Anaïs Delva

französische Sängerin, Musicaldarstellerin und Synchronsprecherin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anaïs Delva (* 15. Mai 1986 in Bar-le-Duc) ist eine französische Sängerin, Musicaldarstellerin und Synchronsprecherin.

Anaïs Delva (2016)

Werdegang

Delva studierte nach ihrem Schulabschluss in Nancy zunächst Kommunikationswissenschaften, brach ihr Studium aber zugunsten einer Musiklaufbahn ab.[1] Bereits als Kind hatte sie Auftritte auf Theaterbühnen und widmete sich nach dem Abbruch ihres Studiums vollends dem Musical. Ab 2009 war sie die Zweitbesetzung der Julia im französischen Musicaladaption Romeo und Julia der gleichnamigen Shakespeare-Tragödie.[2] Im selben Jahr spielte sie die Hauptrolle der Cinderella in einer Musicalversion des Aschenputtelstoffes von Agnès Boury. Ab 2012 verkörperte sie die Lucy Westenra in Dracula, l’amour plus fort que la mort, einer komödiantischen Musicalversion von Dracula. Zudem hatte sie eine Rolle im Musical Salut les copains. Parallel zu ihrer Bühnenkarriere studierte Delva Tanz und Gesang am Conservatoire Maurice Ravel in Paris.

2013 erlangte sie landesweite Bekanntheit, als sie für die französische Stimme der Elsa im Animationsfilm Die Eiskönigin – Völlig unverfroren gecastet wurde. Ihre Interpretation von Let It Go, die unter dem französischen Titel Libérée, délivrée erschien, hielt sich über Wochen in den französischen Charts. Ihre Musicalkarriere setzte sie in der Musicaladaption von Hänsel und Gretel fort. Parallel dazu erschien ihre erste Single 1, 2, 3, die ursprünglich aus dem Dracula-Musical stammte. Im Februar 2015 veröffentlichte Delva ihr erstes Album mit dem Titel Anaïs Delva et les Princesses Disney. In Kooperation mit der Disney Company veröffentlichte sie hier ihre Interpretationen bekannter Disney-Songs wie A Whole New World, I See the Light oder Colors of the Wind. Hiermit ging sie ab 2016 auf Tournee. Ab 2018 spielte sie Édith Piaf in einer Show am Théâtre de la Tour Eiffel.[3]

Im Juni 2019 veröffentlichte Delva das Album Obsidienne mit eigenen Songs.[4] Im selben Jahr veröffentlichte sie ein Album mit Weihnachtsliedern. In der ebenfalls 2019 erschienen Fortsetzung Die Eiskönigin II lieh sie Elsa unfreiwillig nicht mehr ihre Stimme, ohne nähere Gründe für ihr Ausscheiden bekannt zu geben.[5] 2023 spielte sie in den Musical Flashdance und Kid manoir le secret de la sorcière.

Weitere Synchronisationen nahm Delva unter anderem in den Animationsserien Power Sisters und Droners sowie den französischen Sprachversionen der Spielfilme Hostile, Pain Hustlers, Meg 2: Die Tiefe, The School for Good and Evil, Ich. Bin. So. Glücklich., Samaritan, Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie, Fear Street – Teil 1: 1994 und How to Party with Mom vor.

Theater- und Musicalauftritte (Auswahl)

Anaïs Delva als Lucy Westenra in Dracula, l’amour plus fort que la mort (2011)
  • 2009: Romeo und Julia
  • 2010–2011: Cinderella
  • 2010–2012: Dracula, l’amour plus fort que la mort
  • 2012: Robin des Bois: La légende… ou presque !
  • 2012–2014: Salut les copains
  • 2013–2014: Spamalot
  • 2013–2014: Kid Manoir
  • 2014: Hansel et Gretel
  • 2015–2016: La Dame blanche
  • 2015: Le Misanthrope
  • 2018: Énooormes
  • 2019: I Love Piaf
  • 2023: Flashdance
  • 2023: Kid manoir le secret de la sorcière
  • 2024: Starmusical

Diskografie

Alben

  • 2015: Anaïs Delva et les princesses Disney
  • 2019: Obsidienne
  • 2019: Quand j’entends chanter Noël

Singles

  • 2011: 1, 2, 3, extrait de Dracula, l’amour plus fort que la mort
  • 2013: Toi
  • 2014: Le Petit Sourire
  • 2015: Par magie
  • 2015: Vers le ciel
  • 2018: Partons
  • 2018: Quiero vivir avec Kamaleon
  • 2018: Et je danse
  • 2019: On me dit
  • 2019: J’ai su
Commons: Anaïs Delva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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