Anaplasmose
bakterielle Infektionskrankheit durch Vertreter der Gattung Anaplasma
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Als Anaplasmose wird eine bakterielle Infektionskrankheit bezeichnet, die durch Vertreter der Gattung Anaplasma hervorgerufen wird.[1] Anaplasmen befallen Blutzellen, vermehren sich intrazellulär und werden durch Zecken übertragen. Die Behandlung erfolgt zumeist mit Doxycyclin.
Die wichtigsten Vertreter dieser Gattung sind:
- Anaplasma phagocytophilum: Erreger der Anaplasmose des Menschen (früher: Humane Granulozytäre Ehrlichiose, HGE). Empfänglich sind auch Wiederkäuer, Hunde (→ Canine Anaplasmose), Katzen und Pferde.
- Anaplasma marginale: Erreger der Anaplasmose der Wiederkäuer (Gallenseuche)
- Anaplasma platys: Erreger der Caninen Cyclischen Thrombozytopenie
- Anaplasma centrale: Erreger milder Erkrankungen bei Rindern
- Anaplasma ovis: Erreger milder Erkrankungen bei Schafen und Ziegen
Literatur
- Michael Rolle, Anton Mayr: Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. 8. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-8304-1060-7, S. 556–557.