurtgesims und leicht stichbogigen Fenstern, drei davon im OG erhalten. Erbaut um 1860 in derselben Flucht wie das Haupthaus. EG 1930 entkernt und 1955 durch zwei breite Fenster zu einem Laden umgebaut. | 30672695 |
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| Am Sande 27/27a 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. EG backsteinsichtig, OG verschiefert. Errichtet in erster Hälfte des 16. Jh. | 30649388 |
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| Am Sande 28 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 42″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Schmale zweiachsige verputzte Fassade zum Platz. Erbaut vermutlich im 16. Jh.; Fassade erneuert Anfang des 19. Jh. | 30671169 |
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| Am Sande 28 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hinterhaus | Dreigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, unter Walmdach in Ziegeldeckung. Fachwerkkonstruktion vier Gebinde lang; über den beiden UG ein über mit Ährenmuster und Tauband beschnitzten Knaggen vorkragender Oberstock, dazwischen die Füllhölzer mit Schiffskehlenprofil. Errichtet in zweiter Hälfte 16. Jh. | 30648342 |
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| Am Sande 29 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Traufständiger, viergeschossiger Massivbau, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut im Kern im 16. Jh., 1880 durch Zimmermeister Theodor Owerien für den Kaufmann F. W. Helms erneuerte Straßenseite als viergeschossige Putzfassade mit horizontaler Betonung durch Fugenschnitt im EG sowie ein Gurt- und ein abschließendes Konsolgesims. | 30671188 |
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| Am Sande 29 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger, unterkellerter Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Das hofseitig vorkragende OG in Fachwerk mit Backsteinausfachung. Erbaut um 1600. Im Inneren bemalte Holzbalkendecke erhalten. | 30646889 |
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| Am Sande 29 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hintergebäude | Dreigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung und Satteldach in Ziegeldeckung. Um 1800 im rechten Winkel an den Seitenflügel angebaut; der freistehende Nordgiebel im Erd- und ersten OG vor 1914 massiv erneuert. | 30649344 |
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| Am Sande 30/30a 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Traufständiger, viergeschossiger Backsteinbau, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Das dritte Obergeschoss in Fachwerk mit Backsteinausfachung, die Winkelhölzer an den drei mittleren Ständern in flachem Relief mit farbig gefasstem Laubornament beschnitzt. Zwei seitliche eingeschossige Utluchten. Errichtet im Kern als Dielenhaus der Zeit um 1500, 1608 (i) aufgestockt um das Fachwerkobergeschoss. Im Inneren Deckenmalereien der Zeit um 1735 erhalten. Die Parzelle wie die Nr. 31 im 15. Jh. zum Besitz der Familie von Dassel gehörend, während der zweiten Hälfte des 16. Jh. bis 1629 im Eigentum der patrizischen Familie Elvers, dann Übernahme durch die Familie Stern (Druckerei Stern). | 30655319 |
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| Am Sande 30b/30c 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 42″ O |
Wohnhaus | Zweigeschossiger Bau mit Krüppelwalmdach in Ziegeldeckung. EG massiv in Backstein, OG in Fachwerk mit Backsteinausfachung, auf zwei Seiten über von Karniesknaggen unterstützten Decken- und Stichbalken vorkragend und mit regelmäßigen Fußbändern. Erbaut mit Saal im OG in der zweiten Hälfte des 16. Jh.; gleichzeitig an die Nordostwand von Nr. 29 und an den nordwestlichen Giebel des Gebäudes Bei der St. Johanniskirche 25 anschließend. | 30671213 |
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| Am Sande 31 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Errichtet im Kern wohl im 15. Jh mit hohem Dielengeschoss und niedrigem ersten OG. Massive Fassade unter Einbeziehung der südlichen Durchfahrtüberbauung um 1830 umgestaltet und verputzt, oberer Abschluss mit Traufstaffeln und einem Dreiecksgiebel. Parzelle wie die Nr. 30 im 15. Jh. zum Besitz der Familie von Dassel gehörend, während der zweiten Hälfte des 16. Jh. bis 1629 im Eigentum der patrizischen Familie Elvers, dann Übernahme durch die Familie Stern (Druckerei Stern). | 30671236 |
Weitere Bilder |
| Am Sande 31 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Über dem EG der südlichen Traufseite ein von Nasensteinen eingefasster Fries, im OG darüber vier segmentbogige Fenster aus Viertelkreisformsteinen. Erbaut wohl in der zweiten Hälfte des 15. Jh. | 45679992 |
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| Am Sande 31a/b 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hofflügel | Zweigeschossiger Backsteinbau mit steilem Satteldach in Ziegeldeckung. Hofseitig große Durchfensterung, im Bereich zwischen Erd- und OG zahlreiche sandsteinerne Wappentafeln der ehemaligen Besitzerfamilien. Erbaut als Festsaalflügel um 1500, vermutlich gegen Ende des 16. Jh. unter dem 1615 verstorbenen Leonhard Elver umgebaut. Im Inneren ehemalige Säle mit Wand- und Deckenmalereien des späten 16. Jh. erhalten. | 30684242 |
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| Am Sande 31c/d/e 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hintergebäude | Zweigeschossiges Backsteingebäude unter Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut 1899 als Maschinen- und Setzersaal der Druckerei Stern durch den Zimmermeister Westphal, 1946 nach Norden verlängert. | 30687487 |
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| Am Sande 31f 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 43″ O |
Hintergebäude | Eingeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, unter Pultdach. Erbaut als Hintergebäude der Druckerei Stern um 1900, Wände teilweise in Backstein ersetzt. | 30684265 |
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| Am Sande 31g 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 43″ O |
Wohnhaus | Zweistöckig abgezimmerter Fachwerkbau mit Backsteinausfachung unter Satteldach in Ziegeldeckung. Die Traufseiten mit je vier Doppelständern konstruiert; in den Außengefachen der Giebelseiten Schwelle-Ständer-Streben in beiden Stockwerken. Erbaut im 18. Jh.; Südseite teilweise in Backsteinmauerwerk ersetzt. | 30687466 |
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| Am Sande 32 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 41″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger dreigeschossiger, vollständig unterkellerter Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Fassadengestaltung klar gegliedert in Form einer vertikalen Zusammenbindung und Rhythmisierung der vier Fensterachsen der beiden OG; mit geschweiften Volutengiebel abschließend. 1909 nach Entwurf des Architekten Heinrich Meyer für Gastwirt Martin Bruch erbaut. | 30655344 |
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| Am Sande 33 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Traufständiger, dreigeschossiger Backsteinbau unter einem dreiteiligen Walmdach in Ziegeldeckung (an den traufständigen Teil schließen sich zwei parallel laufende Dächer nach Osten an). Schlichte Fassade mit rundbogigen Eingang im nördlichen Bauteil und ehemaligen Durchfahrt im südlichen. Im nördlichen Gebäudeteil steckt das ältere ursprünglich eingeschossige, giebelständige Vorderhaus mit Zwischengeschoss der Zeit um 1500, das im 18. Jh. zur Straße hin mit der dreiachsigen Durchfahrtüberbauung zusammengefasst wurde. Hausstätte war zu Beginn des 16. Jh. im Eigentum der Patrizierfamilie Dassel und seit etwa 1740 bis in die zweite Hälfte des 19. Jh. im Besitz von Salztonnenböttchern, 1880 wurde hier ein Schlachtereibetrieb eingerichtet. | 30669658 |
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| Am Sande 33 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 41″ O |
Hinterhaus | Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Schlichtes Fachwerk mit sieben Gebinden Länge. Errichtet im 18. Jh. | 30647073 |
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| Am Sande 33 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 42″ O |
Hinterhaus | Eingeschossiger Backsteinbau unter Satteldach in Ziegeldeckung. Fassaden mit Backsteinen in Klosterformat, die Ostseite völlig ungegliedert. Erbaut im 18. Jh. | 30663732 |
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| Am Sande 35 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Zur Straße Am Sande giebelständiger zweigeschossiger Bau mit Krüppelwalmdach in Ziegeldeckung, in Ecklage zur Papenstraße. Schlichte Fassaden, straßenseitig in Backstein, hofseitig über dem EG in Fachwerk aufgeführt. Im Kern wohl ein Bau des 15. Jh. (eingeschossiges Dielenhaus), zu Beginn des 19. Jh. in heutiger Gestalt umgebaut. | 30669699 |
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| Am Sande 36 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Zur Straße Am Sande giebelständiger dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung, in Ecklage zur Glockenstraße. Mit hohem Erd- und niedrigem ersten OG, giebelseitig im zweiten OG fünf stichbogenfömige Öffnungen, die Gewände mit Taustab, darüber ein siebenfacher Staffelgiebel mit Ladeluken, im Dach die zugehörige Winde erhalten. Erbaut als Dielenhaus mit Braurecht 1562 (d), im Kern dem 15. Jh. entstammend; von 1524 bis 1688 als Brauhaus und von 1869 bis 1939 als Schmiede genutzt. | 30655368 |
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| Am Sande 37 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Traufständiges, dreigeschossiges Gebäude mit Satteldach in Ziegeldeckung. EG massiv in Backstein, darüber vorkragend Fachwerk mit Backsteinausfachung, straßenseitig ein seitliches Zwerchhaus in Fachwerk mit Dreiecksgiebel und eigenem Satteldach in Ziegeldeckung. Errichtet als ehemaliges Nebenhaus zu Am Sande 36 ohne eigene Brandwände, im Kern von 1363 (d), 1562 (d) mit neuem Dach versehen, Straßenfassade im späten 19. und frühen 20. Jh. erneuert. | 30669721 |
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| Am Sande 38/39 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Traufständiges, zweigeschossiges Gebäude, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Hervorgegangen aus Fachwerkbau von 1342 (d), der spätestens im 17. Jh. nach Westen erweitert wurde, aus dieser Zeit im Inneren eine schwarze Sichtfachwerkfarbigkeit mit Eckdiamanten erhalten. Später in zwei eigenständige Häuser (Nr. 38 und 39) geteilt und erst 1840 wieder Zusammenlegung unter dem damaligen Besitzer Johann Ahrens. 1882 straßenseitig gemeinsame Putzfassade vorgesetzt. | 30669743 |
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| Am Sande 40 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Traufständiges, zweigeschossiges Gebäude unter Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig ein mittiges Fachwerkzwerchhaus; Straßenfassade massiv in Backstein mit zwei (jüngeren) seitlichen zweigeschossigen Utluchten. Erbaut im Kern vermutlich 1663 wie die Nachbarbauten; Gauben nachträglich aufgesetzt. | 30650338 |
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| Am Sande 41 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Traufständiges, zweigeschossiges Gebäude unter Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig ein nördliches Fachwerkzwerchhaus mit der Jahreszahl 1663 (i) im geschweiften Sturz; Straßenfassade massiv in Backstein und verputzt, rückwärtig ein über stark profilierten Knaggen vorkragendes OG in Fachwerk mit Backsteinausfachung. | 30650356 |
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| Am Sande 42 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Traufständiges, zweigeschossiges Gebäude unter Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig südliches Fachwerkzwerchhaus mit der Jahreszahl 1663 (i) im geschweiften Sturz; Straßenfassade massiv in Backstein und geschlämmt, rückwärtig ein über stark profilierten Knaggen vorkragendes OG in Fachwerk mit Backsteinausfachung. | 30650376 |
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| Am Sande 43/43a 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Dreigeschossiger Backsteinbau unter Dreiviertelwalmdach in Ziegeldeckung. Hohes EG verputzt, darüber backsteinsichtig. Im Kern ein Seitenflügel zu Am Sande 44 aus dem 15. Jh., dessen Ostseite vermutlich im 16. Jh. überarbeitet wurde: Zwei tausteingerahmte Friese über den beiden OGs und eine fünfteilige Fensterarkadenreihe im Trapez unterhalb des abgewalmten Dachs stammen aus dieser Zeit (die Medaillons in den drei Taustabkränzen des oberen Frieses erst 1989 eingefügt). | 30669761 |
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| Am Sande 44 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Mit hohem Erd- und niedrigem ersten OG sowie einem hohen siebenteiligen Staffelgiebel. Im Bereich der beiden Westachsen des OGs ist der Rest eines weiten, tausteingerahmten Segmentbogens erkennbar. Erbaut als Dielenhaus im späten 15. Jh., Giebel um 1560 ergänzt, die gleichmäßige Anordnung der Zargenrahmenfenster des Zwischen- und OG geht wohl auf einen Umbau der Zeit um 1800 zurück. | 30669784 |
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| Am Sande 44 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 38″ O |
Seitenflügel | Dreigeschossiger, das Grundstück im Westen begrenzender Backsteinbau unter hohem ziegelgedecktem Satteldach. Erbaut als zweigeschossiger Seitenflügel um 1560 mit Mauerwerk aus Klosterformatsteinen. Im Zuge eines Umbaus 1895 ein zweites OG mit fünf Gästezimmern aufgesetzt. | 30649146 |
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| Am Sande 45 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung, nach Norden abgewalmt. Erbaut im Kern wohl im 19. Jh., Straßenfassade 1965 vereinfacht erneuert. | 30669808 |
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| Am Sande 46 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Mit hohem Erd- und niedrigerem OG, darüber ein siebenteiliger Staffelgiebel mit aufwändig gestalteten Putzblenden: Vertikalbetonung durch halbrunde Lisenen, zwischen denen die rundbogig geschlossenen Blendnischen in Tausteinen ausgeführt sind und geschossweise durch Tausteinreihen horizontal gegliedert werden. An einem Taufstein des Giebels steht die Jahreszahl 1521 (i) in Verbindung mit der Stadtmarke als Ziegelstempel. | 30655215 |
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| Am Sande 46 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 38″ O |
Seitenflügel | Zweigeschossiges Gebäude unter Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut 1562 (i). Die West- und Nordwand im EG 1977/78 abgebrochen. | 30646801 |
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| Am Sande 46 53° 14′ 54″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wirtschaftsgebäude | Zur Glockenstraße giebelständiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung mit hochkant gestellten Steinen in Klosterformat, unter Satteldach in Ziegeldeckung. Mit nach Osten vorkragendem OG, in beiden Geschossen Fachwerk zweifach verriegelt. Straßenseitig übereinander außermittig drei Ladeluken, im Steilgiebel darüber Kranbalken. Erbaut im 18. Jh. Im Dach bauzeitliche Winde erhalten. | 30649275 |
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| Am Sande 47 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wohnhaus | Traufständiger, dreigeschossiger Backsteinbau mit ziegelgedecktem Satteldach. Straßenseitig großzügig durchfensterte Fassade. Erbaut 1572 (i) als Seitenflügel zu Am Sande 46, die Jahreszahl im Rest einer eingemauerten sandsteinernen Beischlagwange überliefert (Wappen der bürgerlichen Familie Kröger). Im Jahr 1600 als „Herbergierhaus“ belegt. Um 1750 umfangreiche Umbauarbeiten, ehemals vorhandene seitliche Utlucht Ende des 19. Jh. entfernt, das EG 1933 entkernt und neu verblendet. | 30655241 |
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| Am Sande 47 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 38″ O |
Hofflügel | Langgestreckter zweigeschossiger Bau unter Satteldach in Ziegeldeckung. Die westliche Traufseite massiv, die östliche in einer zweistöckig abgezimmerten Fachwerkkonstruktion mit Backsteinausfachung. Erbaut vermutlich spätestens in der ersten Hälfte des 16. Jh. | 30647512 |
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| Am Sande 49 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wohnhaus | Traufständiger, viergeschossiger Backsteinbau unter ziegelgedecktem Satteldach. An der Westseite der straßenseitigen Südfassade ein fünfbahniger Staffelgiebel; im Erdgeschoss schon bauzeitlich Läden. Fassadengestaltung durch einen Wechsel von grün glasierten und roten Backsteinschichten, zwischen Erd- und OG abgeschlossen mit Fries aus grün glasierten Vierpässen, dies am Erker über dem Eingang noch einmal aufgenommen. Entworfen 1901 durch den Lüneburger Architekten Franz Krüger für den Tapezierer Adolf Schlachta, errichtet vom Lüneburger Mauermeister Päpper anstelle von zwei Vorgängerbauten des 15. und 16. Jh. | 30669843 |
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| Am Sande 49 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 36″ O |
Hinterhaus | Zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Ostseitige Hoffassade gegliedert in der Vertikalen durch vier Fensterachsen und in der Horizontalen durch ein Bandgesims. Erbaut im 18. Jh. | 30687447 |
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| Am Sande 50 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 35″ O |
Wohnhaus | Zwei giebelständige dreigeschossige Bauten (ehemals Haupthaus im Westen und Durchfahrt östlich daneben) mit Satteldächern in Ziegeldeckung. Im Kern Bauten des 14. Jh., auf der Hofseite einer der ältesten Giebel Lüneburgs der Zeit um 1300 überkommen, zu rekonstruieren als siebenteiliger Staffelgiebel, dessen Staffeln unabhängig von der Blendarkatur entwickelt sind. Mit hohem EG (ehemals Diele im Ostteil des Haupthauses) und niedrigerem ersten OG. Die gegen Ende des 18. Jahrhunderts veränderte, dem Platz zugewandte Fassade wurde um 1878 mit geputzten Gliederungselementen wie Fensterfaschen und zwei Segmentgiebeln über Pilastern überarbeitet und optisch zusammengefasst. Das auf das 14. Jahrhundert zurückgehende Hauptgebäude wurde 1426 von der Patrizierfamilie Schomaker an den späteren Bürgermeister Sengstake übertragen und befand sich im 16. und 17. Jh. im Eigentum der Patrizierfamilien Schneverding bzw. Dithmers. | 30655394 |
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| Am Sande 51 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 35″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, zweigeschossiger Bau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig mit Backsteinfassade, dagegen die westliche Traufseite und der Rückgiebel nur im EG massiv und im OG in Fachwerk mit Backsteinausfachung. Der zum Platz zeigende siebenteilige Staffelgiebel ist durch Lisenen mit geschosstrennenden Tausteinreihen sowie Zwillingsfenstern auf Tausteinpfosten mit zweiteiligen Kleeblattsteinen gegliedert. Erbaut in der ersten Hälfte des 16. Jh., die Fachwerkkonstruktionen wohl im 18. Jh. erneuert. Die bereits 1492 erwähnte Hausstätte gelangte 1590 an die Familie von Cölln und wurde seit diesem Zeitpunkt bis 1792 als Nebenhaus von Am Sande 52 geführt. | 30655419 |
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| Am Sande 52 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 34″ O |
Wohnhaus | Giebelständiger, zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Im Kern erbaut im 16. Jh., 1870 straßenseitig einschließlich der Durchfahrt mit Putzfassade versehen, die sich über dem erneuerten EG in sechs und im Giebel nach oben abnehmend in vier und zwei Fensterachsen öffnet. Giebel mit zweigeschossiger Pilastergliederung und abschließendem Dreieckaufsatz gestaltet, die Giebelschrägen flankiert von zwei steinernen, auf den Traufstaffeln aufgebrachten Löwenstandbildern. | 30669862 |
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| Am Sande 52 53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 34″ O |
Hofflügel | Langgestreckter dreigeschossiger Bau unter Satteldach in Ziegeldeckung. Über hohem, massivem EG zwei von Knaggen unterstützte, vorkragende Fachwerkstockwerke. Fachwerk durchgehend mit Fußstreben versehen, die Brüstungsgefache sind ausgefacht mit kleinformatiger Backstein-Zierausmauerung, im Übrigen mit hochkant gestellten Klosterformatsteinen, Schwelle durch kleine Schiffskehle verziert. Errichtet um 1600. | 30647582 |
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| Am Sande 52 53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 34″ O |
Wirtschaftsgebäude | Mächtiger zweigeschossiger Backsteinbau unter Satteldach in Ziegeldeckung, giebelständig zum Hof Am Sande 52. In der Firststaffel des Giebeldreiecks, das außermittig eine Aufzugsluke aufnimmt, ein Terrakotta-Medaillon mit einer Rebe. Um 1870 vermutlich als Weinlager errichtet. Im Inneren dreischiffiger, segmentbogig gewölbter Keller sowie im EG die Binnenstruktur aus Fachwerk erhalten. | 30687775 |
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| Am Sande 53 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 34″ O |
Ratsbierkeller, ehem | Das Haupthaus stammt im Kern aus der Mitte des 15. Jh. mit fünfteiligem Staffelgiebel mit ausschließlicher Vertikalbetonung, die Gliederung durch Blendarkaden setzt bereits im OG an, die fünf Segmentbogenfenster sind ebenso wie die Segmentbogenabschlüsse der Staffeln einer späteren Umbauphase zuzuschreiben. Die Arkadenpfeiler aus Profilstäben sind wie die Pfosten der Zwillingsfenster in den Blenden im Schichtenwechsel mit grün glasierten Steinen gemauert. Die kleeblattförmig überdeckten Zwillingsfenster wurden ehemals zusätzlich von Terrakottawimpergen überfangen, das mittige Spitzbogenportal wurde 1912 beseitigt. Die dreigeschgossige Durchfahrtsüberbauung stammt aus der Mitte des 16. Jh. und besitzt straßenseitig ebenfalls fünfteiligen Staffelgiebel. Tausteingerahmter Fries mit Fischgrätmuster bildet den Übergang hierzu, die Ladeluken sind segmentbogenförmig, die Lisenen aus Viertelkreisformsteinen mit waagerechten Tausteinreihen und Zwillingsfenstern in den Staffeln. Hausstelle seit 1561 im Eigentum des Lüneburger Rats und diente bis 1732 als Ratsbierkeller („Hamburger Bierkeller“). | 30655444 |
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| Am Sande 54 53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 33″ O |
Apotheke | Zum Platz giebelständiger dreigeschossiger Backsteinbau mit hohem Satteldach in Ziegeldeckung, in Ecklage zur Kleinen Bäckerstraße. In der Westfassade im OG vier segmentbogige Öffnungen über Tausteinfries erhalten. Erbaut um 1500 als Dielenhaus mit siebenteiligem Staffelgiebel, seit 1733 Nutzung als Apotheke. Die zum Platz gerichtete Fassade 1878 vollständig erneuert, dabei nimmt sie als Gestaltungsidee mit ihren fünf Fensterachsen die frühere Obergeschossgliederung auf; die geputzten Elemente wie Gesimse, Fensterfaschen und Pilaster im geschweiften Giebel kontrastieren zur Backsteinverblendung der übrigen Fläche. Im Inneren historische Ausstattung erhalten. | 30655267 |
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Literatur
- Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen. Band 22.1: Doris Böker: Hansestadt Lüneburg mit Kloster Lüne. Michael Imhof Verlag, Petersburg 2010, ISBN 978-3-86568-563-6, S. 218–244.