Ametryn

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ametryn ist eine organische Verbindung, die zu den Stickstoffheterocyclen und Thioethern gehört. Die Verbindung wurde erstmals 1964 von Geigy hergestellt.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Ametryn
Allgemeines
Name Ametryn
Andere Namen

N-Ethyl-N′-isopropyl-6-(methylsulfanyl)-1,3,5-triazin-2,4-diamin (IUPAC)

Summenformel C9H17N5S
Kurzbeschreibung

farbloser kristalliner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 834-12-8
EG-Nummer 212-634-7
ECHA-InfoCard 100.011.486
PubChem 13263
ChemSpider 12705
Wikidata Q2844856
Eigenschaften
Molare Masse 227,33 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,19 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

88–89 °C[1]

Siedepunkt

Zersetzung beim Erhitzen[1]

pKS-Wert

4,0[2]

Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser (200 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302410
P: 273301+312+330[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Darstellung

Die Verbindung wird üblicherweise durch nukleophile aromatische Substitution von Atrazin mittels Methanthiol und Natriumhydroxid als Base gewonnen. Möglich ist auch die Reaktion von Atrazin mit Natriumdisulfid in einer Lösung von Dimethylsulfat in Natronlauge.[5]

Verwendung

Ametryn ist ein Herbizid, welches gegen großlaubige Unkräuter und Gräser überwiegend auf Mais-, Ananas- und Zuckerrohrplantagen eingesetzt wird. Die Austragung erfolgt üblicherweise am Boden, seltener per Flugzeug.[6] Das Herbizid wird von den Pflanzen über die Blätter und Wurzeln aufgenommen. In diesen bewirkt es vor allem eine Störung der Photosynthese.

In der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[4][7]

Einzelnachweise

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