Ameisloch
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
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Ameisloch (oberfränkisch: Ämadsluch[2]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Ameisloch liegt in der Gemarkung Katschenreuth.[4]
Ameisloch Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 3′ N, 11° 25′ O |
| Höhe: | 355 m ü. NHN |
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Die Einöde liegt am Windischenhaiger Holz. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km östlich), die nach Windischenhaig (1,3 km nördlich) bzw. die Kreisstraße KU 5 kreuzend nach Hutschdorf (1,6 km südlich) verläuft.[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1762 als „Emisloch“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Grundwort ist Lohe und das Bestimmungswort die Ameise. Der ursprüngliche Flurname bezeichnete also ein Waldgebiet, in dem es viele Ameisen gab.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ameisloch aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Das Rittergut Thurnau war Grundherr der Sölde.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach.[8] Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Ameisloch dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Melkendorf zugewiesen.[9] 1812 erfolgte die Überweisung an den Steuerdistrikt Katschenreuth und der neu gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde.[8] Am 1. Juli 1976 wurde Ameisloch im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Kulmbach eingegliedert.[10]
Baudenkmäler
- Grenzstein
Einwohnerentwicklung
Religion
Ameisloch ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.[7][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Ameisloch. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 81 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 5.
Weblinks
- Ameisloch in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Ameisloch in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 11. November 2020.
- Ameisloch im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 11. November 2020.